Die Juroren Jorge Gonzalez (l.), Motsi Mabuse und Joachim Llambi vergeben auch heute wieder hoffentlich viele Punkte an die Promis und Profis. dpa

Sieben Paare sind noch im Rennen um den Titel des „Dancing Stars 2021“. Heute Abend geht die aktuelle Staffel von „Let's Dance“ bereits in die achte Runde. 

Und da gibt es ein Comeback und eine Weltpremiere: Mickie Krause, der eigentlich schon ausgeschieden ist, kehrt zurück. Allerdings schwingt er sein Tanzbein nur bedingt. Er tut heute Abend das, was er am besten kann. Dass das nicht tanzen ist, hat er ja schon unter Beweis gestellt. Deshalb drückt ihm Chef-Juror Joachim Llambi auch lieber ein Mikrofon in die Hand. „Mickie wird beim Discofox-Marathon alle Lieder live singen“, verkündet er. Acht Minuten am Stück, acht Minuten, die die Promis auch durchtanzen müssen.

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Die „Let's Dance“-Moderatoren Victoria Swarovski und Daniel Hartwich freuen sich auf den Discofox-Marthon. dpa

Und wie gut kennen sich die Stars mit den Songs des Ballermann-Sängers aus? „Ich bin nicht der klassische Ballermann-Besucher“, verrät Valentina Pahde. Eine andere hingegen ist ganz Feuer und Flamme. „Ballermann ist mein zweites Zuhause!“, versichert Lola Weippert und ist bei Stimmungsmusik kaum zu halten.

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Der Discofox-Marathon steht also auf dem Plan. Für „Let’s Dance“-Moderator Daniel Hartwich ist das wie „Karneval und Oktoberfest zusammen“. Vor lauter Vorfreude auf die Live-Performance von Mickie Krause, moderiert er den Abend mit Mickie-Krause-Gedächtnis-Perücke. Los geht’s aber mit den ersten Einzeltänzen.

Der aktuelle Punktestand der „Let's Dance“-Stars:

Nicolas Puschmann steppt sich zu 27 Punkten

Nicolas Puschmann und Vadim Garbuzov tanzen einen Quickstep zu „Wonderwall“ von Oasis. Nachdem die beiden in der vergangen Show nur 23 Punkte bekamen, war in der Trainingswoche wieder Vollgas angesagt. Immerhin habt das erste reine Männerpaar der „Let's Dance“-Geschichte einen Ruf zu verteidigen – nämlich den, der Mit-Favoriten auf den Titel.

In Fracks und mit Hüten starten die beiden in den Tanz, der als Champagner der Standard-Tänze gefeiert wird. Viel Synchronität, schöne Übergänge, tolle Solos und zum Schluss noch eine Hebefigur von Nicolas Puschmann, der hinterher scherzend jammert: „Vadim ist ganz schön schwer.“ Die Jury ist begeistert. „Das war einfach geil“, meint Jorge Gonzalez. „Es war viel Hollywood“, lobt auch Joachim Llambi. Aber er der „Prince Charming“ hätte manchmal weicher tanzen sollen. Für 30 Punkte reicht das nicht, aber 27 Punkte sind auch ein starker Start in den Abend.

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Nicolas Puschmann und Vadim Garbuzov tanzen in der achten Show einen Quickstep zu „Wonderwall“ von Oasis. dpa

Lola Weippert lässt „Let's Dance“-Chef-Kritiker staunen

Lola Weippert und Christian Polanc tanzen einen Charleston zu „Bom Bom“ von Sam and the Whomp. Dazu kommt der Discofox. Eine echte Herausforderung. Lola Weippert hatte schon in der vergangen Woche Schwierigkeiten, sich zwei Choreografien zu merken. „Ich habe ja ein kleines Erbsenhirn“, meint sie selbst über sich. Also muss ihr Profitänzer Profi Christian Polanc während der Auftritte die Tanzschritte zuflüstern. Ob das auch heute notwendig ist? Und pb die beiden wieder im roten Licht zittern müssen?

