Müssen diese Favoriten in der nächsten „Let's Dance“-Show zittern? Die Promis Valentina Pahde (l.) und  Rúrik Gíslason gehören zu den besten Tänzern der Staffel. dpa

Bei eingefleischten „Lat’s Dance“-Fans sitzt der Schock noch immer tief. Nie zuvor in 13 Staffeln musste ein klarer Favorit so früh gehen wie am Freitagabend Nicolas Puschmann. Und auch wenn er und Profitänzer Vadim Garbuzow dank der Verletzung von Ilse DeLange, die aufgeben musste, als Nachrücker wieder im Rennen sind, bleibt die harte Wahrheit bestehen: Wenn nach dem Voting letzte Woche das erste rein männliche Tanzpaar die „Let’s Dance“-Bühne verlassen musste, trifft es heute vielleicht schon wieder einen Favoriten. Der KURIER rechnet es vor.

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Dass das nicht jeder verstehen konnte, wie mit Nicolas Puschmann und Vadim Garbuzow ausgerechnet eines der Paare gehen musste, die von der Jury zu Recht und immer wieder in den letzten Wochen mit Bestnoten bedacht wurden, muss erstmal aufgelöst werden. Immerhin blieb da so manch ein Zuschauer vor dem TV ratlos zurück, wie das rein rechnerisch überhaupt geht.

So wird das „Let’s Dance“-Jury-Ranking umgerechnet

Dazu muss man wissen: Die Jury-Wertung setzt sich zusammen aus den Punkten für den Einzeltanz und denen für die Leistung im „Let’s Dance“-Discofox-Marathon. Bei letzterem gab es für den Sieger 10 Punkte (Lola Weippert), für den letzten einen Punkt (Ilse DeLange). Nicolas Puschmann wurde hier Vierter, bekam also vier Punkte zu den 27 Punkten aus dem Einzeltanz dazu. Damit lag er nach dem Jury-Voting auf Platz vier hinter Lola Weippert , Rúrik Gíslason und  Valentina Pahde.

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Fassungslosigkeit: Nicolas Puschmann und Vadim Garbuzov sind als Favoriten in „Let’s Dance“-Show acht gegangen, mussten am Ende aber gehen.

Was viele nicht wissen: Dieses Jury-Ranking wird umgerechnet in Punkte. Das heißt, der Sieger bekommt sieben Punkte, der Zweite sechs Punkte und so weiter. Auma Obama lag also vor dem Zuschauer-Voting mit nur einem Punkt auf dem letzten Platz. Und eben dieses Voting wird in dieselben Punkte umgerechnet, diese zählen bei einem Gleichstand also mehr.

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Heißt im konkreten Fall: Schon vor der Bekanntgabe der Stimmauszählung war klar, dass Auma Obama dabei bleibt, wenn auch nur ein Zuschauer mehr für sie anrufen würde als für Simon Zachenhuber, der nach dem Jury-Urteil nur Vorletzter war.

Aber: Der Boxer hat offenbar richtig viele Fans, die für ihn anrufen. Anders ist es nicht zu erklären, dass er nicht einmal zittern musste. Er muss bei den Anrufen mindestens Dritter geworden sein. Das müssen nämlich in der Regel die letzten Drei. Und das waren neben Nicolas Puschmann eben Auma Obama und die verletzte Ilse DeLange, bei der die Jury schon ihre Zweifel äußerte, ob sie rein körperlich überhaupt noch eine Woche weitertanzen kann.

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Bei „Let’s Dance“ geht es nicht nur im tänzerische Qualitäten

Heißt konkret: Die Schwester des ehemaligen US-Präsidenten muss im Zuschauervoting mindestens drei Plätze besser als der Ausgeschiedene gewesen sein, um den Rückstand aufzuholen und gleichzuziehen, wurde unter den Zuschauern also mindestens Vierte, wenn Nicolas Puschmann die wenigsten Anrufe bekam. Damit würde bei Punktgleichheit die höhere Punktzahl des Telefonvotings zugunsten von Auma entscheiden.

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Simon Zachenhuber muss eine große Fangemeinde haben, die für ihn anruft. Sonst wäre er nicht ohne Zittern in „Let's Dance“-Show neun gekommen.

Weil also Simon Zachenhuber bei den Anrufen mindestens Dritter geworden sein muss, können entweder Lola Weippert, Rúrik Gíslason oder Valentina Pahde bei bei der Auszählung der Zuschauerstimmen nur unter den letzten drei Teams gewesen sein. Wenn Nicolas nicht Letzter war, hatten sogar zwei der Top-Drei-Paare mit die wenigsten Anrufer.

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Und das bedeutet auch, dass es für genau dieses Paar auch am kommenden Freitag in Show neun richtig eng werden könnte. Bei „Let’s Dance“ kommt es neben den tänzerischen Qualitäten nämlich immer auch auf die Beliebtheit an.

Dessen sind sich die Paare bewusst, das  zeigen die aktuellen Social-Media-Aktivitäten der Promis und auch der Profis. Die rühren schon jetzt ordentlich die Werbetrommel, bedanken sich mehr denn je für jeden Anrufer und betonen, wie wichtig das Telefonvoting sei. „Es wird einem noch mehr bewusst, wie wichtig die Anrufe und eure Unterstützung sind. Danke euch von Herzen, dass wir weitertanzen dürfen“, schreibt  Renata Lusin, die mit Fußballer Rúrik Gíslason berechtigt Hoffnungen aufs Finale hat – zumindest wenn es nach der Meinung der Jury geht.

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