Andrea Kiewel moderiert seit 20 Jahren den ZDF-Fernsehgarten. Foto: imago images/Neis

In ihrem neuen Buch schreibt Andrea Kiewel (55) ganz offen über ihr Sex-Leben. Nun kommt die beliebte ZDF-Fernsehgartenmoderatorin mit einer neuen Beichte. Diese betrifft allerdings nicht ihre erotischen Fantasien, sondern Kiwis Leben in der DDR und ihrem Verhältnis gegenüber den Machthabern im SED-Staat. „Klar war ich regimetreu“, erzählt sie in der NDR-Sendung „Käpt’ns Dinner“.

Kiewel wuchs in Ost-Berlin auf, war in den 80er-Jahren Mitglied der Jugend-Schwimm-Nationalmannschaft der DDR. Danach studierte sie Sport und Deutsch auf Lehramt und begann in den letzten Tagen des Arbeiter-und-Bauern-Staats eine TV-Karriere. Im wiedervereinten Deutschland wurde Kiwi als Moderatorin des Sat.1-Frühstücksfernsehens bekannt.

Über ihre DDR-Zeit wissen ihr Fans wenig. So manche Erfolge konnte Kiwi aufweisen: 1979 war sie Spartakiade-Siegerin mit der 4×100-m-Lagen-Staffel des SC Dynamo Berlin. Ein Jahr später wurde sie mit der Freistil-Staffel Dritte bei den DDR-Meisterschaften, 1981 Zweite, ebenso mit der Lagen-Staffel. Die ehemalige Leistungsschwimmerin sagt heute: „Ich bin Schwimmerin gewesen – klar war ich regimetreu. Aber es gibt keine Stasi-Akte über mich. Keiner hat mich bespitzelt. Auch doof. Alle hatten ,Das Leben der Anderen‘, nur ich nicht!“

Vermissen würde sie die DDR heute allerdings nicht: „In dem Moment, wo sich jemand – oder einige – über andere erheben, um zu sagen, wie es gemacht wird, kann es nicht funktionieren“, sagt Kiewel.

Das zweite Zuhause der TV-Moderatorin ist mittlerweile Tel Aviv: „Ich stelle in Israel immer wieder fest, wie deutsch ich bin – obwohl ich in Deutschland immer denke, ich sei die Außerirdische“, sagt sie. Kiwi pendelt regelmäßig zwischen Deutschland und Israel. Und manche Dinge dort kommen ihr bekannt vor. „Es erinnert mich sehr oft an die DDR. Es wird viel improvisiert, es wird viel mit heißer Nadel gestrickt“, sagt Kiewel in der Talk-Show „Käpt’ns Dinner“, die der NDR am 19. Dezember um 0.40 Uhr zeigt.