Der Entertainer und Musiker Helge Schneider hat Spaß am Aufräumen. Foto: Uwe Anspach/dpa

Unterhaltungskünstler Helge Schneider („Katzeklo“) ist nach eigener Aussage privat „sehr ordnungsliebend“. „Ich habe monatelang aufgeräumt“, sagte er über seinen Alltag während der Corona-Zeit. 

Neben möglichen Corona-Beschränkungen sei diese Ordnungsliebe auch ein Grund, warum Schneider seinen 65. Geburtstag am 30. August nicht groß feiern will. „Nach der Party an meinem 50. Geburtstag habe ich vier Tage lang aufgeräumt. Das mache ich erst wieder, wenn ich 100 werde“, sagte der Musiker der „Augsburger Allgemeinen“. Wahrscheinlich kämen nur seine Kinder zu Besuch.

Seine Herkunft aus eher kleinen Verhältnissen halte ihn insgesamt auf dem Teppich. „Ich versuche zum Beispiel, keine Schulden zu haben.“ Andererseits besitze er aber 60 Gitarren, fünf Flügel, Kontrabässe, alte Autos und Motorräder.

Inzwischen hat der Komiker auch seinen Widerstand gegen Konzerte während der Corona-Pandemie aufgegeben. „Jetzt gibt es die Möglichkeit, vor mehreren Hundert Leuten zu spielen – das ist dann so, wie ich angefangen habe, nur dass die weiter auseinander sitzen“, sagte der 64-Jährige der Münchner „Abendzeitung“.

Mitte Mai hatte Schneider in einer Videonachricht auf seiner Facebook-Seite noch erklärt, dass er erst wieder auftrete, „wenn alle Freiheiten wieder da sind“. Ansonsten gehe das nicht. „Da muss ich konsequent bleiben“, sagte er damals.

Nun meinte er in dem Interview: „Die nächsten zwei, drei Jahre wird das erst mal so vor sich hindümpeln. Ich habe mich aber entschlossen, Solo-Konzerte zu machen – aber nicht vor Autos.“ Eine Rückkehr zu früheren Konzerten sieht der Musiker noch lange nicht: „Diese Nähe, die Jazz-Musik mit sich bringt, wenn man in einem kleinen Club oder irgendwo auf engstem Raum spielt: Das ist vorbei, für lange, lange Zeit.“