„Beim Charleston kann ich endlich mal den Wahnsinn rauslassen“, kündigt die Moderatorin an. Und bewirft ihren Partner im Einspieler mit Kuchen. Blöd nur, dass sie nicht trifft, der Konter aber mitten in ihrem Gesicht landet. Aber zurück auf die Bühne. Da sieht alles verdammt nach 50ern aus. Der Hausfrauen-Kittel der ersten Sekunden weicht zum Glück zügig einem traumhaften Tanzkleid. Die Geschichte des Tanzes, der Hausfrau, die ihren Mann betüddeln soll, ist witzig dargestellt. Und am Ende landet Christian Polanc' Gesicht dann doch im Kuchen. 

Action von vorn bis hinten, das war wirklich klasse. „Das war dein bester Tanz“, findet Motsi Mabuse. „Das war großes Kino“, meint auch „Let's Dance“-Chef-Kritiker Joachim Llambi. Das reicht für insgesamt 27 Punkte. So viele Punkte hatte die Moderatorin noch nie.

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Lola Weippert und Christian Polanc tanzen einen Charleston zu „Bom Bom“ von Sam and the Whomp. dpa

Auma Obama: Zu wenig Paso Doble im Paso Doble

Um Auma Obama und Andrzej Cibis ist es ruhig geworden. Nach den Schocknachrichten für die Halbschwester des ehemaligen US-Präsidenten, als ihre Oma und Mutter binnen kürzester Zeit verstarben, während sie für die Zuschauer tanzte. Jetzt ist sie ein wenig zur Ruhe gekommen. Heute Abend tanzt Auma Obama mit Andrzej Cibis einen Paso Doble zu „Run The World (Girls)“ von Beyoncé.

Doch wo normaler Weise der Mann den Hut auf hat, verändern die beiden die Charakteristik des Tanzes passend zum Lied. Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau wird zum Motto. Andrzej Cibis als starker Matador führt eine bezaubernde Auma Obama übers Parkett. Motsi Mabuse sieht viele Verbesserungen: „Von Woche zu Woche ist eine Steigerung da.“ Allerdings gab es nicht einen einzigen Fersenschritt – das hätte den Charakter des Tanzes unterstrichen und fehlte leider komplett. Technisch hätte einiges besser sein können. 19 Punkte gibt es für die beiden.

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Auma Obama tanzt mit Andrzej Cibis einen Paso Doble zu „Run The World (Girls)“ von Beyoncé. dpa

Ilse DeLange tanzt mit 1½ Beinen – bekommt unfassbare 24 Punkte. Humpelt sie in Runde neun?

Ilse DeLange und ihr Profipartner Evgeny Vinokurov mussten vergangene Woche aussetzen, weil ihr rechter Fuß verletzt war. Noch ein Freilos wird ihr RTL sicher nicht schenken. „Wir werden tanzen, sowieso. Denn wir haben uns etwas ganz besonderes ausgedacht“, erklärt die Sängerin. Sie tanzen einen Contemporary zu „Take Me To Church“ von Jasmine Thompson. Aber: Voll belastbar ist Ilsa DeLanges Fuß auch einen Tag vor der Show nicht gewesen.

Evgeny Vinokurov verrät: „Das Training war eine Herausforderung, wir hatten nur 3 ½ Beine.“ Und deshalb hat er die Choreo emotional und von den Bewegungsabläufen auf Ilses Geschichte umgemünzt. „Ich habe versucht, die Choreo so aufzubauen, dass ich sie überall unterstütze und fange aus verschiedenen Winkeln. Und dass es alles mehr oder weniger auf einem Bein passiert.“

Ein Glück, dass es beim Contemporary vor allem um die Botschaft geht, die der Tanz vermittelt und weniger um die Schritte. Dann eigentlich war das mehr ein Schauspiel. Beeindruckend, wie man ein Tanz beinah ohne jede Belastung auf das kaputte Bein auf die Bühne zaubern kann. „Gänsehaut“, meint Motsi Mabuse. Auch Joachim Llambi war beeindruckt. Und äußert dennoch Bedenken: „Wenn ich dich hier zum Mikrofon humpeln sehe, weiß ich nicht, wie das nächste Woche mit zwei schweren Tänzen gehen soll.“ Muss die Sängerin das Handtuch werfen? Für diesen Abend gibt's erstmal 24 Punkte. 

Bleibt die Frage: Kommt Ilse DeLange wirklich weiter, wie geht es dann weiter? Kaum vorstellbar, dass der Fuß die Belastung, die von Woche zu Woche größer wird, überhaupt tragen kann. Setzt sich die Niederländerin zu sehr unter Druck? Schadet sie sich am Ende selbst? Kommt es zum Ermüdungsbruch, wäre das der Super-Gau.

