Joana Zimmer steckte bei The Masked Singer im Kostüm der Alien-Pflanze Galax'Sis. Hier mit Moderator Matthias Opdenhövel. dpa/Rolf Vennenbernd

Es wurde spekuliert, geraten und gerätselt – und am Ende lagen die Zuschauer von „The Masked Singer“ mit ihren Vermutungen richtig! Am Sonnabend flog in der vierte Folge der Show die Alien-Pflanze „Galax’Sis“ raus, musste die Maske fallen lassen – dahinter steckte die blinde Sängerin Joana Zimmer (39). Dem KURIER verriet sie, welche Herausforderungen die Kostüm-Sause mit sich brachte.

„The Masked Singer“: Darum war Joana Zimmer froh über den Rauswurf

Zugegeben: Als in der Nacht zum Sonntag in der Live-Show die Maske fiel, war die Überraschung nicht wirklich groß. Schon seit Wochen tippten die Zuschauer auf Zimmer, aus zwei Gründen. Zum einen, weil ihre unverwechselbare Stimme an vielen Stellen zu hören war. Aber auch die Tatsache, dass die Pflanze Galax’Sis immer wieder von zwei Tänzern über die Bühne geführt wurde, heizte die Spekulationen an.

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KURIER erreicht Zimmer am Tag nach der Sendung – und hört Erleichterung. „Es war eine sehr schöne Show, aber ich bin auch etwas froh, dass ich jetzt wieder ich sein kann“, sagt sie. „Ich habe einen zweijährigen Sohn und einen wunderbaren Mann, beide haben mich sehr unterstützt. Aber mein Sohn versteht das mit der Geheimhaltung natürlich noch nicht. Und wenn man dann die Unterkunft nicht verlassen darf, ist es nicht einfach.“ Noch dazu habe der Nachwuchs gezahnt – „da ist man hin- und hergerissen zwischen Künstlerin und Mama“, sagt sie und lacht.

Galax'sis auf der Bühne von „The Masked Singer“. Ihre Tänzer führen sie an den grünen Ranken über die Bühne. dpa/Rolf Vennenbernd

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Trotzdem habe „The Masked Singer“ viel Spaß gemacht. „Nach meiner Babypause war das eine coole Sache, für einen absehbaren Zeitraum in etwas so künstlerisches abzutauchen.“ Aber natürlich bot die Show auch Herausforderungen. „Alle sagen, sie sehen unter den Masken schlecht. Nun sehe ich ja sowieso nichts. Aber noch dazu hört man auch schlecht. Dazu kommt, dass man unter der Maske weniger Luft hat.“

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Als Unterstützung hatte sie ihre „Space Brothers“ – zwei Tänzer, die sie an Ranken an den Seiten des Kostüms über die Bühne führten. Die Technik überlegten sich Zimmer, Choreographen und Kostümbildner gemeinsam. „Die Show ist so flexibel. Es geht gar nicht darum, ob etwas geht, sondern nur wie. Eigentlich muss man nur entschlossen sein, dass man performen will.“

Joana Zimmer: Ihr neues Album kommt bald auf den Markt

Trotzdem sei, außer in den Spekulationen, ihre Blindheit kein großes Thema gewesen. Trotzdem: „Wenn Menschen, ob mit oder ohne Handicap, sich davon inspiriert fühlen, ist das wunderbar.“ Auch in Deutschland gebe es im Umgang mit Menschen mit Handicap noch Verbesserungspotenzial, sagt sie. „Der Schlüssel ist, dass wir alle miteinander im Gespräch bleiben. Dass wir aufeinander zugehen und offen bleiben“, sagt Zimmer. „Jeder kann plötzlich ein gebrochenes Bein haben, nichts mehr hören oder sehen.“ Je mehr Barrierefreiheit es in allen Bereichen gebe, desto besser könne man aufeinander zugehen.

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Nach Zimmers Ausscheiden aus der Show sind noch sechs Masken im Rennen – in der nächsten Folge (Sonnabend, 20.15 Uhr, Pro.7) stehen noch der Gorilla, der Ork, der Seestern, der Dornteufel, die Discokugel und das Zebra auf der Bühne. Zwei Masken sollen fallen, bevor es ins Finale geht. Und Joana Zimmer? Sie macht weiter, hat gerade die Single „Just Hold Me Now“ auf den Markt gebracht, ein Album soll folgen. Und vielleicht klappt’s auch mal mit dem „Masked Singer“-Rateteam? „Ich habe mich ja nach der Show indirekt beworben“, sagt sie. „Denn man braucht ein gutes Gehör, um die Stimmen zu erkennen.“

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