Michael Degen drehte nicht nur Filme, sondern stand auch gern auf der Bühne. Nach seinem Tod gibt es Streit um sein Erbe. APA/epa/dpa/Roland Schlager

Als Schauspielstar Michael Degen („Donna Leon“) vor sechs Wochen starb, hinterließ er seine Ehefrau Susanne Sturm und vier Kinder aus zwei früheren Ehen. Kurz danach trat mit Maximilian Schilling ein bis dahin unbekanntes fünftes Kind in die Öffentlichkeit. Dessen Mutter Annett Schilling sagt exklusiv zum Promi-Magazin Bunte über Degen: „Er war wie ein Superpapa, wenn man mit ihm zusammen war. Er hat sich für Maximilian immer etwas Tolles einfallen lassen.“

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Doch plötzlich brach der Kontakt ab, Anwaltsbriefe kündigten einen Stopp der Unterhaltszahlungen an, nur durch Zufall erfuhren Mutter und Sohn vom Tod des Schauspielers. Familie Schilling hat, wie sie Bunte wissen lässt, nun selbst einen Anwalt eingeschaltet, der am Amtsgericht Hamburg Einsicht in die Akten fordert. Maximilian werde den Pflichtanteil am Erbe, auf den er Anspruch hat, einfordern.

Michael Degen mit Ehefrau Susanne Sturm (l.) und Tochter Elisabeth Imago Images/Eventpress

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Michael Degen ist im Laufe seines Schauspiellebens in sehr viele Rollen geschlüpft. Hamlet, Hitler, Vice-Questore Patta aus den „Donna Leon“-Filmen. Auch als Buchautor machte sich Degen einen Namen – mit oft autobiografisch inspirierten Büchern wie „Nicht alle waren Mörder. Eine Kindheit in Berlin“ (1999). In der 2006 von Jo Baier für die ARD verfilmten Geschichte erzählt Degen von Ereignissen, die ihn sein Leben lang nicht loslassen sollten: Sein jüdischer Vater Jakob, ein Sprachenprofessor und Kaufmann, starb 1940 an den Folgen seiner KZ-Haft in Sachsenhausen.

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Michael Degen hatte einen unbekannten fünften Sohn

Um ihrer Deportation zu entgehen, verbrachten Michael und seine Mutter Anna einige Kriegsjahre als sogenannte U-Boote in Berlin – untergetaucht bei Helfern, an die Degen in seinem Werk dankbar erinnert. Jahrzehnte später, 1986, musste er erleben, dass Neonazis seine Hamburger Wohnung verwüsteten, und er erhielt Morddrohungen, nachdem er gegen ein Treffen von SS-Veteranen protestiert hatte.

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Zu seinem Geburtstag am 31. Januar gratulierte ihm Bundespräsident Steinmeier und zeigte sich von seinem Lebensweg beeindruckt. „Ihre Biografie spiegelt den Abgrund deutscher Geschichte. Trotz allem, was Ihnen und Ihrer Familie angetan wurde, haben Sie sich nicht von Deutschland abgewandt“, sagte der Politiker in Berlin.

Nach seinem Tod kam heraus, dass sich Degen Zeit seines Lebens vier Jahre jünger gemacht hatte. Er starb also im Alter von 94 Jahren.