Sänger Maxi Jazz von der britischen Band Faithless bei einem Auftritt 2015 in der Schweiz
Sänger Maxi Jazz von der britischen Band Faithless bei einem Auftritt 2015 in der Schweiz dpa/Flauraud

Popmusiker, die viel zu jung sterben: Gleich drei solcher Trauernachrichten mussten Fans innerhalb weniger Tage verkraften. Am Sonntag verstarb mit gerade einmal 63 Jahren der Leadsänger der Ska-Band The Specials, Terry Hall, an Bauchspeichelkrebs. Gerade einmal 55 Jahre wurde Martin Duffy, Keyboarder der britischen Kultbands Primal Scream und The Charlatans. Und ausgerechnet zu Heiligabend schockt die 2011 aufgelöste Techno-Band Faithless mit der Nachricht, deren charismatischer Leadsänger Maxi Jazz sei in der Nacht zum 24. Dezember„friedlich im Schlaf“ verstorben.

Was für eine bittere Ironie – hieß der erfolgreichste Song der Techno-Band doch ausgerechnet „Insomnia“ (Schlaflosigkeit) – mit der mantraartigen Textzeile „I can't get no sleep“. Nun also ist Maxi Jazz ausgerechnet im Schlaf verstorben, viel zu jung mit gerade einmal 65 Jahren.

Der schlaflose Leadsänger Maxi Jazz verstarb friedlich im Schlaf

„Wir sind untröstlich darüber, dass Maxi Jazz vergangene Nacht friedlich im Schlaf in seinem Haus in Süd-London gestorben ist“, schrieben seine Bandkollegen am Heiligabend auf den offiziellen Social-Media-Accounts der Gruppe. „Er gab unserer Musik die richtige Bedeutung und Botschaft.“ Jazz, der mit bürgerlichem Namen Maxwell Fraser hieß, sei ein brillanter Texter, DJ, moralischer Kompass und ein Genie gewesen.

Faithless - und Jazz - sind vor allem mit ihrer Liedzeile „I can't get no sleep“ und dem folgenden Techno-Sample, eines der prägendsten der Musikgeschichte, weltbekannt geworden. Die Band gründete sich 1995, produzierte sieben Studioalben und war Headliner einiger der größten Festivals der Welt. 2011 löste sich die Band auf, die Mitglieder verfolgten ihre Solo-Projekte.