Schauspieler Tijan Njie und seine Profi-Tanz-Partnerin Kathrin Menzinger bei einem Auftritt bei „Let's Dance“ im März. 
Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Mit viel Energie tanzte sich Schauspieler Tijan Njie (28) durch das Halbfinale der RTL-Tanzsendung «Let's Dance»: Am Freitagabend galt es, gleich drei Auftritte zu bewältigen. Nach einem Quickstep, einem Paso Doble und einem improvisierten Wiener Walzer wählten Jury und Publikum ihn aber nicht ins Finale.

«Jetzt kommt es wirklich auf Kleinigkeiten an», sagte Juror Joachim Llambi. «Wir haben hier vier sensationelle Paare, irgendwo müssen wir ja differenzieren.» So kam es, dass Njies Paso Doble von der Jury zwar gut bewertet wurde - der Auftritt von Kletterer Moritz Hans (24), der ebenfalls einen Paso Doble zeigte, aber noch etwas besser.

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Vorbei... Wie gerne würde ich jetzt an der Freestyle Choreo für uns arbeiten - stattdessen liege ich auf der Couch und versuche meine Gefühle über den gestrigen Abend in Worte zu fassen. It just feels ultraweird and kinda wrong... like an incomplete journey. Wie ein nicht zu Ende gegessenes Donut🍩😂👏🏻Just way worse:) Fast 3 Monate sind vergangen seit wir uns kennengelernt haben... Ich wusste von Anfang an dass wir beide gut miteinander harmonieren würden - und ich hatte sowas von Recht💯🥰 Wir haben so unglaublich viel zusammen erlebt, soviele Erfolge gefeiert, soviele Hürden überwunden, soviele Opfer gebracht... und dabei immer nur den nächsten Tanz im Kopf gehabt. Wir sind immer auf volles Risiko gegangen - 100% TeeKay Vibez Style🔥🕺🏾💃🏼 Und auch wenn das oft auf Kritik gestoßen ist - (zumindest bei einem Drittel der Jury;) Wir sind uns selbst, und unserer Vorstellung, wie unsere Tänze aussehen sollen, immer treu geblieben. Wir haben gemeinsam einen großen Traum verfolgt- nämlich zusammen die 13. Staffel Let's Dance zu gewinnen. Dieser Traum ist gestern geplatzt- und das müssen wir jetzt erst mal verarbeiten. Ich danke dir @tijan.njie, für eine unfassbar schöne, saulustige, crazy anspruchsvolle, und verdammt emotionale Let's Dance Reise. Ich bin immer sehr vorsichtig wenn ich Vergleiche ziehe, da ich bisher immer das Glück hatte ganz tolle Partner an meiner Seite zu haben. Aber SO sehr für das Tanzen gelebt wie du hat bis jetzt keiner. Dein Einsatz, dein Input, deine Energie, dein Talent, deine Lebensfreude- wie wir zusammen an den Choreos gearbeitet haben damit auch jedes kleinste Detail Sinn macht, deine Persönlichkeit, dein Charakter, dein Verständnis für die Aufgabe eines Tänzers, wieviel Herz & Liebe du in jeden neuen Tanz gesteckt hast... das alles macht dich für mich ganz besonders. Für keinen Finalplatz und keinen Pokal der Welt würde ich unsere Reise oder auch nur einen Moment davon eintauschen. DANKE FÜR ALLES🙏🏻❤️ Later today melde ich mich noch mit einem Riesendankeschön an euch alle👏🏻🥰 xoxo Kathrin👼🏼💕 #teekayvibez #vorbei (Pic by Stefan Gregorowius/TV-Now)

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Improvisationstalent der Tanz-Paare war gefragt

Nach zwei vorbereiteten Choreografien mussten die Paare dann zeigen, dass sie auch improvisieren können. Beim «Impro Dance even more extreme» zogen die Teilnehmer jeweils einen Tanz, dann ging es in die Umkleidekabine. Dort durften sich die Profitänzer anhören, zu welchem Lied getanzt werden sollte. Nach eineinhalb Minuten Umkleidezeit erhielten die Profis dann gerade mal 30 Sekunden, um ihre Partner auf den Tanz vorzubereiten.

Artistin Lili Paul-Roncalli (22) hatte Pech und zog genau den Tanz, den sie am liebsten ausgeschlossen hätte: Beim Charleston hatte sie erst in der vergangenen Woche einen Unfall mit Tanzpartner Massimo Sinató (39). Bei einer Probe war das Paar heftig mit den Köpfen zusammengestoßen, Sinató musste sich danach übergeben.

Nun überwand sich Paul-Roncalli und brachte einen flotten Charleston auf das Parkett. «Das war nicht einfach, weil wir viel nebeneinander tanzen mussten und ich sie kaum führen konnte», sagte Sinató. Auch Hans' Tanzpartnerin Renata Lusin (32) war nicht ganz glücklich mit dem «Impro Dance». Das Lied «Stay with me», zu dem die beiden tanzen sollten, war selbst für eine Rumba extrem langsam.

«Das war wirklich sehr schwer», erkannte auch Jurorin Motsi Mabuse an. Trotzdem erhielt die Rumba von allen improvisierten Tänzen die wenigsten Punkte. Hans und Lusin mussten in der Entscheidung zittern, sie wurden vom Publikum knapp vor Njie und seiner Partnerin Kathrin Menzinger (31) in die Finalshow gewählt.

Höchstpunktzahl des Abends ging an Sänger Luca Hänni

Die Höchstpunktzahl des Abends ging an Sänger Luca Hänni (25) und seine Tanzpartnerin Christina Luft (30). Von 90 möglichen Punkten gab die Jury ihnen 87. Besonders der Jive zu Elvis Presleys «I got lucky» begeisterte die Juroren: «Das war der beste Jive, den wir je bei Let's Dance gesehen haben», lobte Mabuse.

Im Finale in der kommenden Woche müssen sich Hänni, Hans und Paul-Roncalli ein letztes Mal der Jury stellen. Zum Schutz vor dem Coronavirus laufen die Shows seit mehreren Wochen ohne Studiopublikum. Der Applaus kommt stattdessen vom Band.