Das heutige Ex-Ehepaar Heidi Klum und Seal bei einer Preisverleihung in Los Angeles im Jahr 2011.
Foto: imago/ZUMA Press

Gerichtskrieg um eine Deutschlandreise zwischen Heidi Klum (47) und Seal (57). Das deutsche Model will ihre vier Kinder für ein Vierteljahr mit in ihr Heimatland nehmen – doch ihr Ex-Ehemann legt ihr Steine in den Weg. Jetzt will Klum Seal vor Gericht zu einer Reise-Erlaubnis zwingen, weil ihre Abwesenheit für ihre Kinder „extrem schädlich wäre“.

Der Webseite „The Blast“ liegen Klums Gerichtsakten vor, in denen sie vor dem Familiengericht von Los Angeles einen „Antrag auf eine Notfallanhörung“ stellt. Darin verweist Klum darauf, dass sie vertraglich verpflichtet ist, ab Oktober für dreieinhalb Monate „Germany’s Next Top Model“ zu drehen.

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Klum führt aus: „Ich arbeite seit vielen Jahren als Moderatorin und Haupt-Jurymitglied in der Show, die einen Großteil meiner jährlichen Einnahmen ausmacht. [...] Weder ich noch Seal zahlen dem anderen Kindergeld. Aber da die Kinder die meiste Zeit mit mir verbringen, trage ich einen größeren Anteil der Kosten.“

Klum und Seal teilen sich das Sorgerecht für die Kinder, „wobei die Kids den absoluten Großteil der Zeit bei mir leben. Seal hat, wenn überhaupt, nur sporadisch Zeit für sie [...]“ , schreibt Klum ergänzend.

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Heidi Klum wirft Seal Missgunst vor

Klum, die von der Star-Anwältin Laura Wasser vertreten wird, schreibt, dass Seal sein Veto eingelegt habe, weil er die Reise wegen der Covid-19 Pandemie für Leni (16), Henry (14), Johan (13) und Lou (10) als zu gefährlich ansieht. Er habe vorschlagen, dass Klum die Kinder mit ihren „Angestellten“ zurücklässt, damit er sie „weiterhin von Zeit zu Zeit sehen kann“. Klum allerdings ist überzeugt, dass die Kinder in Deutschland sicherer wären als in Los Angeles. Sie begründet ihre Aussage mit steigenden Corona-Infektionszahlen in Kalifornien. „Im Gegensatz dazu sind die Zahlen in Deutschland so sehr gesunken [...]. Mir ist durchaus bewusst, welche notwendigen Vorkehrungen ich gegen das Covid-19-Virus treffen muss, weil ich niemals die Gesundheit unserer Kinder riskieren würde [...].“

In den Gerichtsakten weist Klum auch auf ihre Vorzüge als pragmatische Mutter hin: „Ich habe nur eine Nanny, die mir mit unseren vier Kindern hilft. Obwohl ich karrieremäßig sehr beschäftigt bin, haben unsere Kinder für mich oberste Priorität. [...] Ich helfe ihnen mit Schule, Nachhilfestunden und Aktivitäten. Ich koche für sie, ich begleite sie zu Arztterminen, ich höre ihnen zu und helfe ihnen, ihre täglichen Probleme zu lösen – etwas, wozu Henry (Seal) bislang nicht in der Lage war.“.

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Klum, mittlerweile mit Tokio-Hotel-Mitglied Tom Kaulitz (30) verheiratet, sieht in Seals ablehnender Haltung Missgunst: „Wie ich erfahren habe, hat Seal meine Bitte abgelehnt, [...] weil er meint, dass ich nicht ‚wirklich‘ arbeiten muss. Ich musste mein ganzes Leben arbeiten, ich hatte noch nie Hilfe dabei, mir meinen Unterhalt zu sichern.“

Klum behauptet, dass sie bereits im April mit Seal über die Reise gesprochen habe. Ursprünglich soll der Sänger zugestimmt, dann aber seine Meinung geändert haben.

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Tochter Leni schrieb einen Brief an Vater Seal

In den Gerichtsdokumenten legte Klum einen Brief ihrer ältesten Tochter Leni bei. Darin beschreibt sie, dass sie mit nach Deutschland will, auch weil sie dort ihren ersten großen Model-Auftrag für die deutsche „Vogue“ hat. Leni beschreibt ihren Versuch, mit Seal bei einem Lunch über die Deutschlandreise zu reden. Und wie ihr Vater „wütend geworden ist“. Dann habe sie ihm einen Brief geschrieben, den aber nicht abgeschickt.

Jetzt muss das Gericht über den Streit zwischen den Eltern entscheiden.