Menowin im Tonstudio. Foto: TVNOW

Menowin Fröhlich hat eine durchaus bewegte Vergangenheit. Drogen, Alkohol, Abstürze, Gerichtsverfahren sind nur einige der Stichworte, die das Leben des DSDS-Finalisten von 2010 beschreiben. Doch im vergangenen Herbst schien alles anders zu werden. Ein Gerichtsprozess im September nach einer Alkoholfahrt und die damit verbundene Bewährungsstrafe schien ihm den Kopf zurechtgerückt zu haben. Begleitet von TV-Kameras suchte er sich eine langfristige Entzugstherapie. Seit Dezember arbeitet der 33-Jährige in der Klinik an sich und konnte bereits erste Erfolge verbuchen, doch jetzt riss ihn die Staatsanwaltschaft aus der Therapie!

Menowin Fröhlich musste am Dienstag vor Gericht erscheinen

Menowin Fröhlich meldete sich am Dienstagvormittag per Insta-Story bei seinen Fans. „Ich bin auf dem Weg zum Oberlandesgericht nach Frankfurt“, sagte er auf der Rückbank eines Autos sitzend. Es handle sich dabei um die Folgen des Gerichtstermins aus dem vergangenen September, in dem der Sänger eine Bewährungsstrafe erhielt. „Aber damit war die Staatsanwaltschaft wahrscheinlich nicht einverstanden und heute ist halt das Revisionsverfahren“, sagte er. 

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„Es ist ein absolut ekliges Gefühl, aus dem Therapiealltag herausgerissen zu werden und in der Vergangenheit herumzuschweben“, sagte Menowin in seiner Instagram-Story. Und auch sein Anwalt Claus Eßer klagte gegenüber RTL, dass er die Revision der Staatsanwaltschaft „nicht wirklich verstehe“. Doch das Gericht verstand sie ganz gut, wie ein zerknirschter Menowin anschließend auf Instagram mitteilte. Denn wie auch das OLG Frankfurt dem KURIER bestätigte: Das Urteil wurde aufgehoben und muss neu verhandelt werden. Nach Ansicht des Gerichtes hatte eine Bewährungsstrafe nicht ausgereicht, man hätte eine Zwangseinweisung in Therapie vorsehen müssen.

Menowin Fröhlich will weiter kämpfen

Dass Menowin sich diese Therapie selbst verordnet hatte, schien beim Termin vor dem OLG in Frankfurt aber nicht zu zählen. „Das ging nicht so toll für mich aus“, resümierte Menowin. „Es wurde gar nicht darauf geachtet, was ich in der Zwischenzeit schon alles gemacht habe, dass ich schon ein halbes Jahr in Behandlung bin. Ich finde das total schade. Ich komme mir echt krass behandelt vor, als wäre ich ein Mörder!“ Er wolle sich von dem Urteil aber nicht runterziehen lassen, sondern weiter an sich arbeiten und die Therapie ernst nehmen. Es gehe um sein Leben und seine Zukunft und „nicht darum, irgendwelche Richter zu beeindrucken“.

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Und muss Mennowin nun in den Knast? Das ist noch nicht raus. Doch die Alkoholfahrt wird nun noch einmal am Gericht in Darmstadt verhandelt – und dann wird es darauf ankommen, wie gut die Therapie bei Menowin angeschlagen hat. Im Ernstfall könnte ihm aber eine Haftstrafe ohne Bewährung drohen.