Ilse DeLange und Evgeny Vinokurov mussten letzte Woche wegen einer Verletzung aussetzen, heute Abend tanzen einen Contemporary zu „Take Me To Church“ von Jasmine Thompson. dpa

Bei Boxer Simon Zachenhuber und seiner hübschen Partnerin wird es heiß

Simon Zachenhuber und Patricija Belousova tanzen eine Rumba zu „Vermissen“ von Juju und Henning May. Das kann nur ein verdammt heißer Auftritt werden. Immerhin ist die Rumba einer der Tänze mit dem meisten Sex-Appeal. Und schon letzte Woche brannten die beiden ein Feuerwerk ab: Ein brennendes Feuer-Herz auf der Bühne, das Paar in Neon-Gelb, Wahnsinns-Hüftschwünge in mini-kurzem Rock, der Sportprofi, der blank zieht und mit nacktem Oberkörper die Salsa tanzte – geht da heute wirklich noch mehr?

Technisch auf jeden Fall. Und auch das Netz-Babydoll von Patricija Belousova ruft heiß, heißer, dieser Auftritt. Da muss man schon aufpassen, dass man seine Augen überhaupt noch auf das Tanzen richten kann. Juror Joachim Llambi kann das auf jeden Fall, findet einiges Gutes und hat doch viel zu meckern. Und dann doch wieder einzuordnen: „Natürlich kann man nicht in ein paar Wochen lernen, was andere Jahre lang üben. Aber wir müssen das hier einfach ins Verhältnis zu den anderen Tanz-Paaren setzen.“ Von der Jury gibt es 22 Punkte.

Simon Zachenhuber und Patricija Belousova tanzen heute Abend eine Rumba zu „Vermissen“ von Juju und Henning May. dpa

Rúrik Gíslason, steifer Fußballer aus Island mit einer Mega-Samba

Heiße Rhythmen, große Gefühle: Rúrik Gíslason und Renata Lusin tanzen heute Abend eine Samba zu „Iko Iko“ von Justin Wellington und Small Jam. Gibt es dafür die nächsten 30 Punkte? Dass der Frauenschwarm das mit dem Hüftschwung hinkriegt, daran dürfte zumindest kein Zweifel bestehen. Partnerin Renata Lusin verspricht: „Leute, wir werden so krachen. Das wird so geil.“

Noch im Einspieler äußert Rúrik Gíslason Zweifel. „Ich bin ein steifer Fußballer aus Island“, sagt er, als Renata Lusin ihm das Bouncen beibringen will. Doch auf der Bühne ist davon nichts mehr zu sehen. Wie die beiden über das Parkett wirbeln, ist einfach eine andere Leistungsstufe als bei den zuvor gesehenen Paaren. Von der Konkurrenz gibt's Standing Ovation. „Du machst Sachen, die einfach so exzellent sind“, ist Motsi Mabuse aus dem Häuschen. Joachim Llambi ist da nicht ganz bei ihr. „Es war energiegeladen, es war eine Samba. Aber die Verbeugung vor dem Publikum war noch besser als die Bewegung im Tanz“, kritisiert er. Das werden keine 30 Punkte. Aber 26. Das ist derzeit Platz drei. 

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Rúrik Gíslason und Renata Lusin tanzen in der achten Show eine Samba zu „Iko Iko“ von Justin Wellington und Small Jam. dpa

Valentina Pahde patzt – und tanzt sich trotzdem auf Platz eins

Ihr Tanz in der letzten Woche war ein Rekord für die Ewigkeit. Der Wiener Walzer in einem traumhaften, fast durchsichtigen, überall glitzer-funkelnden Kleid, mit richtig viel Gefühl, Kreisel um Kreisel – Gänsehaut! Da stand sogar Chef-Kritiker Joachim Llambi auf für Valentina Pahde und Valentin Lusin – ein seltener Moment. 30 Punkte – das gab es noch nie für einen Wiener Walzer. Doch wie gehen die zwei mit dem Riesen-Druck der Favoriten-Rolle um? Valentina Pahde und Valentin Lusin tanzen heute Abend einen Charleston zu „Hot Honey Rag“ von Chicago Orchestra.

