Diese Wüstenfüchse aus Porzellan kamen bei „Bares für Rares“ unter den Hammer. Links: Experte Colmar Schulte-Goltz, Moderator Horst Lichter und die Kandidaten Sarah und Sascha. Foto: Youtube/ZDF

Es passiert immer wieder bei „Bares für Rares“, der erfolgreichen Trödel-Show im ZDF: Kandidaten kommen ins Studio und bringen Objekte mit, die vermeintlicher Plunder sind. Der Wunschpreis ist niedrig, doch plötzlich kommt der Experte mit einer überraschenden Einschätzung um die Ecke. Das erlebten jetzt auch Sarah und Sascha, die eine Porzellan-Figur in Form eines kleinen Fuchs im Gepäck hatten. Eigentlich wollten sie dafür nur 100 Euro haben, aber dann…

„Bares für Rares“-Experte überbietet den Wunschpreis um das zehnfache!

Sie ist klein und zierlich, die Porzellanfigur, die bei „Bares für Rares“ jetzt auf dem Experten-Tisch landete. Und wirklich unscheinbar. Was es wohl damit auf sich hat? Erstmal möchte Moderator Horst Lichter wissen, wie zwei so junge Leute an eine so klassische Figur kommen.

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„Tatsächlich haben wir viel davon zu Hause rumstehen“, erklärt Kandidatin Sarah. Meine ganze Familie väterlicherseits hat in der Porzellanmanufaktur in Meißen gearbeitet. Deshalb haben wir große Kisten mit solchen Figuren zu Hause.“ Sie schenkte ihrem Freund die Wüstenfuchs-Figur zu Weihnachten. Aber nicht der Figur wegen. „Es ging eher darum, ein kleines Abenteuer zu haben, indem wir sie hier verkaufen und damit die Reisekasse aufwerten.“

Der Experte bei „Bares für Rares“ nimmt die Figur genauestens unter die Lupe. Foto: Youtube/ZDF

Experte Colmar Schulte-Goltz schaut sich das Figürchen genauer an. Es handele sich bei der Figur um eine Figur dritter Wahl – diese seien den Mitarbeitern vorbehalten gewesen. „Die Füchse seien im Jahr 1906 von Otto Pilz entworfen worden. „Er war Tierbildhauer, hat sehr viele Entwürfe mit Tieren gemacht“, erklärt er.  Diese konkrete Figur sei im Jahr 1957 entstanden.

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Und schon kommt die spannende Frage: Was wollen die beiden Verkäufer für die Reisekasse haben? „Weil wir uns auch nicht sicher waren, ob es dritte oder vierte Wahl ist, sind wir mit einem Preis von 100 Euro rangegangen, die wir gern hätten“, sagt Sarah. Experte Schulte-Goltz muss diesen Wert aber korrigieren – und zwar nach oben! „Tatsächlich sind die alten Stücke im Handel schon mit niedrigen Ausrufpreisen bei Auktionen zu finden“, sagt er. „Aber realistisch ist diese Porzellangruppe für 800 bis 1000 Euro geschätzt.“

Das Video zeigt den verrückten Verkauf bei „Bares für Rares“.

Video: Youtube

Dann geht es in den Händlerraum. Was machen die Antik-Experten dafür locker? Mit 200 geht es los – und schnell klettern die Gebote in die Höhe. Am Ende bekommt Julian Schmitz-Avila den Zuschlag. Und zwar für sagenhafte 800 Euro! Damit hat sich der Wunschpreis verachtfacht. Und die Reisekasse der beiden „Bares für Rares“-Kandidaten wurde gehörig aufpoliert.