Goofy (l) und sein Sohn Max sind in der Walt Disney Produktion „Der Goofy Film“ auf dem Weg zum Angeln. dpa

Entenhausen kann sich auf ein großes Fest freuen: Der liebenswerte Chaot Goofy wird am 25. Mai 90 Jahre alt. Im Jahr 1932 hatte er im Zeichentrickfilm „Mickeys Revue“ seinen ersten Auftritt. Noch ganz ohne Namen und auch ohne Sprache lacht er glucksend über den Hund Pluto, der auf einer Bühne einer Katze hinterherjagt. Nur sieben Jahre später erhält Goofy für seinen Auftritt im Film „How to play football“ bereits eine Oscar-Nominierung.

Der Streifen gehört zu einer 24-teiligen Serie, in der er mit langen Schlappohren und Überbiss unterschiedliche Sportarten präsentiert. Die Experimente verlaufen ebenso komisch wie desaströs und sind am Ende das beste Beispiel dafür, wie man Sport besser nicht betreiben sollte.

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Im frühen Film „Die Viehdiebe“ heißt er noch „Dippy Dawg“, was auf Deutsch ungefähr „verrückter Hund“ bedeutet. Und das kennzeichnete auch seine Rolle: Er war ein tollpatschiger, verrückter Streichespieler, dessen glucksendes Lachen sein Markenzeichen wurde und bis heute ist.

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Schnell gewinnt Goofy - wie er seit 1936 heißt - die Freundschaft von Micky Maus und Donald Duck. In etlichen Comicfilmen treten sie als Trio auf, etwa in „Mickey's Service Station“ aus dem Jahr 1935. Wenig später trägt er bereits seine typische Kleidung: eine hohe, blaue Mütze und einen roten Pullover mit schwarzer Weste, dazu braune Riesenschuhe mit einem Loch in der Sohle.

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Zwischen 1979 und1988 erschien in Deutschland sogar ein eigenes „Goofy Magazin“. Verantwortet wurde es von der Übersetzerin und Chefredakteurin des „Micky-Maus Magazins“, Erika Fuchs (1906-2005).

Während seine Freunde Micky Maus und Donald Duck sich jeweils um ihre Neffen kümmern, verfügt der in den Tag hinein lebende Goofy über ein Alleinstellungsmerkmal unter den männlichen Bewohnern von Entenhausen: Er ist allein erziehender Vater eines Sohnes, Max.

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Goofy im Disneyworld in Orlando (Florida) Imago Images/ZUMA Wire

In der von 2001 bis 2003 produzierten Serie „Mickys Clubhaus“ ist Goofy der Oberkellner des Clubs, in „Micky, Donald, Goofy: Die drei Musketiere“ (2004) spielt er einen der drei Musketiere und schlägt sich dabei tapfer. Einige Jahrzehnte zuvor - 1965 - war es bereits zur Geburt von Supergoof gekommen: Goofy erlangt durch den Verzehr von Super-Erdnüssen ähnliche Kräfte wie Superman und macht fortan die Straßen in Entenhausen sicher. Auch als James-Bond-Verschnitt „James Goof“ kämpft der Held mit dem großen Herzen mit technischen Hilfsmitteln gegen das organisierte Verbrechen in der Comicmetropole.

„Wo wären Micky und Donald ohne ihren treuen Freund und die Einwohner Entenhausens ohne ihren Beschützer Supergoof?“, fragte anlässlich des runden Geburtstags die Egmont Ehapa Media. Der Verlag würdigte den meist ohne Stress und Ehrgeiz agierenden Goofy mit der Neuerscheinung „Goofy - 90 Jahre Chaos“ sowie mit einer Reihe von Taschenbüchern.

Mickey Mouse und Goofy in der „The Mickey Mouse Anniversary Show“ aus dem Jahr 1968 Imago Images/Everett Collection

Goofy denkt fast immer positiv und versucht in den meisten Situationen das Gute zu sehen - eine Eigenschaft, die ihn offenbar weltweit beliebt macht. Seine Abenteuer wurden in mehr als 30 Sprachen übersetzt: in Frankreich heißt er Dingo, in Portugal Pateta und in Finnland Hessu Hopo.