Jamie Foxx und seine Serien-Tochter Kyla-Drew Simmons in „Dad, Stop Embarrassing Me!“ Netflix/Saeed Adyani

Er ist schlagfertig, witzig und weltberühmt. Wer würde nicht davon träumen, Jamie Foxx zum Vater zu haben. Die Antwort: seine Tochter Corinne. Für sie wurden als Teenager die für sie peinlichen Aktionen ihres alten Herren zum Albtraum. Die besten – oder je nach Sichtweise: schlimmsten – Aktionen von Jamie hat das Vater-Tochter-Duo jetzt kreativ aufgearbeitet. In Form eines Drehbuchs, auf dem die neue Netflix-Comedy-Serie „Dad, Stop Embarrassing Me!“ – zu deutsch: Papa, hör auf, so peinlich zu sein! – basiert.

Corinne Foxx produziert die Show, ihre Rolle übernimmt Kyla Drew-Simmons

Jamie Foxx übernimmt die Hauptrolle – allerdings spielt er sich nicht selbst, sondern den Besitzer einer Kosmetikfirma namens Brian Dixon. Der überzeugte Junggeselle wird über Nacht zum alleinerziehenden Vater, als seine Teenie-Tochter Sasha bei ihm einzieht. Die wird allerdings nicht von Corinne Foxx gespielt, die mit 27 Jahren ein bisschen zu alt für die Rolle wäre und als Produzentin der Show fungiert. Sie lässt sich von der Nachwuchsschauspielerin Kyla-Drew Simmons (16) vor der Kamera „vertreten“.

Jamie Foxx mit seiner Tochter Corinne. Imago/Tony Forte

In der Sitcom versucht Vater Brian auf oft unbeholfene und plumpe Art, am Leben seiner Tochter teilzuhaben. Ungewollte Erziehungstipps bekommt er von seinem eigenen Vater (gespielt von David Alan Grier), der laut Jamie Foxx „lose auf meinem Stiefvater basiert“. Dank Brians Schwester Chelsea (Porscha Coleman) hat Nichte Sasha immer eine weibliche Verbündete in dem liebevollen wie unperfekten Dixon-Haushalt.

Heute kann Corinne Foxx über alte Anekdoten lachen

Corinne Foxx kann heute über die alten Anekdoten lachen. Das war nicht immer so, wie sie beim gemeinsamen Auftritt mit ihrem Vater in einer US-Talkshow verriet: „Wenn du das gerade als Teenager durchmachen musst, ist es gar nicht witzig. Es macht einen wütend.“ Nie war sie wütender, als Papa Jamie sie einmal noch mit 15 von der Highschool abholte – entgegen ihres ausdrücklichen Wunsches. Foxx maximierte das Peinlichkeit-Potenzial noch: „Ich bin im dicken Rolls Royce vorgefahren und stand in der Reihe mit all den Minivans und Hybrid-Autos der anderen Eltern.“ Er drehte die Musik auf und machte das Schiebedach auf, als die Klassentüren aufgingen. Corinne sah ihren Vater schon vom weitem und wäre am liebsten im Erdboden versunken: „Er winkte wie ein Verrückter. Ich bin abgetaucht, habe mit meinem Handy meine Mutter angerufen und gesagt ‚Egal was, ich werde nicht bei Dad einsteigen!‘“ Stattdessen ließ sie sich von einer Mitschülerin mitnehmen.

Foxx war es egal, er erzählt die Anekdote gerne bis heute. Um dann auch mal ernst zu werden. Der 53-Jährige gibt zu, schon früh als Papa kapiert zu haben, dass der Spruch „Daddy knows best“ nichts mit der Realität zu tun hat. Foxx: „Vaterschaft ist ein ständiger Lernprozess“ – man lernt aus seinen Fehlern. Was er auch mit seiner neuen Show offensichtlich machen will. Die Dynamik zwischen ihm und seiner inzwischen 27-jährigen Tochter hat sich in echtes Teamwork verwandelt.

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Corinne gibt zu, manchmal selbst nervös wie ein Elternteil zu sein, wenn ihr Dad eine schwierige Szene vor der Kamera hat: „Ich vergesse manchmal, dass er einen Oscar gewonnen hat und denke ‚Gott, ich hoffe, er bekommt das hin!‘“ Manchmal schimpft sie als Produzentin auch mit ihrem Star, wenn er unnötig lange in seiner Garderobe bleibt. Was er dort tut? Foxx grinst: „Ich freu mich so sehr, mit meiner Tochter arbeiten zu dürfen, dass ich zwei Stunden lang Jesus dafür danke.“