Michaela May steht zurzeit in der Komödie im Bayerischen Hof in München auf der Bühne. imago images/Marja

In ihrer jetzt erschienenen Autobiografie „Hinter dem Lächeln“ enthüllt Michaela May ein erschütterndes Familiengeheimnis: Jeder ihrer drei Geschwister hat seinem Leben durch Suizid ein Ende gesetzt. Bruder Karl starb 1974 mit 28 Jahren, es folgte Bruder Hans mit nur 34 Jahren im Jahr 1977. Und auch die kleine Schwester Gundi schien nur einen Ausweg zu kennen – sie beging mit 22 Jahren 1980 Suizid. Die Depression suchte die Familie heim. Sie wussten keinen anderen Ausweg, als ihr Leid durch Suizid zu beenden.

Warum die heute 69-Jährige darüber öffentlich 40 Jahre lang geschwiegen hat, erklärt die Schauspielerin gegenüber dem Promi-Magazin Bunte so: „Ich wollte genau wie meine Mutter nicht mein ganzes Leben lang damit identifiziert werden. Wollte nicht in meinem Beruf und mit meinen Rollen ständig damit konfrontiert werden. Meine Mutter hat mit den Fragen ,Habe ich etwas falsch gemacht und warum bei uns?‘ jeden Tag gelebt. Das konnte und wollte sie nicht von anderen hören.“

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Michaela May: Ich habe mich für das Leben entschieden

Sie selbst sah sich nicht gefährdet, so May zu Bunte: „Ich habe mich für das Leben entschieden. Zu keinem Zeitpunkt gab es einen Moment von Depression. Vielleicht hat mich auch mein Beruf gerettet. Drehen können – das war immer wie eine Heilung.“ Am 22. Januar 2019 starb Mutter Anneliese Mittermayr. Mit dem Tod der geliebten Mutter, die für Michaela May alles war, spürte sie auch „eine große Befreiung“.

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Schauspielerin Michaela May und ihr Ehemann Bernd Schadewald. Tobias Hase/dpa

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Und doch setzt sich May auch mit ihrem Tod auseinander: Für ihre eigene Beerdigung hat die Schauspielerin nur einen Wunsch: Ein Grab in der Nähe eines Sees im idyllischen Voralpenland. „Wie ich beerdigt werde, ist mir wurscht. Aber bei uns am Staffelsee oder am Ammersee die letzte Ruhe zu finden, das wäre ganz schön“, sagte sie der Bild (Donnerstag). Ihre Bestattung habe sie nicht durchgeplant. Der Tod ist für die Schauspielerin („Polizeiruf 110“) aber Thema: „Ich beschäftige mich natürlich mit meinem Tod und überlege mir, wie ich beerdigt werden will.“

Die Darstellerin hat in zahlreichen Spielfilmen mitgewirkt und wurde auch durch Serien wie „Monaco Franze – Der ewige Stenz“ bekannt. In der ARD-Krimiserie „Polizeiruf 110“ ermittelte sie mehrere Jahre lang zusammen mit Edgar Selge. Geboren wurde Michaela May (bürgerlich: Gertraud Elisabeth Berta Franziska Mittermayr) am 18. März 1952 in München. Bereits mit elf Jahren stand sie für Filme wie „Onkel Toms Hütte“ oder „Heidi“ vor der Kamera. Nachdem Letzterer ein voller Erfolg wurde, beschloss sie sich einen Künstlernamen zuzulegen: Michaela May.