Mit seiner Frau Senay nahm Menowin Fröhlich 2019 am „Sommerhaus der Stars“ teil.  Foto: TVNOW / filmpool

Seit vielen Jahren hat Menowin Fröhlich ein Drogenproblem. Glaubt man ihm, ist er nun bereit es ernsthaft anzugehen. In der Doku „Menowin - Mein Dämon und ich“, lässt er sich bei dem Prozess begleiten. Seit Montag erscheint jeden Tag auf TVNow eine neue Folge - und gleich die erste startet mit einem Rückfall.

Es ist die erste Szene die wir sehen. Menowin sitzt in einem schwarzen Hemd in der Wohnung seiner Mutter, eigentlich habe er den Dreh absagen wollen. „Ich hatte einen Rückfall“, raunt er dem RTL-Redakteur zu. Sein letzter Koks-Konsum liegt da gerade mal eine Stunde zurück. 

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In den ersten beiden Folgen, die zusammen rund eine halbe Stunde lang sind, wird Menowins Geschichte erzählt. Wie er als Kind drogensüchtiger Eltern aufwuchs, auf eine Sonderschule kam und sich oft wie ein Waisenkind fühlte. Wie er zu Deutschland sucht den Superstar kam, dort bei seinem ersten Versuch aber von der Polizei abgeholt wurde, da ein offener Haftbefehl gegen ihn vorlag. Menowin erzählte auch von seinem zweiten DSDS-Versuch, bei dem er den zweiten Platz belegte - und bei mehreren Auftritten nach eigener Aussage zugekokst war.

Dass der favorisierte Menowin damals nicht gewann, war laut seiner Frau Senay nicht nur einer Hetz-Kampagne der „Bild“ geschuldet, sondern wohl auch eine glückliche Fügung des Schicksals. „Wenn er Erster geworden wäre, dann wüssten wir heute nicht, ob er noch leben würde“, sagte sie in der Doku. „Das hätte ihm nicht gut getan. Das muss man einfach so sehen. Er sagt selber, er wüsste nicht, was er gemacht hätte.“

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Die Drogen blieben Menowins Begleiter

Doch das Menowins Drogenproblem endete nicht mit dem zweiten Platz bei DSDS. Ein Skandal folgte auf den nächsten. Zuletzt stand er Ende September vor Gericht, nachdem er betrunken ins Auto stieg, um Drogen und Alkohol zu kaufen, wie er erzählte. Bei der Suff-Fahrt habe er dann die Leitplanke erwischt, überschlug sich mehrfach und blieb wie durch ein Wunder unverletzt. Eine Haftstrafe konnte er nur durch einen Drogenentzug abwenden. Die Doku beginnt noch vor dem Prozess. Doch Menowin schildert schon, welche Therapiepläne er bald beschreiten wird: Entgiftung, Übergangseinrichtung, Stationäre Reha. So will Menowin es schaffen, sagte er. „Ich will mich zum ersten Mal in meinem Leben wirklich verändern.“

Menowin mit Frau Senay, den Söhnen Joel, Djievess und Vioness, sowie den Töchtern Jiepèn und Geneve. Die ältesten drei Kinder stammen aus einer früheren Beziehung. Foto: TVNOW/Filmpool

Die Doku zeichnet einen widersprüchlichen Menschen, der auf der einen Seite seit Jahren nicht von den Drogen wegkommt und auf der anderen ein liebevoller Familienvater zu sein scheint. Immer wieder wechseln sich dabei die Szenen seines Rückfalls mit solchen ab, in denen er seine fünf Kinder in seiner Darmstädter Mietwohnung bespaßt. „Ich möchte einfach ein Leben ohne Drogen und Alkohol“, sagt er. „Ein Leben in Frieden.“ Und wer dabei an die Szenen in der Familienrunde denkt, kann es ihm auch nur von ganzem Herzen wünschen.