Schauspieler Tom Holland bei einem Fotoshooting für den Film „Uncharted“. Imago/ZUMA Wire

Er war schon als kleiner Junge ein Riesenfan von Indiana Jones. Und mit seiner neuen Rolle als Nathan Drake in der neuen Actionfilm-Version der Videogame-Serie „Uncharted“ kommt Tom Holland seinem großen Vorbild schon sehr nah. Dabei hatte der 25-Jährige ursprünglich auf eine ganz andere Rolle gehofft, wie er im Interview mit dem KURIER erzählt.

KURIER: Wie kamen Sie an die Rolle in „Uncharted“?

Holland: Ich hatte die Idee für einen Film, in dem ich den jungen James Bond spiele. Das habe ich den Sony-Leuten vorgeschlagen. Leider hat das nicht hingehauen. Stattdessen bot man mir die Rolle von Nathan Drake an.

Statt Geheimagent ein furchtloser Abenteurer auf der Suche nach einem verschollenen Schatz.

Genau! Von so etwas träumt jedes Kind. Unbekannte Orte auf der Welt zu erkunden und versteckte Schätze auf der Welt aufzuspüren. Ich wollte schon immer in einem Abenteuerfilm mitzuspielen. Deshalb bin ich auch echt stolz auf „Uncharted!

Lesen Sie auch: TV-Kolumne: „Star Wars“ – wenn der Lieblingsfilm immer neue Geschichten bekommt, ist das schön aber auch risikoreich >>

Tom Holland und Freundin Zendaya sind gefragte Gesichter in Hollywood. Imago/NurPhoto

Lesen Sie auch: Missbrauchsskandal um Prinz Andrew: Die Queen zahlt für den Millionen-Schlussstrich, doch wo kommt das Geld her? >>

Kannten Sie vorher eigentlich das Videogame?

Klar. Das habe ich natürlich gespielt. Es ist schon echt cool, die Chance zu bekommen, zu einem Videospielhelden zu werden.

Ein echtes Highlight im Film sind all die Sprüche, die Sie und Ihr Co-Star Mark Wahlberg sich um die Ohren hauen. Ging es am Set bei Ihnen auch so witzig untereinander zu?

Logisch! Wir haben uns öfter gegenseitig veralbert. Ich war ehrlicherweise schon sehr lange ein Fan von Mark und wir sind echt super miteinander ausgekommen. Es wäre auch sehr hart, vor der Kamera so zu tun, dass man den anderen mag – wenn es in Wirklichkeit nicht der Fall ist. Zum Glück stimmte bei Mark und mir die Chemie von Anfang an.

Als Nathan Drake sind Sie um einiges muskulöser als bei Ihrer „Spider-Man“-Rolle. Hat Ihnen Mark Wahlberg sein knallhartes Trainingsprogramm aufgezwungen?

Das ist ein interessantes Thema (grinst). Als ich Mark am ersten Tag am Set getroffen habe, ist mir sofort aufgefallen, dass er leider viel durchtrainierter und muskulöser war als ich. Dank Corona bekam ich dann aber die Chance, etwas dagegen zu tun!

Wieso dank Corona?

Weil am nächsten Tag der Lockdown begonnen hat und wir eine Drehpause einlegen mussten. Die hat insgesamt fünf Monate gedauert. Ich habe die Zeit genutzt, indem ich nichts anderes getan habe, als zu essen und zu trainieren. Essen und trainieren, Tag für Tag nichts anderes.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen!

Danke! Ich gebe zu, dass ich sehr stolz war, als wir uns dann am Set wiedertrafen und Mark baff war. Ihm ist gleich aufgefallen, dass ich um einiges besser in Form war als beim ersten Treffen.

Im Film schlagen Sie sich als Bartender durch. Sind Sie auch ein Cocktail-Fan?

Wenn man mir einen Old Fashion, Whiskey Sour oder einen Espresso Martini hinstellt, dann sage ich bestimmt nicht Nein.

Auch Antonio Banderas spielt zusammen mit Tom Holland in „Uncharted“. Imago/Alterphotos

Lesen Sie auch: „The Masked Singer“ startet: Alle Infos zur neuen Staffel – und eine faustdicke Überraschung! >>

Sie sind inzwischen zu einem Weltstar aufgestiegen. Genießen Sie Ihren neuen Status?

Der größte Vorteil ist, dass ich es mir jetzt leisten kann, nicht mehr jedes Angebot annehmen zu müssen. Ich kann mir meine neuen Projekte ganz in Ruhe aussuchen und nehme nur noch Rollen an, die mich echt begeistern!

Sie kommen so nett und bescheiden rüber wie eh und je. Wie schaffen Sie es, nicht abzuheben?

Ich habe einen tollen Freundeskreis und eine fantastische Familie. Die sind die ersten, die mich wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholen. Ich will auch in Zukunft einfach der bleiben, der ich schon immer war. Und wenn meine Freunde merken, ich verändere mich, glauben Sie mir, das bekomme ich dann deutlich zu hören!

Im Film lernen Sie auf die harte Tour, dass man niemanden vertrauen kann. Sind Sie privat jemand, der anderen leicht vertraut?

Ich vertraue anderen viel zu leicht – leider! Ich will immer nur das Gute in den Menschen sehen. Doch das kann insbesondere in Hollywood problematisch werden. Da muss ich in Zukunft auf jeden Fall schlauer sein!