Lena Meyer-Landrut hat sich im Mai mit drei EPs zurückgemeldet. Imago/Eventpress

Lange war es still um Lena Meyer-Landrut. Die ESC-Siegerin von 2010, die später auch mit weiteren Alben durchstartete, zog sich während der Corona-Pandemie aus der Öffentlichkeit zurück. Nur selten meldete sie sich über Social Media, ehe sie im Mai innerhalb weniger Tage mit „Optimistic“, „Kind“ und „Confident“ gleich drei EPs veröffentlichte. In einem Interview sprach die inzwischen 30-Jährige über die Zeit ihres Rückzugs.

Lena Meyer-Landrut ist jetzt mehr egal

Sie habe während der Pandemie und der damit verbundenen Lockdowns einen „großen Schritt in Richtung egal gemacht“, verriet Lena Meyer-Landrut im Podcast „happy, holy & confident“ der Autorin Laura Malina Seiler. Der Schlüssel dafür seine eine konsequente Social Media-Bremse gewesen, sagt sie. Dadurch habe sich die Wichtigkeit von Instagram und Co. „relativiert“, so Lena. Mittlerweile poste sie nur noch das, womit sie sich wirklich wohl fühle und nicht mehr nur das, von dem sie denkt, dass sie es posten müsste. „Ich glaube, damit macht man den besten Anfang. Irgendwo muss man ja die Kette durchbrechen“, so die ESC-Siegerin von 2010.

Eine Leitlinie, die Lena Meyer-Landrut längst auch auf ihre Musik anwendet. Sie veröffentliche keine Songs mehr, nur weil jemand drittes glaubt, diese seien erfolgsversprechend, sagt sie. „Davon bin ich komplett frei und mache einfach das, was ich gut finde.“ Dass sie natürlich trotzdem hoffe, dass die Songs, die ihr selbst gefallen, auch erfolgreich sind, davon kann und will sich die Musikerin nicht frei machen. 

Lena Meyer-Landrut: Werde nie wieder so erfolgreich, wie ich schon gewesen bin

Das liege laut ihr auch daran, dass sie sehr „erfolgsverwöhnt“ sei, gibt Lena zu. Sie sagt: Wenn man einmal Erfolg hatte, ist es schwer für das nächste Projekt keine ähnlichen Erwartungen an sich selbst zu haben. Ein Gedanke hilft ihr jedoch immer ganz gut dabei sich zu erden. „Vielleicht ist mein Glück schon mal, dass ich nie wieder so erfolgreich sein werde, wie der erste Auftritt, den ich in meinem Leben hatte“, sagt Lena mit Bezug auf ihren ESC-Sieg 2010, als sie mit dem Hit Satellite in Oslo ganz Europa überzeugte. Und auch danach lief es ja alles andere als schlecht für die gebürtige Hannoveranerin, deren Alben nie schlechter als auf Platz zwei der Charts einsteigen. 

Lena Meyer-Landrut und Stefan Raab im Jahr 2010 als Lena den ESC gewann. Imago/Reichwein

Lena Meyer-Landrut ist nicht gut in Sachen Veränderung

Der Weg zu diesem Umdenken sei für sie aber nicht leicht gewesen, wie Lena Meyer-Landrut zugibt. Veränderungen würden ihr nämlich stets schwerfallen. Ihr müsse es erst „richtig, richtig schlecht gehen“, sie müsse gar an einer Situation verzweifeln, damit sie etwas ändern würde, sagt sie. „In mir brodelt's lange, irgendwann knallt's und dann geht's. Wie so ein Schalter oder ein Abfluss, der geöffnet wird.“

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Das hat die 30-Jährige nun offenbar geschafft und wirkt nun sowohl beim Podcast-Interview, als auch auf ihrem wieder öfter bespielten Instagram-Account so glücklich und frei wie lange nicht.