Kaley Cuoco bei einem Event im Oktober 2019 in Los Angeles. Foto: AP/Invision/Jordan Strauss

Der Mords-Kater, mit dem sie in einem fremden Hotel aufwacht, wird nur noch von einem Mords-Schock übertroffen: Ihr Lover aus der letzten Nacht liegt neben ihr – massakriert. Hat Kaley Cuoco, pardon Cassie, ihm im Rausch die Kehle durchgeschnitten? So unschuldig wie in „The Big Bang Theory“ ist die Kult-Blondine in ihrer neuen Serie „Die Flugbegleiterin“ jedenfalls nicht. Aber keine Angst, Cuoco-Fans, selbst Suff, Sex und Krimi sind bei ihr zum Lachen.

Berliner KURIER: Sie haben echt Talent, vor der Kamera betrunken zu spielen!

Kaley Cuoco: Wieso spielen? Ich war die ganze Zeit während des Drehs blau, weil ich total zu Cassie werden wollte ... (grinst). Nein, stimmt nicht.  Aber ich bin happy, dass ich überzeugend besoffen rüberkam!

Wie sind Ihre eigenen Erfahrungen mit durchzechten Nächten?

Ich habe schon den einen oder anderen schweren Kater morgens gehabt. Und die werden immer härter, je älter ich werde. Deshalb bin ich an dem Punkt angekommen, sie möglichst zu vermeiden. Zumal meine Alkoholtoleranz lange nicht so hoch ist wie die von Cassie.

Und wenn Sie doch mal ein paar Drinks zu viel hatten …

… dann bleibe ich den ganzen Tag im Bett und schaue Fernsehen. Und auch ein Konter-Bier ist schon mal drin.

Ihre Rolle als Cassie könnte nicht gegensätzlicher sein als die von Penny. Absicht?

Nein, ich habe nicht versucht, mich von „Big Bang“ zu lösen oder mein Image zu ändern. Die Serie war 12 Jahre lang mein Leben und hat mich zu dem gemacht, was ich heute bin. Ich vermisse meine Kollegen. Und damit auch Penny. Dennoch suche ich mir neue berufliche Herausforderungen, wie die Cassie-Rolle.

Außer einer höheren Alkohol-Toleranz, was hat Cassie noch, was Sie nicht haben?

Sie hat kein schlechtes Gewissen und kann lügen, ohne rot zu werden. Ich bin eine schrecklich schlechte Lügnerin. Mein schlechtes Gewissen kommt sofort an die Oberfläche und man sieht es mir direkt an, wenn ich etwas Unrechtes getan habe!

Cassie tut etwas, was für Flugbegleiter tabu ist: Sex über den Wolken.

 … und auch sonst wo ...

… mit dem „Game of Thrones“-Star Michiel Huisman ...

… der im Gegensatz zu mir mit solchen Szenen Erfahrung hat. Ich bin eine TV-Jungfrau. Michiel dagegen ein Profi. Er hat es allein in „Game of Thrones“ 37 Mal vor der Kamera gemacht.

Das zählt im doppelten Sinne des Wortes.

Ich hatte echt keine Ahnung von Sex-Szenen. Was für viel Heiterkeit gesorgt hat. Ich sollte auf ihm reiten und habe versucht, ihn bloß nicht da unten zu berühren. Er hat trocken kommentiert: „Weißt du, dass du auf mir hockst, als würdest du gerade auf einem öffentlichen Klo sitzen?“ Wir haben uns hinterher noch wochenlang darüber totgelacht!

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Als Flugbegleiterin muss man sich oft mit rüden Passagieren herumärgern. Könnten Sie das?

Niemals. Ich habe, wie man mir nachsagt, null Geduld (lacht). Ich könnte einfach nicht die Fassung bewahren und nur lächeln. Wie gesagt, die Rolle war schauspielerisch eine Riesenherausforderung!

Karl Cook mit Eherfrau Kaley Cuoco bei den Golden Globe Awards in Los Angeleges im Januar 2019.
Foto: imago images/Picturelux

Wie herausfordernd waren die letzten Monate mit Corona für Sie?

Es sind schon keine leichten Zeiten. Aber ich bin froh, dass Karl und ich die Pandemie-Quarantäne in unserem neuen Haus verbringen. Diese Monate waren wie ein Geschenk für uns. Wir hatten noch nie so viel Zeit ungestört zusammen verbracht.

Wer hat das neue Haus eingerichtet?

Ich habe dafür gesorgt, dass fast jedes Zimmer einen Fernseher hat. Es ist echt peinlich, wie viele Großbildschirme wir überall verteilt haben. Aber wir schauen nun mal viel Fernsehen. Gottbehüte, man müsste in die Küche gehen und 30 Sekunden lang den Bildschirm nicht sehen! (lacht) Total verwöhnt, ich weiß!

Verwöhnt? Das empfinden Ihre Fans nicht so.

Bin ich auch nicht. Ich habe seit meinem 16. Lebensjahr dieselben Leute um mich herum. Vom Manager über den Agenten bis zur Stylistin. Und meine Freunde und Familie, die verhindern, dass ich abhebe. Party brauche ich nicht.

Sondern?

Meine Pferde und meine sieben Hunde auf unserer Farm. Das ist mein Zufluchtsort. Da kann ich so sein, wie ich bin.

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Sie werden im November 35. Welche Wünsche haben Sie für Ihre Zukunft?

Ich habe alles, was ich mir jemals hätte wünschen können. Ich bin mit der Liebe meines Lebens verheiratet und habe eine wundervolle Karriere. Ich bin einfach dankbar dafür, dass ich das tun darf, was ich liebe.

Werden Sie ihren Geburtstag groß feiern?

Mal abwarten, wie die Lage im November ist und welche Auflagen es dann gibt. Die Regeln und die Welt scheinen sich ja täglich zu ändern. Solange meine Familie und meine Tiere um mich herum sind, werde ich mehr als happy sein!