Die Kandidatinnen Ilona und Anita mit Moderator Horst Lichter und dem XXL-Gemälde bei der Expertise Foto: Youtube/ZDF

Viele Kandidaten bringen ihre besonderen Antiquitäten zur ZDF-Show „Bares für Rares“, um sie zu versilbern. Manchmal rechnen sie damit, dass ihre Schätze wertvoll sind, manchmal glauben sie eher an Krempel. Zwei Kandidatinnen erlebten in einer der letzten Folgen nun eine Überraschung: Ilona und Anita wollten ein altes Gemälde verkaufen, eine Naturlandschaft mit Wald, gemalt mit Öl auf Leinwand. Doch es kam alles anders.

Zwei Männer brauchte es, um das XXL-Bild ins Studio zu wuchten

Zwei starke Männer vom Dreh-Team waren nötig, um das XXL-Bild ins Studio zu befördern, Hier machte sich die Expertise über das Kunstwerk her. „Es ist eine alte Leinwand, es ist Öl auf Leinwand – und es ist ein sehr schöner, opulenter Rahmen“, stellt Kunst-Experte Colmar Schulte-Goltz fest.

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Er komme aus dem Ende des 19. Jahrhunderts, sei sehr gut erhalten – und biete alles, was einen solchen Rahmen prunkvoll macht. Aufgrund des Zustands legt er einen Wert fest, der die beiden Kandidatinnen überrascht: 1500 bis 1800 soll das Gemälde aufgrund des Rahmens wert sein! Das überrascht sogar Moderator Horst Lichter.

Der Rahmen ist vergoldet, mit unzähligen Ornamenten verziert. Foto: Youtube/ZDF

Auch den Händlern fällt auf, dass der Rahmen das eigentlich Schätzchen ist. Das erste Gebot fällt mit 480 Euro, bei 550 Euro stocken die Händler. „Die Expertise lag bei 1500 bis 1800 Euro“, merkt die Kandidatin an. Dann steigern sich die Gebote. 750, 800, 900 Euro. Am Ende schlägt Händler Julian Schmitz-Avila zu. „Ich war einfach sprachlos im ersten Moment. Ich musste diesen prunkvollen Rahmen unbedingt haben!“ 950 Euro gehen über den Tresen, mit einem besonderen Deal. Er behält den Rahmen, Kollege Walter Lehnertz („Waldi“) nimmt ihm für 250 Euro das Bild ab.

Dieses Video zeigt den irren Verkauf des Gemäldes.

Video: Youtube

Was aber macht man mit einem leeren Rahmen? Das zeigte Schmitz-Avila jetzt auf Youtube! „Tatsächlich war ich vor kurzer Zeit erst bei einer befreundeten Händlerin, wir kriegen immer mal wieder Rahmen aus dieser Zeit angeboten. Die Bilder, die oftmals darin hängen, lassen sich in heutigen Haushalten kaum noch zeitgemäß unterordnen“, erklärt er. Sie habe aus der Not eine Tugend gemacht, verwende solche Rahmen für Spiegel.

Der Rahmen wird aufpoliert, kleine Schäden werden ausgebessert

Mit einem Restaurator ließ er den Rahmen aufpolieren, denn die Zeit hat an dem Stuckrahmen genagt. Staub hat sich angesetzt, hier und da gibt es kleine Schäden an der Vergoldung. Alles wird ausgebessert, außerdem ein Spiegelglas eingebaut. So entsteht am Ende eine ganz neue alte Antiquität.

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Und die Moral von der Geschichte: Wer selbst ein altes Gemälde auf dem Dachboden hat, sollte nicht darauf wetten, dass das Bild selbst am wertvollsten ist – manchmal muss für einen perfekten Händler-Deal eben nur der Rahmen passen.