Dieser Krug von Pablo Picasso steht bei „Bares für Rares“ zum Verkauf. ZDF

„Die Echtheit vorausgesetzt, hoffen wir das dieser Krug entsprechend hoch bewertet wird. Wir sind extrem gespannt“, erklärt Vater Frank Steinhart, als er zusammen mit seinem Sohn zu „Bares für Rares“ und einem besonderen Objekt kommt. „Mein Schwiegervater zieht um und dabei musste er aussortieren. Irgendwann zeigte er dabei mal nach oben und meinte: Das könnte etwas wertvoller sein, schmeißt das mal nicht weg.“ Also fing Leon an zu recherchieren. Bis zu 13.000 Euro kosten diese Vasen bei Online-Auktionen.

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Das aber ahnt Moderator Horst Lichter noch nicht. Während er noch philosophiert, dass das gute Stück wohl aus Spanien, zumindest aber aus einem südlichen Land kommen dürfte, aus Ton sei und vermutlich nicht aus einer Manufaktur sondern von einem Künstler, lacht „Bares für Rares“-Experte Colmar Schulte-Goltz schon in sich hinein.

„Bares für Rares“-Fachmann  Colmar Schulte-Goltz schätzt den Krug von Pablo Picasso sehr wertvoll ein. ZDF

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Er lässt die Bombe sofort platzen: „Das ist tatsächlich eine der berühmtesten Vasen von Pablos Picasso. Und es ist eine echte Picasso-Keramik.“ Der berühmte Maler hatte 1946 die Bekanntschaft eines Töpferpaares gemacht. In ihr Atelier Madoura ist Pablos Picasso damals eingestiegen, hat dort Dinge selbst hergestellt oder Entwürfe gemacht. So ist das auch bei diesem Krug.

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„Bares für Rares“ mit Pablo-Picasso-Keramik

„Er hat ihn also nicht selbst gemacht. Die Mitarbeiter haben ihn nach dem Grundmodell erschaffen“, erklärt Colmar Schulte-Goltz. Unten auf dem Krug steht „Edition Picasso“, es handelt sich um Stück 50 von einer 200er-Auflage.

Der Zustand ist gut. Vorn gibt es ein paar dunklere Stellen, vermutlich von Tropfen. Außerdem hat der Krug einen leichten Grauschleier. „Aber er ist in einem Spitzen-Zustand“, schätzt der Fachmann ein.

„Jetzt bin ich gespannt, aber auch ein bisschen vorbereitet auf euren Preiswunsch“, wirft Moderator Horst Lichter den Kandidaten zu. „Da es davon 200 Stück gibt, haben wir bei anderen Auktionen nachgeschaut. Unser Wunschpreis liegt bei 5000 Euro.“

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Wollen bei „Bares für Rares“ ihren Krug von Pablo Picasso verkaufen: Frank und Leon Steinhart. ZDF

Sieht Colmar Schulte-Goltz das auch so? „Die Preisspanne geht bis zu 13.000 Euro hoch. So wie euer Stück hier vor uns steht, ist es zwischen 8500 und 10.500 Euro wert.“ Wahnsinn! Jetzt müssen die Händler das nur noch bereit sein zu zahlen.

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Im Verkaufsraum fällt den Händlern sofort auf, dass es sich um einen echten Picasso handelt. Alle sind begeistert. Alle, außer Susanne Steiger. Die bietet nicht mit. Und auch der Einstiegspreis von 800 Euro scheint ein Witz zu sein.

„Bares für Rares“-Händler muss Geld für Pablo-Picasso-Krug überweisen

„Es ist außergewöhnlich und limitiert. Ich habe nachgeschaut, solche Stücke sind in den letzten Jahren mal für 800 und mal für 1500 Euro versteigert worden“, meint Wolfgang Pauritsch. Da hat er sich wohl um eine Null verguckt.

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„Mein Herz pocht, ich bin ganz begeistert“, sagt David Suppes und will den Krug unbedingt haben. 3000 Euro bietet er. Da hauen die Verkäufer den Expertisen-Preis raus. Alle scheinen überrumpelt. Aber sie bieten weiter.

„Bares für Rares“-Händlerin Susanne Steiger bekommt den Zuschlag für den Krug von Pablo Picasso. ZDF

Und – Überraschung – bei 8000 Euro steigt dann auch Susanne Steiger ein. Die Händlerin, der scheinbar nichts zu teuer ist, zockt mal wieder alle Kollegen ab. Auch als die Händler noch mehr wollen, die Verhandlungen noch einmal ankurbeln, springt sie an. Am Ende verkaufen Vater und Sohn den Picasso an Susanne Steiger für 8300 Euro.

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Bezahlen kann die Käuferin davon aber nur 3300 Euro in bar, der Rest folgt per Überweisung. Was für ein Wahnsinns-Geschäft bei „Bares für Rares“.

Sie wollen mehr spektakuläre Antiquitäten und deren Verkäufe sehen? „Bares für Rares“ läuft montags bis freitags, um 15.05 Uhr, im ZDF.