Helen Mirren auf der Berlinale. Foto: dpa/Gregor Fischer

Sie spielte Elizabeth II. in „Die Queen“ und bekam 2007 dafür einen Oscar. Ansonsten brillierte Helen Mirren in „Hitchcock“, die „Frau in Gold“ oder in der Sky-Serie als „Katharina die Große“.

Sie ist eben eine Frau mit vielen Gesichtern, diese Britin mit adeliger russischer Abstammung, die bereits als 19-Jährige in die renommierte Royal Shakespeare Company aufgenommen wurde – als eine der jüngsten Schauspielerinnen, der diese Ehre zuteil wurde. Mehr als 100 Filme später – gestern erhielt Mirren bei der Berlinale   den Goldenen Ehrenbär für ihr Lebenswerk. Außerdem ist ihr die traditionelle Filmreihe Hommage gewidmet. Damit nicht genug: Die Britin ist jetzt auch noch Berlinerin!

Gut gelaunt spazierte die 74-Jährige einen Tag zuvor ins Rote Rathaus. Berlins Regierender Michael Müller (SPD) empfing sie und nannte sie stolz „Dame Helen Mirren“.   Dann verewigte sich die Schauspielerin mit „Thank you Berlin for being here!“ im Gästebuch der Stadt.   Gestern zeigte sich die Schauspielerin vor ihrer Bären-Party noch der Presse, die Mirren gleich lachend aufforderte,   ihr Standing Ovations zu geben.

Schauspielerin Helen Mirren trägt sich im Beisein von Michael Müller (SPD) in das Gästebuch von Berlin ein. Foto: dpa/Jörg Carstensen

An ihrer Seite Festivalchef Carlo Chatrian, der seine Rede über Mirren kurz hielt: „Ich brauche sie gar nicht vorzustellen, wir kennen sie alle.“

Und dann redete sie. Über ihren Start am Theater, dass sie als junge Frau gar kein „Fernsehgerät zu Hause hatte“ und daher nie TV schaute oder gar ins Kino ging. Später habe sie dann aber ihre Leidenschaft für den Film entdeckt. Bis heute. Und sie verriet lachend: Bei einem Drehbuch lese sie immer die letzte Seite, um zu sehen, ob sie noch vorkomme. Wenn die Figur einfach so verschwinde, habe sie keine Lust auf die Rolle. Und wie war das, die richtige Queen zu treffen? Mirren: „Ich habe einen hohen Respekt vor ihr.“ Ihre treue Zuverlässigkeit beeindrucke sie. Berlin und die Berlinale lobte sie ebenso: „Hier in Berlin ist das Publikum sehr kritisch und gut informiert.“