Jenke von Wilmsdorff experimentiert jetzt auf Pro7. Foto:  ProSieben / Bene Müller

Im Sommer wechselte Jenke von Wilmsdorff die Seiten. Von RTL zu Pro7. Doch sein Job ist nach wie vor der gleiche: Selbstversuche vor der Kamera. In seiner ersten Folge für das Pro7-Format „Jenke – Das Experiment“ versuchte er in 100 Tagen 20 Jahren jünger auszusehen und unterzog sich dabei auch schönheitschirurgischen Eingriffen. Und dabei verstand er, wie groß das Suchtpotenzial von Beauty-OPs ist, wie er nun im Pro7-Lifestyle-Format „red“ verriert.

Er verstehe nun, warum viele Menschen den endlosen Möglichkeiten der Schönheitschirurgie verfallen würden, sagte von Wilmsdorff Moderatorin Viviane Geppert. Er selbst habe auch eine gewisse Faszination verspürt, als ihm ein Chirurg in Aussicht stellte, er könne mit den richtigen Operationen locker aussehen wie ein 39-Jähriger, verriet der eigentlich 55 Jahre alte Journalist.

„Da hatte sie mich in der Theorie quasi am Haken. Aber dann brach das so um, dass ich dachte: ‚Junge, ich glaube, du hast die Kontrolle verloren.‘“ Für ihn stehe deshalb fest, dass er vorerst nichts mehr machen lassen will. Auch weil er mit dem Ergebnis nicht wirklich zufrieden war. Vielmehr schockiert es ihn noch heute. „Vor neun Wochen war mein Gesicht eine Maske. Hier und da ist es noch fest. Ich hoffe, dass es immer besser wird“, sagte er. 

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Und auch über Spätfolgen macht sich von Wilmsdorff Sorgen. „Das Auge war nie so gequetscht“, sagt er. Und tatsächlich scheint sein linkes Auge nach unten zu hängen. „Im Rückblick denke ich mir, das eine oder andere hätte ich mir ersparen können“, resümiert er. Dazu zählt er auf jeden Fall das Fadenlifting, dem er sich unterzog. Dabei wurden Fäden in das Hautgewebe des 55-Jährigen eingebracht, um erschlaffende Gesichtspartien zu glätten und anzuheben. Die Fäden bauen sich zwar mit der Zeit ab, doch die Wirkung bleibt zwei Jahre erhalten - und auch die Nebenwirkungen, wie Jenke sagt. „Je nachdem, wie ich mich bewege, wie ich kaue, wie herzhaft ich lache, rutscht das Gewebe, also mein Fleisch, einen Haken weiter“, erzählt er. „Das tut nicht weh, aber es ist so ein widerliches Gefühl.“

Und auch sein Umfeld war offenbar so gar nicht begeistert. „80 Prozent der Leute haben gesagt, du siehst scheiße aus, das war ein großer Fehler“, verrät von Wilmsdorff. Für alle verteufeln will er Schönheitsoperationen aber nicht. Sein Fazit: „Man kann in Würde altern, aber wenn der Einzelne das nicht möchte, ist das völlig legitim.“