Boris Becker hat wieder Ärger wegen seiner Finanzen. Foto: Sven Hoppe/dpa

Tennislegende Boris Becker hat wieder ein Strafverfahren am Hals. Im Zuge seines Insolvenzverfahrens muss das Tennis-Idol demnächst vor Gericht erscheinen. Dem 52-Jährigen wird vorgeworfen, nicht ausreichend mit den Behörden in Großbritannien kooperiert zu haben, berichtet der britische „Standard“. Ein Sprecher des Insolvenzdienstes sagte: „Wir können bestätigen, dass eine Strafverfolgung gegen Boris Becker eingeleitet wurde. Die erste Anhörung findet am 24. September vor dem Westminster Magistrates Court statt.“

Eingeleitet wurde das Verfahren vom staatlichen Insolvenzdienst, der dem Tennis-Star vorwirft, im Zuge seines Insolvenzverfahrens seinen Pflichten nicht nachgekommen zu sein. Ermittelt wird in 19 Fällen.

Mit 17 Jahren gewinnt Boris Becker am 7. Juli 1985 sensationell das Wimbledon-Finale. Den Pokal musste er im vergangenen Jahr zwangsversteigern. Foto: Imago Images

Der 52-jährige Grand-Slam- Champion war im Juni 2017 für bankrott erklärt worden. Die Insolvenzbeschränkungen von Becker wurden damals ursprünglich nur für ein Jahr verhängt. Doch im vergangenen Jahr gab der Insolvenzdienst bekannt, dass er „nicht bekannt gegebene“ Transaktionen in Höhe von insgesamt mehr als 4,5 Millionen britischen Pfund untersucht hat. Daraufhin verlängerte der High Court die verhängten Beschränkungen für Becker bis 2031.

Die Maßnahmen bedeuten, dass er derzeit nicht mehr als 500 britische Pfund leihen kann, ohne den Kreditgeber darüber zu informieren, dass er bankrott ist, nicht als Geschäftsführer des Unternehmens fungieren darf und eine gerichtliche Genehmigung benötigt, um an der Führung eines Unternehmens beteiligt zu sein.

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Becker, der im Londoner Stadtteil Wimbledon lebt, sicherte sich während einer mit Trophäen beladenen Karriere Millionen an Preisgeldern. Aber in den letzten Jahren war er wiederholt in den Schlagzeilen wegen seiner finanziellen Probleme. Letztes Jahr versteigerte er eine Sammlung von Erinnerungsstücken, darunter eine Uhr, die ihm von seinem Tenniskollegen Novak Djokovic geschenkt wurde.