Am Kiosk am Alexanderplatz wurde am Sonnabend die neue Rammstein-Single Zick Zack und ein dazu passendes Magazin verkauft. KURIER/fth

Die Ankündigung roch bereits nach Riesen-Andrang! Am Samstagmorgen stand plötzlich an der Otto-Braun-Straße in Mitte ein kleiner gelber Kiosk in Rammstein-Optik, in dem „Zick Zack“, die neue Single der Berliner Kult-Band verkauft wurde. Doch für die Fans hatten die Schock-Rocker um Till Lindemann noch eine andere Überraschung dabei: Ein „Rammstein“-Heftchen in Bravo-Optik. Wie lief der Verkauf – und was steht in der Zeitschrift?

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Rammstein: So lief der Verkauf der Single Zick Zack am Alexanderplatz

Wer eins der Hefte ergattern wollte, musste auf jeden Fall früh aufstehen. Um 10 Uhr sollte der Rammstein-Kiosk eröffnen, bis 14 Uhr offen bleiben. Und viel war nicht da: Gerade 2000 Ausgaben sollen am Kiosk bereitgelegen haben, hieß es.

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Auch der KURIER war vor Ort – und schon bei Eintreffen stand eine lange Schlange vom Kiosk bis an die nächste Straßenkreuzung. Knapp 100 Fans reihten sich zunächst ein. Und von Minute zu Minute kamen weitere hinzu. Um die 400 bis 500 Fans dürften es am Ende gewesen sein, die in der langen Schlange auf den Verkauf warteten. Übrigens in klirrender Kälte.

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Wer eins der begehrten Hefte mit der neuen Single von Rammstein ergattert hatte, durfte sich freuen. KURIER/fth

Einige hatten aus dem Radio davon erfahren, andere von einschlägigen Internetportalen. Die erste Ankündigung für die Aktion kam von Rammstein selbst – auf Twitter hieß es am Freitag: „Das Zick Zack Magazin inklusive Single – hol‘ dir deine Kopie im Rammstein Kiosk am Berliner Alexanderplatz – nur solange der Vorrat reicht.“ Wer keine Zeit hatte, muss aber nicht traurig sein: Heft und Platte kommen in der kommenden Woche auf den Markt.

Die Polizei war mit einem Wagen vor Ort, fuhr aber kurze Zeit später schon weiter – alle, die hier warteten, wollten schließlich nur friedlich eine Zeitung kaufen. Auch Ordner wurden angeheuert, sicherten ab, dass die Wartenden keinen Fußgängern im Weg stehen.

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Aber: Warum verkauft Rammstein eine Zeitung? In der neuen Single „Zick Zack“, die die Schock-Rocker am Donnerstag auf den Markt brachten, geht es um Schönheitsideale und Beauty-Operationen – und dazu passend kommt ein Heft auf den Markt, das im Stil der Bravo gehalten ist. Bunte Buchstaben, knallige Überschriften, dazwischen überall die Porträts der Bandmitglieder, mit Botox in der Stirn und aufgespritzten Lippen.

In dem Magazin gibt es außerdem eine große Foto-Story mit Making-Of-Bildern zum Musikvideo von „Zick Zack“, etliche Poster mit den Fotos zur Single, darunter sogar ein Starschnitt eines Bildes der gesamten Band. Und natürlich wird in der Zeitschrift auch die Aufklärungs-Rubrik „Dr. Sommer“ aus der Bravo aufs Korn genommen

Lange Schlangen am Rammstein-Kiosk in Berlin-Mitte. KURIER/fth

Auf der Seite „Die Dr. Flake Botox-Box“ stellen Leser Fragen, Keyboarder Christian „Flake“ Lorenz antwortet. Was etwa das Beauty-Geheimnis der Band ist, möchte eine angebliche Sabine (62) aus Essen wissen. „Wir schlafen jede Nacht lang und essen gesund, meistens zumindest.Das kann ich jedem nur empfehlen“, schreibt Flake. Als Extras liegen dem – übrigens in Folie eingeschweißten – Heft eine CD mit der Single „Zick Zack“ und ein Bogen mit Rammstein-Aufklebern bei.

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Die neue Single hatte in den letzten Tagen für Wirbel gesorgt. Der Grund: Eine Zeile des Liedes wurde mehrfach als transfeindlich interpretiert. Im Songtext heißt es: „Wangen straffen, Jochbein schnitzen, Sondermüll in Lippen spritzen, Falten rascheln am Skalpell, Vorhaut weg, sehr aktuell.“ Und weiter heißt es: „Ist die Frau im Mann nicht froh, alles ganz weg, sowieso.“

„Zick Zack“: Gegner werfen Rammstein im Netz Transfeindlichkeit vor

Einige Hörerinnen und Hörer sehen hier einen Spott über eine geschlechtsangleichende Operation. Ein User schrieb beispielsweise auf Twitter, dass man nach dieser Textstelle nun genau wisse, „woran Transpersonen bei dieser zutiefst überbewerteten Band sind“. Doch nicht alle Menschen im Netz stören sich daran und berufen sich darauf, dass Rammstein einfach gerne provoziere. Das dürfte auch in bald folgenden Songs nicht anders sein. Ende April soll das Album „Zeit“ herauskommen.

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