TV-Star Jochen Schropp ließ sich für ein akte-Spezial bei der Darmspiegelung begleiten.
TV-Star Jochen Schropp ließ sich für ein akte-Spezial bei der Darmspiegelung begleiten. Sat.1/Willi Weber

Es gibt im Fernsehen nichts, was es nichts gibt, könnte man meinen. Doch bei Sat.1 wird es am kommenden Donnerstag so intim wie nie. Der Grund: Im Rahmen einer Spezialsendung von „akte“ nimmt TV-Star Jochen Schropp die Zuschauer mit zu seiner Darmspiegelung. Es klingt skurril, hat aber einen ernsten Hintergrund: Im Rahmen der „MutMachWoche“ des Senders, die auf das Thema Krebs aufmerksam machen soll, soll die Aktion für Vorsorgeuntersuchungen werben.

TV-Star Jochen Schropp nimmt die Zuschauer mit zur Spiegelung

In einer Pressekonferenz gab Schropp, der zuletzt unter anderem bei „The Masked Singer“ auf der Bühne stand, erste Einblicke in die besondere Sendung - und in seine Motivation. „Es ist etwas ganz normales, damit müssen wir umgehen“, sagt er. Sein Vater sei an Krebs gestorben, sein Großvater sei an Krebs gestorben. „Deshalb ist es für mich wichtig, immer wieder zur Vorsorge zu gehen.“

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Er sei in den besten Händen gewesen, habe die Spiegelung in München durchführen lassen. Angst habe er keine gehabt. Man müsse seine Ernährung vorher umstellen, dürfe 24 Stunden vor dem Eingriff nichts essen. „Das ist ein Verzicht, den man definitiv auf sich nehmen kann - wenn man weiß, wie schlimm es sein kann, wenn man den Krebs nicht entdeckt.“ Auch das Abführen sei heute wesentlich einfacher als früher, sagt Schropp, der aufgrund der Vorerkrankungen in der Familie bereits einmal zur Spiegelung musste. Zwei kleine Dosen des Abführmittels habe er nehmen müssen - bei der letzten Spiegelung vor Jahren seien es noch anderthalb bis zwei Liter der Abführ-Lösung gewesen. „Heutzutage ist es sehr viel leichter.“

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Schropp ließ sich auch bei dem Eingriff von einem Kamerateam begleiten. Alles habe rund 45 Minuten gedauert, die eigentliche Untersuchung sogar nur 20 Minuten. „Danach trinkt man einen Kaffee und darf wieder gehen - mir ging es blendend“, verrät er. Ganz so weit wie bei Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf („Joko und Klaas“), die im vergangenen Jahr Mini-Kameras schluckten, um Aufnahmen aus ihrem Inneren zu zeigen, geht es aber nicht: Bilder aus dem Darm sollen nicht gezeigt werden, heißt es - auch, um empfindliche Zuschauer zu schützen.

„MutMachWoche“ soll Schwerpunkte zum Thema Krebs setzen

Die Botschaft soll auch ohne zu krasse Einblicke ankommen. So eine Untersuchung sollte normal sein - und nicht zu etwas Peinlichem gemacht werden. „Mit der MutMachWoche wollen wir genau das verhindern“, sagt Jochen Schropp. Die Sendung läuft am Donnerstag um 22.20 Uhr.

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Zur Themenwoche gehören noch mehr besondere Formate: Bereits am Montag startet um 22.15 Uhr die Serie „Nachricht von Mama“ über eine an Krebs verstorbene Mutter, die ihrer Familie Hunderte selbstgedrehte Videos hinterlässt. Außerdem geplant ist die Doku „Ich bin schön: Leben mit dem Krebs“ (Mo., 22.15 Uhr).

Und auch das Frühstückfernsehen von Sat.1 wird täglich Schwerpunkte zum Thema Krebs setzen. Moderatorin Marlene Lufen, selbst Patin der MutMachWoche, erklärte, wie wichtig es sei, auch in schweren Zeiten Hoffnung zu verbreiten. Wer selbst an Krebs erkrankt oder sich um erkrankte Familienmitglieder, Angehörige oder Freunde kümmert, brauche Hoffnung und Stärke.