Will Smith zieht nach dem Ohrfeigen-Eklat bei den diesjährigen Oscars Konsequenzen. Chris Pizzello/Invision/AP/dpa

Ist es wirklich echte Reue oder kam er nur einem drohenden Rauswurf zuvor? Am Freitag verkündete Will Smith, dass er Mitglied aus der Academy of Motion Picture Arts and Sciences austritt. In einem Statement ließ der Oscargewinner verlauten, dass er zudem „die vollen Konsequenzen für mein Verhalten“ akzeptiert, die ihm von Seiten der Filmakademie-Führung droht: „Ich habe das Vertrauen der Academy verraten. Ich habe die anderen Nominierten und Gewinner um die Chance gebracht, zu feiern und für ihre ausgewöhnlichen Leistungen gefeiert zu werden. Es bricht mir das Herz“. Smith spielte darauf an, dass die Ohrfeige gegen Chris Rock von allen positiven Schlagzeilen abgelenkt hatte. „Ich will, dass andere wieder ins Rampenlicht geraten, die es für ihre Leistungen auch wirklich verdient haben“.

Der 54-Jährige fuhr fort: „Die Liste derjenigen, denen ich wehgetan habe, ist lang. Und dazu gehört Chris, seine Familie, viele meiner geschätzten Freunde und Liebsten und alle Zuschauer, im Saal und weltweit“. Er endete mit: „Sich zu ändern braucht Zeit. Und ich bin entschlossen, daran zu arbeiten, es nie wieder zuzulassen, dass Gewalt über Vernunft regiert“.

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Laut der Statuten der Filmakademie darf Smith in Zukunft als Nicht-Mitglied nicht mehr über die Nominierungen mitabstimmen. Der Rücktritt als Mitglied würde ihn allerdings nicht daran hindern, auch in Zukunft zur Oscar-Gala zu kommen oder seinen Oscar zu behalten. Laut Academy-Präsident David Rubin hatte die Organisation die Mitgliedsrückgabe von Smith akzeptiert, doch „wir werden weiterhin disziplinarische Ermittlungen gegen Mr. Smith wegen des Verstoßes gegen die Verhaltensregeln fortsetzen“. Das nächste Treffen des Disziplinarausschusses ist der 18. April.