„Forbes“ schätzt das Vermögen des Rappers auf rund 1,3 Milliarden Dollar - viel zu wenig, meint Kanye West. Foto: AFP/Angela Weiss

 Eigentlich, so möchte man meinen, könnte Kanye West hochzufrieden sein. War er doch ziemlich scharf darauf, es auf die „Forbes“-Milliardäre-Liste zu schaffen – als zweiter amerikanischer Rapper neben Jay-Z. Jetzt ist West offiziell dabei, mit einem Vermögen von rund 1,3 Milliarden Dollar. Doch das passt ihm nun auch wieder nicht.

Lesen Sie hier: Laut Forbes: Cristiano Ronaldo wird erster Fußball-Milliardär der Geschichte

Kanye West hat eine Menge erreicht im Leben – was auch jeder sehen soll. Erfolgreicher Rapper, mit  Ehefrau Kim Kardashian, dem Reality-TV-Star, eines der Glamour-Paare schlechthin, Vater von vier Kindern, Immobilienbesitzer, Modedesigner. Besonders seiner von Adidas produzierten Sneaker-Marke „Yeezy“ verdankt der 42-Jährige sein Vermögen. Doch eines fehlte zum vollendeten Glück: der offizielle Titel des Milliardärs.

Kanye West: „Ich bin kein Zahlenmensch“

Den verleiht in den USA das Magazin „Forbes“. Kanye West gehörte zwar schon länger zu den Stars, die eine Menge Kohle scheffeln, doch zum Milliardär wollte „Forbes“ ihn bislang nicht erklären. Als das Wirtschaftsmagazin bei ihm vor zehn Monaten um genauere Auskünfte über seine Vermögenswerte nachfragte, antwortete West: „Ich bin kein Zahlenmensch. Mich zu bitten, dies irgendwie in Zahlen zu übersetzen, bedeutet, deine Großmutter genau zu fragen, wie das Rezept des Kuchens lautete.“ Dass  „Forbes“ ihn trotzdem als erfolgreichen Geschäftsmann aufs Cover setzte, besänftigte West nicht. Er habe „Forbes“ einen Beleg über 890 Millionen Dollar gezeigt, und sie würden ihn trotzdem nicht „Milliardär“ nennen, polterte er damals.

Kanye West: „Bei Forbes weiß wohl niemand, wie man zählt“

Doch jetzt hat er es geschafft, „Forbes“ schätzt seinen Reichtum auf rund 1,3 Milliarden Dollar. Dazu wurde der Wert seines Vermögens samt der Firma „Yeezy“ und seines Plattenlabels berechnet. Die Summe sei viel zu wenig, erbost sich der Star-Rapper nun. „Es ist keine Milliarde“, schrieb er  dem Magazin angeblich diese Woche per SMS. „Es sind 3,3 Milliarden Dollar. Bei Forbes weiß wohl niemand, wie man zählt.“  

Wir sehen: Auch das Leben am Existenzmaximum hat so seine Kümmernisse. Doch man muss wohl ein Milliardär sein, um sie zu verstehen. „Forbes“ befand übrigens, dass Wests Zahlen aufgebauscht seien: „Wir neigen dazu, Selbstbeurteilungen etwas skeptisch zu betrachten.“