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Dafür greift die hübsche GZSZ-Schauspielerin zur Parklücke – um sich zu verstecken? Muss sie gar nicht. Schwungvoll legt sie mit einem Solo los. Die Beine zappeln und sie zappeln synchron mit den von ihrem Partner. Als dann auch noch die Hüllen fallen, sie in einem Hauch von Nichts ihre Show abzieht... das Publikum würde es von den Sitzen reißen, wenn es eins gäbe. Schade drum.

Auch schade ist, dass Motsi Mabuse in ihrer Kritik verpetzt, dass sich der GZSZ-Star vertanzt hat. Das hätte wohl kaum ein TV-Zuschauer gesehen. Sie findet Valentina Pahde trotzdem „eine Bombe“. „Diese Leichtigkeit, diese Bühne-Präsenz - das ist einfach genau dein Ding“, findet auch Jorge Gonzalez. Und Joachim Llambi findet den Tanz „großes Kino“, auch wenn die 30 Punkte diesmal stecken bleiben. Live ist live – da zählen eben nur die 90 Sekunden, und die müssen für 30 Punkte fehlerfrei sein. Für 27 Punkte und Platz eins gemeinsam mit Nicolas Puschmann und Lola Weippert reicht es trotzdem.

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Valentina Pahde und Valentin Lusin tanzen heute Abend einen Charleston zu „Hot Honey Rag“ von Chicago Orchestra. dpa

Lola Weippert gewinnt Live-Discofox-Marathon mit Mickie Krause

Zu diesen Mickie-Krause-Hits tanzen die „Let’s Dance“-Paare den Discofox-Marathon:

  • „Schatzi schenk mir ein Foto“
  • „Eine Woche wach“
  • „Biste braun, kriegste Fraun“
  • „Reiß die Hütte ab“
  • „Nur noch Schuhe an“
  • „Jan Pillemann Otze“
  • „Geh mal Bier hol'n“

Bis auf Lola Weippert und Nicolas Puschmann scheint keiner der Promis jemals zuvor etwas vom Discofox gehört zu haben. Entsprechend lustig ist das Training. „Leben am Limit mit Mickie Kraus und Co.“, lacht Valentina Pahde und bekommt sich bei den Texten beinah nicht mehr ein. Doch das Prinzip auf der Bühne ist einfach: Nach jedem Hit fliegt ein Paar raus. Wer am längsten drin bleibt, bekommt am meisten Punkte.

dpa
Rocken den Discofox-Marathon: Rúrik Gíslason und Renata Lusin.

Los geht's mit „Schatzi schenk mir ein Foto“. Die Jury schickt zu erst Ilse DeLange vom Parkett. Das war mit Ansage. „Eine Woche wach“ sind die Tanzpaare nicht, auch wenn sie viel trainieren. Simon Zachenhuber hätte in diesem Fall mehr tun müssen, muss nun als zweites gehen. Als nächstes singt Mickie Krause „Biste braun, kriegste Fraun“, das Lied ist das Aus für Auma Obama. „Reiß die Hütte ab“ bedeutet das Ende für Nicolas Puschmann. Die drei punktstärksten Teams von den Einzeltänzen sind bei „Nur noch Schuhe an“ noch im Rennen. Valentina Pahde muss gehen. „Jan Pillemann Otze“ war der letzte Song für Rurik Gislason. Damit gewinnt Lola Weippert den Discofox-Marathon. Und  darf „Geh mal Bier hol'n“ noch tanzen. Das bedeutet auch, dass sie zum ersten Mal nach der Jury-Wertung an der Spitze der Wertung steht. Zittern wird die Moderatorin heute wohl nicht müssen.

Raus ist ...

Chef-Juror Joachim Llambi freut sich auf die kommende Woche und gibt einen Ausblick: Der Magic Moment steht an. Dazu muss jedes Paar einen zweiten Tanz für ein Duell einstudieren. Aber wer ist da nicht mehr dabei? Ilse DeLange muss zittern. Das hatte sich abgezeichnet. Auch Nicolas Puschmann steht im roten Licht, genau wie Auma Obama. Am Ende scheidet Nicolas Puschmann aus. Unfassbar! Als Mit-Favorit war er in die Show gegangen, jetzt ist er raus. Der Schock sitzt bei allen im Studio tief. Aber entschieden haben das die Zuschauer.

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Ilse DeLange dagegen ist weiter. Dass ihr Fuß eine weitere Show durchsteht, kann man sich kaum vorstellen.