König von Deutschland: Philip Butz als Rio Reiser. Links: Fabian Hentschel, rechts: Hans Gurbig. Foto:  Franziska Strauss/zVg

Rio, da bist du ja wieder! Die Komödie am Kurfürstendamm im Schiller Theater nimmt die Produktion „Rio Reiser – Mein Name ist Mensch“ wieder auf. Wenn alles gut geht und die Politik die Corona-Maßnahmen nicht doch noch einmal verschärft, geht das Stück mit Philip Butz in der Titelrolle vom 2. bis zum 25. Oktober erneut über die Bühne.

Eigentlich sollte das ja schon im Sommer passiert sein, aber in Pandemiezeiten ist eben alles anders.  Theaterchef Martin Woelffer erklärt, warum er lange gezögert hat: „Wir können derzeit maximal 300 Zuschauer im Saal platzieren, auf der Bühne stehen 11 Personen. Rechnen tut sich das nicht. Außerdem hatten wir auch Bedenken wegen des Bühnengeschehens: Es gibt Livemusik, die Leute singen und kommen sich nah. Also habe ich mit dem Regisseur Frank Leo Schröder vereinbart, dass er das Stück coronakonform uminszeniert.“

Das Ensemble von „Rio Reiser – Mein Name ist Mensch“. Foto:  Franziska Strauss/zVg

So müssten die Darstellerinnen und Darsteller beim Umziehen hinter der Bühne nicht von Ankleiderinnen unterstützt werden. Der Kostümwechsel findet auf der Bühne statt. Es bleiben aber natürlich die berührenden, energetischen und unvergessenen Songs von Reiser. „Das Ensemble, bestehend aus hervorragenden Musikern und Schauspielerinnen und Sängerinnen wird das Haus auch unter Corona-Bedingungen rocken“, verspricht Woelffer,  und er fügt hinzu: „Ich bin mir sicher, dass auch bei dieser Aufführungsserie gelacht, gejubelt und geweint wird.“

Als Rio steht wieder Philip Butz auf der Bühne. Er bekam schon im vorigen Jahr Standing Ovations für seine Darstellung. Butz singt rund 30 Songs und ist froh, dass es für ihn endlich wieder losgeht. Während des Lockdowns habe er wie so viele andere eine Wohnung renoviert und war relativ entspannt. Reisers Musik treffe  ihn immer noch direkt, und trotzdem habe sich sein Lieblingssong von Rio Reiser während der Pandemie verändert: „Vor Corona war ,Jenseits von Eden‘ mein Favorit, momentan ist es aber ,Gefahr‘, weil das von einer Welt spricht, die es gerade nicht gibt: ,Ich will fliegen, tanzen, rasen. Will nicht Angst, ich will Gefahr‘“, zitiert er den Songtext.

Karten-Telefon: (030) 88 59 11 88