Margot Hellwig (78) hat 2014 eine Brustkrebs-OP überstanden. Sie rät allen Frauen, sich regelmäßig untersuchen zu lassen. Foto: Patrik Seeger/dpa

Nicht nur die Freunde der Volksmusik kennen Margot Hellwig (78), die einst mit ihrer Mutter Maria ein überaus erfolgreiches Alpen-Duo bildete. Jetzt verriet die Sängerin in einem Interview ein gut behütetes, trauriges Geheimnis.

Ihre Hits wie „Servus Gruezi und Hallo“ verleiteten immer zum Mitsingen. 2015 beendete sie ihre Karriere mit dem Lied „Sag beim Abschied leise Servus“, das Margot Hellwig mit Florian Silbereisen in dessen Adventssendung vortrug. Was niemand wusste: Schon damals leidete sie an Brustkrebs.

Ihre Ärztin hat die Gefahr zunächst nicht erkannt

„Ich hatte 2014 Brustkrebs“, erklärt die Sängerin im Interview mit dem Magazin „Bunte“. Nach dem Duschen habe sie beim Abtrocknen „ein fremdes Gefühl in der Brust gespürt, keinen Knoten, sondern ein komisches Gefühl, dass da etwas Fremdes in meiner Brust ist“. Also sei sie zur Frauenärztin gegangen. Die erkannte es zwar nicht, doch Hellwig ließ nicht locker. Eine MRT-Untersuchung brachte schließlich Gewissheit. Es seien zwei Tumore gewesen.

"Das, was ich gespürt habe, war so eine Vorstufe. Und innen drin war ein kleiner aggressiver Tumor, und der hätte mir höchstwahrscheinlich in sehr kurzer Zeit große Probleme bereitet“, so Hellwig weiter. Sie unterzog sich schnell einer Operation. „Mir ist die rechte Brust abgenommen worden und aus meinem Bauchfett hat man dann eine Neue geformt und aufgebaut“, erzählt sie. Damit sei sie „sehr zufrieden“. Eine Chemotherapie musste sie nicht machen.

Es geht mir gut, ich bin soweit gesund. Mein Arzt sagt, ich bin alt, da würde der Krebs ohnehin langsam wachsen, wenn er wächst.

Sängerin Margot Hellwig im Mai 2020

Regelmäßige Untersuchungen sind nach einer solchen Diagnose und Behandlung Pflicht. Sie geht auf Nummer sicher und lässt sich „alle halben Jahre“ kontrollieren. Die Corona-Pandemie hat ihr jetzt allerdings einen Strich durch die Terminplanung gemacht. „Ich hätte jetzt auch wieder eine Vorsorgeuntersuchung gehabt, aber die habe ich wegen Corona auf den Herbst verschoben“, so Hellwig. Sie habe aber keine Angst. „Es geht mir gut, ich bin soweit gesund. Mein Arzt sagt, ich bin alt, da würde der Krebs ohnehin langsam wachsen, wenn er wächst.“