Gratulation zum Jubiläum: Herbert Köfer zusammen mit Regisseur Bernd Böhlich am Filmset. Foto: aah-pictures

Es ist sein erster Drehtag – und schon knallen die Sektkorken für Herbert Köfer (99). Der Grund ist nicht etwa, dass der beliebte Volksschauspieler nach vier Jahren Pause nun im brandenburgischen Gröben für den neuen Horst-Krause-Streifen wieder vor einer Filmkamera steht. Nein, der Zufall wollte es, dass Köfer an diesem Freitag genau vor 80 Jahren seine Schauspieler-Karriere begann. Das Bühnenjubiläum musste natürlich gefeiert werden.

Regisseur Bernd Böhlich hatte die kleine Überraschungsparty am Set vorbereitet. Und Köfer erinnerte daran, wie er am 11. September 1940 am Stadttheater in Brieg (heute Polen) seinen ersten Arbeitsvertrag als Schauspieler bekam und als junger „Alter Fritz“ im Stück „Katte“ auf der Bühne stand. Zu den Gratulanten gehörte natürlich Horst Krause (78), mit dem Köfer dann auch seine erste Szene für den TV-Film „Krauses Zukunft“ drehte.

In dem Streifen spielt der 99-jährige Star einen 100-Jährigen, der um sein Haus kämpfen muss. Das Köfer nun an seinem Jubeltag arbeiten muss, damit hat er überhaupt kein Problem. „Ich stehe ja auch fast immer an meinen Geburtstagen auf der Bühne“, sagt er dem KURIER. „Arbeiten und feiern – bei mir geht beides.“

Der neue Horst-Krause-Film, den der RBB gerade dreht, soll zu Köfers 100. Geburtstag im kommenden Februar im ARD-Hauptprogramm gezeigt werden. In dieser Zeit wird der beliebte Star auch in der Arzt-Serie „In aller Freundschaft“ zu sehen sein. Keine Wiederholung: „Es ist eine neue Folge mit mir, die Dreharbeiten gehen im Herbst los. Damit bin ich in dieser Serie schon das fünfte Mal dabei.“ Und wenn Köfer gerade nicht dreht, ist er mit seiner Biografie „99 und kein bisschen leise“ weiter auf Lesetour.