Die Finalpärchen der letzten Staffel von Love Island UK. Instagram/Loveisland

Die Dating-Show „Love Island“ begeistert TV-Zuschauer aus verschiedenen Ländern. Es ist eines der beliebtesten Dating-Formate aller Zeiten und vor allem in Deutschland zeigt sich das Format immer wieder deutlich fortschrittlicher als vergleichbare Shows. Doch eine Sache war Fans in vielen Ländern bislang ein Dorn im Auge: die vielen Klamotten, die das Phänomen Fast Fashion immer weiter befeuern. Nun will man „Love Island“-Mutterland Großbritannien gegensteuern.

„Love Island“ und Fast Fashion

Unter Fast Fashin (deutsch: schnelle Mode) versteht man ein Geschäftsmodell, bei dem die Kollektionen schnell und trendbezogen designt, produziert und verkauft werden. Das Modell steht in vieler Hinsicht in der Kritik. So verursacht die immer weiter anwachsende Produktion von Kleidung immer mehr CO2, zudem entsteht durch immer neue Kollektionen auch immer neuer Kleidungsmüll. Auf der anderen Seite werden bei der Herstellung von Fast Fashion die Arbeiterinnen und Arbeiter oftmals extrem ausgebeutet.

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Formate wie „Love Island“ können sich dem Vorwurf, den Fast Fashion-Trend zu befeuern kaum erwehren. Schließlich werden auch in diesem Format ständig die Klamotten gewechselt - und die Kandidatinnen und Kandidaten werden auch mit einer gesponsorten Garderobe zu ständigen Kleiderwechseln aufgefordert. Und den Kleider-Sponsoren wird eben vorgeworfen, Fast Fashion zu fördern.

„Love Island“ steht für viele Klamotten

Das gilt für die britischen Marken „Missguided“ und „I Saw It First“ genauso wie in Deutschland, wo „About You“ als Kooperationspartner bekannt, ist. Der Modehändler wirbt zwar immer wieder mit Nachhaltigkeit, doch mehrere Recherchen zeigten, dass bei vielen Produkten genaue Angaben fehlen und viele Produkte auch zu Rohstoffen führen, die eben nicht fair gehandelt werden.

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Auch beim deutschen Love Island werden oft Klamotten gewechselt. RTL2

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In Großbritannien könnte nun aber eine Zeitenwende erfolgen. Denn wie die BBC berichtet, hat „Love Island UK“ einen neuen Kleidersponsor: Ebay! Schon in der kommenden Staffel, die am 6. Juni startet, sollen die Kandidatinnen und Kandidaten neben neuen Klamotten auch mit Second-Hand-Outfits der Plattform ausgestattet werden. Das Ziel sei es, den Trend von Fast Fashion und die Folgen für Umwelt und Menschen zu beenden.

„Love Island“ will nachhaltiger werden

Die „Love Island“-Chefs erklärten, man wolle sich mit Ebay als Partner um eine umweltfreundlichere Produktion bemühen und mit den Second-Hand-Klamotten im Fernsehen vielleicht einen Anreiz schaffen, dass auch Zuschauer ihre Einkaufsgewohnheiten verändern.

Das soll sogar direkt von der Show unterstützt werden. Denn über die „Love Island“-App oder die Website von Ebay sollen Zuschauer direkt auf einen „Shop the Look“-Reiter zugreifen können, um ähnliche Outfits wie die Kandidatinnen und Kandidaten zu kaufen.

Und was passiert in Deutschland? Vorerst erstmal nichts. Das liegt aber wohl vor allem daran, dass es in diesem Jahr keine weitere „Love Island“-Staffel geben wird. RTL2 und die Produktionsfirma ITV haben das Experiment mit zwei Staffeln im Jahr beendet und damit wohl der Unzufriedenheit vieler Fans Rechnung getragen. Nach der starken vierten Staffel mit Chiara Antonella, Aurelia Lamprecht und Henrik Stoltenberg konnte nur die fünfte Staffel mit Bianca Balintffy, Greta Engelfried und Paco Herb noch überzeugen. Nun hat man sich entschieden, zu einer Staffel pro Jahr zurückzukehren.

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Wenn es dann im Jahr 2023 auf die nächste „Love Island“-Staffel zugeht, wird man sich überlegen müssen, ob man nicht vielleicht auch nachhaltige oder sogar Second-Hand-Mode in den Mittelpunkt rückt. Anbieter gäbe es sicher genug.