Kurt Krömer (Archivbild)
Kurt Krömer (Archivbild) dpa/Rolf Vennenbernd

Da ist anscheinend jemand ein bisschen sauer auf den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, für den er bis vor kurzem noch selbst eine Talkshow moderierte. Jetzt nimmt Komiker Kurt Krömer im Spiegel kein Blatt vor den Mund und ledert los.

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Die Ära des klassischen Fernsehens erklärt er für beendet. „Lineares Fernsehen ist ein sinkendes Schiff“, sagte der 48-Jährige dem Magazin Spiegel laut Vorabmeldung vom Donnerstag. Die Situation erinnere ihn an die untergehende „Titanic“, fügte er an. Die Arbeiter im wassergefüllten Maschinenraum hätten „schon ein paar Mal oben im Tanzsaal Bescheid gesagt“. Dort allerdings werde „noch weiter Champagner getrunken“.

Öffentlich-rechtlicher Rundfunk: Es ist wie auf der „Titanic“

Krömer, der verschiedene Late-Night-Sendungen und Talkshows beim zur ARD gehörenden Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) moderierte, äußerte sich auch kritisch über seine Zeit beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk. „Niemand will ein Risiko eingehen, der Apparat ist zu groß, in den Gremien sitzen Gremlins – es ist eben eine Behörde, da wird nicht ausgeschert“, sagte er.

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Lineares Fernsehen meint die klassische Ausstrahlung von Sendungen in einem festgelegten Programm zu bestimmten Uhrzeiten. Es steht damit im Gegensatz zu Streaming-Angeboten über Internetplattformen, bei denen sich Filme und Sendungen zu beliebigen Zeitpunkten individuell abrufen lassen.