An Filmsets groß geworden: Dakota Johnson.  Foto: imago images/Pacific Press Agency

Bei ihrem Namen kommt den meisten „50 Shades of Grey“ in den Sinn. Obwohl der letzte Teil der Sadomaso-Reihe drei Jahre zurückliegt. Jetzt beweist Dakota Johnson, dass es auch ohne Sex und dafür mit Familie geht. In ihrem neuen Film „Our Friend“ spielt die 31-Jährige eine Ehefrau und Mutter von zwei jungen Töchtern. Das häusliche Glück bekommt eine dramatische Wende, als sie erfährt, dass sie Krebs und nur noch wenige Monate zu leben hat.

Der Film dreht sich nicht nur ums Sterben, sondern um eine tiefe Freundschaft. Gibt es eine solche auch in Ihrem Leben?

Ja. Meine beste Freundin und ich kennen uns schon, seitdem wir beide Babys waren. Und obwohl sich unsere Lebenswege in verschiedene Richtungen entwickelt haben, ist sie ein Mensch, den ich über alles schätze. Durch sie habe ich gelernt, mich zu öffnen und meine Gefühle offen und ehrlich zu zeigen. Das macht eine Beziehung immer besser. Auch eine romantische natürlich!

Wie haben Sie sich auf die Rolle einer Todgeweihten vorbereitet?

Ich habe damit noch keine eigenen Erfahrungen in meinem eigenen Familien- oder Freundeskreis gemacht. Deshalb habe ich recherchiert, was ihre Art von Krebs genau im Körper anrichtet und welche Effekte die Medikamente auf einen Patienten haben – psychisch und körperlich.

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Mussten Sie auch recherchieren, wie man die Mutterrolle spielt?

Ich bin mit einer Menge jüngerer Geschwister aufgewachsen und gut im Bemuttern. Diese wunderbaren kleinen Girls, die meine Töchter spielen, haben es mir zudem sehr leicht gemacht.

In einem Monat ist Valentinstag. Ist bei Ihnen etwas Romantisches geplant?

Oh wow, Valentinstag. Da habe ich noch gar nicht dran gedacht. Ich glaube, ich werde am Set sein. Die Dreharbeiten zu meinem neuen Film sollen Anfang Februar beginnen. Immerhin ist es ein romantischer Film, wer weiß …

Was ist der beste Karriereratschlag, den Sie je bekommen haben?

Es waren zwei. Von meinen Eltern. Der erste war: „Mach es nicht!“, als ich ihnen erzählt habe, dass ich Schauspielerin werden will (lacht). Gefolgt von: „Wenn du es machst, dann gib nie auf!“ Sie hatten eingesehen, dass ich mich von nichts aufhalten lasse.

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Zumal Ihnen ja die Schauspiel-Gene in die Wiege gelegt wurden, mit Don Johnson als Vater und Melanie Griffith als Mutter.

Nicht nur das. Ich bin an Sets groß geworden. Ich liebe Filme, seitdem ich denken kann. Natürlich weiß ich, dass die Branche schwierig sein kann. Aber ich bin so happy, mich für meinen Job entschieden zu haben.

Der Erfolg gibt Ihnen recht. Haben sich Ihre Eltern jemals dafür entschuldigt, dass sie versucht haben, Ihnen die Schauspielerei auszureden?

Bisher noch nicht. Ich warte drauf. Aber im Ernst, ich weiß, dass meine Eltern total stolz auf mich sind. Das genügt.