Britney Spears streitet vor Gericht darum, ihr Leben zurückzubekommen. Imago/Future Image

Der erste Schritt in die Freiheit nach 13 Jahren Vormundschaft ist getan. Britney Spears hat mit „Greenberg & Traurig LLP“ eine prominente Anwaltskanzlei gefunden, die sie vertreten will. Laut eines Insiders beim Online-Magazin „TMZ“ soll sich einer der Star-Anwälte bereit erklärt haben, der Pop-Prinzessin zu helfen, endlich ihren Vater Jamie Spears als Vormund loszuwerden. Es handelt sich um den ehemaligen Bundesstaatsanwalt Matthew Rosengart, der unter anderem Stars wie Steven Spielberg, Ben Affleck und Sean Penn vertritt.

Britneys Vater wird versuchen, den Star-Anwalt abzulehnen

Matthew Rosengart soll bereits einen offiziellen Antrag ans Gericht gestellt haben, ihn offiziell als Rechtsbeistand für Spears zu bestimmen. Der Haken ist nämlich: Vormund Jamie Spears hätte sonst die Möglichkeit, Rosengart als Anwalt seiner Tochter abzulehnen. Was nicht ausgeschlossen ist, weil dieser aus seinem gut vergüteten Posten entfernt werden würde. Der Insider: „Rosengart wird argumentieren, dass Britney das verfassungsmäßige Recht hat, ihren eigenen Anwalt auszuwählen“.

Unterstützung bekommt Rosengart durch die American Civil Liberties Union (ACLU), die sich für amerikanische Bürgerechte einsetzt. Diese schickte ein offizielles Schreiben an das Gericht in Los Angeles, dass 25 weitere Bürgerrechts- und Behindertenorganisationen unterzeichnet haben. Zoë Brennan-Krohn, Sprecherin des Behindertenrechts-Projektes der ACLU: „Der sechste Zusatz zur amerikanischen Verfassung gibt jedem Bürger das Recht, sich einen Anwalt frei auszusuchen. Der California Superior Court muss das Recht von Spears und anderen Leuten mit geistigen und körperlichen Behinderungen bestätigen, damit auch diese frei und unabhängig in der Gesellschaft leben können.“

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Sollte Rosengart vom Gericht bestätigt werden, steht die schwerste Aufgabe für ihn noch bevor: Er muss die Richterin überzeugen, die Vormundschaft zu beenden, ohne dass seine Mandantin von einem Psychiater auf ihre geistige Gesundheit untersucht wird. Denn in den letzten Jahren hatten vom Gericht angeheuerte Experten für mentale Gesundheit immer wieder bestätigt, dass der psychische Zustand von Britney die Vormundschaft rechtfertigt.