Kylie Jenner zeigt sich auf Instagram in einem Bikini, auf den Brustwarzen gedruckt sind. Instagram/Kylie Jenner

Mit nur 24 Jahren ist Kylie Jenner bereits eine der einflussreichsten Frauen der Welt. Auf Instagram folgen der Halbschwester von Kim Kardashian 345 Millionen Menschen. Eine Reichweite, die sie vor allem dafür nutzt, für die Produkte ihrer eigenen Kosmetikfirma oder verschiedener Kunden zu werben. Doch nun setzte die Unternehmerin, die inzwischen auch zweifache Mutter ist, ihre Reichweite für den Kampf um Gleichberechtigung ein: Mit einem ganz besonderen Bikini!

Kylie Jenner fordert: Free the nipple

Denn am Montag postete sie auf Instagram zwei Fotos, die sie in einem Bikini zeigen, auf dem Brustwarzen abgebildet sind. Dazu schrieb sie „free the nipple“, zu deutsch: Befreit die Nippel.

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Damit spielt Kylie Jenner auf die sexistischen Regeln der Social Media-Plattform Instagram an, die zwar das zeigen männlicher Brustwarzen erlaubt, beim zeigen weiblicher Brustwarzen, aber immer wieder die Bilder löscht, teilweise Profile sperrt oder sogenannte Shadowbans erlässt. Shadowbans sind vollständige oder teilweise Reichweitendrosslung durch die Social Media-Plattform, die dafür sorgen, dass die Inhalte nicht mehr allen Usern angezeigt und vielmehr in den Tiefen der Plattform versteckt werden. Viele Netz-Experten verstehen diesen Mechanismus als Zensur.

Viele Frauen fordern, dass ihre Nippel nicht von Instagram verbannt werden

Da Instagram, aber auch das zum gleichen Konzern gehörige Netzwerk Facebook, sehr rigide gegen das Zeigen weiblicher Brustwarzen vorgeht, sind immer öfter Frauen von dieser Reichweiten-Zensur betroffen. Und immer mehr kämpfen dagegen an. Bereits seit zehn Jahren läuft in den sozialen Netzwerken die „Free The Nipple“-Kampagne, die auf Filmemacherin Lina Esco zurückgeht, die eine Doku über sich drehte, wie sie oben ohne durch New York lief. Während des Drehs veröffentlichte sie Vorschau-Clips auf Facebook, doch die Plattform löschte diese wieder.

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In den folgenden Monaten und Jahren solidarisierten sich viele Frauen mit der Kampagne – darunter auch Sängerinnen wie Miley Cyrus, Willow Smith und Rihanna, Schauspielerinnen wie Lena Dunham und Jennifer Aniston oder Models wie Emily Ratajkowski und Cara Delevingne. Bislang hält Instagram dem Druck der Kampagne stand und verbietet das Zeigen weiblicher Nippel weiterhin. Doch der Druck dürfte mit dieser Botschaft von Kylie Jenner nur noch weiter wachsen.