Entertainer Ross Antony stand als Flamingo auf der „Masked Singer“-Bühne. Foto: ProSieben/Willi Weber

Das größte TV-Geheimnis des Frühlings ist endlich gelüftet! Am Dienstag lief auf Pro.7 das Finale der aktuellen Staffel von „The Masked Singer“ – Promis, die in Kostümen versteckt gegeneinander singen, zogen auch dieses Mal Millionen Zuschauer vor die Bildschirme. In der letzten Show mussten gleich vier Stars ihre Masken fallen lassen. KURIER sprach mit Gewinner Sasha, der im Dinosaurier-Kostüm steckte, mit Ross Antony, der den Flamingo spielte – und zieht Bilanz.

Für Fans der Pro.7-Show „The Masked Singer” war das Aufwachen am Mittwochmorgen schwierig. Denn der Nervenkitzel, der sie die vergangenen Wochen begleitete, ist verflogen. Alle Stars, die in den Kostümen steckten, wurden enthüllt, das größte TV-Rätsel ist gelöst. Überraschungen gab es kaum – unter den Masken der Final-Teilnehmer steckten die Stars, auf die die meisten getippt haben. Auf der Bühne standen die Schildkröte (Ex-„Modern Talking“-.Star Thomas Anders), der Leopard (Sängerin Cassandra Stehen), der Flamingo (Entertainer Ross Antony) und der Dino (Sänger Sasha).

Sänger Sasha steckte im Dinosaurier-Kostüm, gewann die Gesangs-Show

Letzterer räumte den Pokal ab, ging als Sieger aus der Show hervor. „Jetzt bin ich platt und glücklich – aber ich habe noch nicht ganz realisiert, dass es vorbei ist“, sagt Sasha nach der Show, als der KURIER ihn ans Telefon bekommt. „Man ist für die Show einfach acht Wochen in einem merkwürdigen Tunnel. Die Kollegen, die schon dabei waren, wissen, dass es harte Arbeit ist. Denn in so einem Kostüm zu singen ist nicht das, was man normalerweise macht.“

Er war die Schildkröte: Sänger Thomas Anders steckte bei „The Masked Singer“ im gepanzerten Kostüm. Foto: ProSieben/Willi Weber

Auch er musste bis zum Schluss geheim halten, dass er in der Show auf der Bühne steht. „Das war das schwerste: Die Familie und Freunde nicht einweihen zu dürfen“, sagt er. In Sashas Fall besonders brisant: Musiker-Kollege Rea Garvey, saß im Rate-Team– und der ist der beste Freund des Sängers. „Es war schon hart, ihn die ganze Zeit belügen zu müssen. Aber die Freundschaft leidet darunter natürlich nicht. Alle wissen, dass das zum Spiel gehört.“

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Zum Spiel gehören auch andere Dinge – das erzählte Ross Antony, der als glitzernder Flamingo auf der Bühne stand, dem KURIER. Beim Vogel-Kostüm war sogar unklar, ob eine Frau oder ein Mann darin steckt. „Deshalb musste ich hinter der Bühne aufs Frauenklo gehen, damit das Geschlecht ein Geheimnis bleibt“, sagt er und lacht. „Ich muss mich jetzt erstmal wieder umgewöhnen.“

Ross Antony quälte sich mit großen Brüsten und High Heels

Direkt nach der Show sei er auf der Toilette gewesen, bei den Frauen. Aber: Ohne Kostüm!  „Da wurde ich natürlich schief angeguckt.“ Die Brüste, die die Schneiderinnen dem Flamingo verpassten, seien erst zu groß gewesen. „Ich bekam beim Singen nicht genug Luft, deshalb mussten sie verkleinert werden.“ Und auch das Laufen auf High Heels habe er gehasst. „Was Frauen durchmachen müssen, ist schon irre“, sagt er und lacht.

Der Dino gewann die aktuelle „The Masked Singer“-Staffel, darunter steckte Sänger Sasha. Foto: ProSieben/Willi Weber

Trotzdem hatte er riesigen Spaß – die Zeit bei „The Masked Singer“ gehöre zu den schönsten seines Lebens. „Es hat Spaß gemacht, die Leute zu veräppeln!“ Nur Antonys Management wusste Bescheid – und Ehemann Paul Reeves. „Er ist Gesangscoach, übte mit mir die Songs, weil ich ja eine Frauenstimme singen sollte“, sagt der Entertainer. Auch für ihn selbst sei das Engagement wichtig gewesen. „Durch Corona bin ich fast anderthalb Jahre lang nicht live aufgetreten, darunter hat mein Selbstbewusstsein sehr gelitten. Die Show hat mir das zurückgegeben.“

Der Entertainer sorgte auch für den emotionalsten Moment der Staffel

Ross Antony sorgte auch für den emotionalsten Moment der Staffel: In der Final-Show sang er den Superhit „You Are the Reason“, brach unter der Maske schluchzend in Tränen aus. Warum? „Mein Papa ist vor vier Jahren gestorben, er war mein größter Fan – und ich weiß, dass ihm diese Show so viel Spaß gemacht hätte. Er hat mich nach Auftritten immer angerufen und mir gesagt, was er toll fand und was nicht. Das war für mich unglaublich schön.“

Im Leoparden-Kostüm steckte bei „The Masked Singer“ Sängerin Cassandra Steen. Foto: ProSieben/Willi Weber

Unglaublich schön war es offenbar auch für die Zuschauer: Auch die vierte Staffel der Masken-Sause erzielte Traumquoten. Die Geheimniskrämerei begeistert einfach viele, trotz einer Flut an Werbeunterbrechungen, die auch dieses Mal kritisiert wurde. Auch die Erwartungshaltung der Fans wurde in Staffel vier nicht ganz erfüllt – manche Demaskierungen blieb unspektakulärer als gedacht.

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So wurde im flauschigen Quokka-Kostüm Show-Legende Thomas Gottschalk vermutet, am Ende war’s Schauspieler Henning Baum. Trotzdem bot „The Masked Singer“ wieder hervorragende Unterhaltung, die vor allem eines ist: liebevoll gemacht. Kostüme, Show, Tänzer, Inszenierung, Hinweise – dass die Macher mit viel Freude am Werk sind, erkennt man an jedem Detail.

Am Anfang der finalen Show von „The Masked Singer“ durften alle Kandidaten noch einmal auf die Bühne. Foto: ProSieben/Willi Weber

Das findet auch Sieger Sasha. „Die Aufgabe der Sendung ist es, die Menschen zu unterhalten – und das macht die Show in Perfektion.“ Er selbst rät allen Kollegen dazu, mitzumachen, wenn sie gefragt werden. „Es ist einfach eine irre Zeit. Wenn man Spaß an neuen Erfahrungen hat und die eigene Komfortzone verlassen möchte, sollte man es unbedingt machen.“

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Die Zuschauer dürfen schon jetzt gespannt sein, wer als nächstes in die Kostüme schlüpft, denn die fünfte Staffel steht schon in den Startlöchern: Im Herbst soll das TV-Rätsel mit neuen Stars und neuen Kostümen von vorn beginnen. Leider erneut am Dienstag, heißt es. Das bleibt trotz allem Lob einer der Kritikpunkte: Warum wird „The Masked Singer“ nicht zur Freitag- oder Samstagabend-Unterhaltung, damit jeder bis zum Schluss zuschauen kann? Das Zeug dazu hätte das Format in jedem Fall.