„The Day After Tomorrow 1“: New York versinkt unter Eis und Schnee. Sam Hall (Jake Gyllenhaal, li.) versucht, sich in die New York Public Library zu retten. Fox

2004 ließ Hollywood-Regisseur Roland Emmerich die Erde schon einmal untergehen. Er drehte die globale Erwärmung einfach um. In „The Day After Tomorrow“ kam der Golfstrom zum Erliegen – und eine neue Eiszeit überzog die ganze Welt. Neu-Delhi versank im Schnee, Los Angeles wurde von gewaltigen Tornados verwüstet, Superstürme ließen über Nordamerika, Nordeuropa und Russland blitzschnell dreistellige Minustemperaturen entstehen. Jetzt ist Emmerich zurück im Katastrophen-Business.

Lesen Sie auch: Stürmisches Wochenende in Berlin +++ Orkan an der Küste und in den Mittelgebirgen>>

Der 66-Jährige plant einen neuen Film über die Klimakatastrophe. Als er 2004 „The Day After Tomorrow“ (spielte über 544 Millionen Dollar ein) zu den Folgen des Klimawandels gemacht habe, hätten „viele über den Film gelacht“, sagt Emmerich. „Heute lacht keiner mehr.“ Nun arbeite er an einer Fortsetzung, in der er den Zuschauern ausmalen wolle, wie es in naher Zukunft auf dem Globus aussehen werde.

Keiner bringt so bombastisch und bildgewaltig Katastrophen ins Kino wie Roland Emmerich. dpa/Kalaene

Lesen Sie auch: Michael Wendler und Laura Müller: Mit DIESEM Trick wollen sie ihren Fans noch mehr Geld aus der Tasche ziehen >>

Aus Angst vor den Klimaleugnern: Roland Emmerich will die USA verlassen

„Amerika hat sich von der Welt abgewandt. In Europa herrschen chaotische Zustände“, sagt der deutsche Regisseur. „200 Millionen Menschen drängen nach Europa und suchen nach Nahrung.“ Der Film sei „zum Teil in Afrika angesiedelt, spielt in 20 Jahren“ und habe die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen im Zentrum.

Lesen Sie auch: Dschungelcamp: Wie Eric Stehfest vom stillen Eso zum absoluten Unsympathen der Show wurde >>

Warum in den USA immer noch so viele behaupten, dass die Erderwärmung natürliche Ursachen hat, kann der 66-Jährige nicht verstehen: „Die politische Situation zieht mich immer mehr runter. Ich begreife manches nicht mehr“, sagt Emmerich. Er befürchtet, dass nach den nächsten Wahlen wieder Klimaleugner in den USA regieren. Er überlege, nach Kanada oder England umzuziehen. „Das hier ist nur schwer zu ertragen.“

Zunächst aber bringt Emmerich, der in Stuttgart geboren wurde und in Los Angeles lebt, im Februar seinen neuen Sci-Fi-Katastrophenfilm „Moonfall“ in die Kinos. Darin wird der Mond durch mysteriöse Kräfte aus seiner Umlaufbahn befördert und rast auf die Erde zu.

Lesen Sie auch: Ist das Dschungelcamp schon entschieden? DIESER Star ist der große Trumpf von Filip Pavlovic >>