Gestern und heute: Günther Jauch moderiert „Wer wird Millionär“ schon seit 1999. Die Fotos zeigen den Quizmaster im Jahr 2001 (links) und heute. Imago/teutopress, TVNOW/Stefan Gregorowius

Eigentlich läuft Deutschlands erfolgreichste Quizshow „Wer wird Millionär“ nur am Montag, doch diese Woche gibt’s am Donnerstag eine zweite Sendung. Und das nicht ohne Grund: Es ist die 1500. Folge der Ratesendung mit TV-Star Günther Jauch, das Jubiläum wird mit einer Überraschungsausgabe gefeiert. Im Interview verrät Jauch, warum er Respekt vor der Geburtstags-Sause hat, an welche Kandidaten er sich gern erinnert und was das Erfolgsgeheimnis der Show ist.

Laut RTL wird die Jubiläumssendung (Donnerstag, 20.15 Uhr) eine „Überraschungsshow für die ganze Familie“ – die Planungen dafür laufen schon länger, nur einer weiß offenbar nicht Bescheid: Moderator Günther Jauch! „Ich behalte in Sendungen eigentlich lieber die Kontrolle. Bei der Sendung gilt allerdings das Prinzip ,Denn er weiß nicht, was passiert‘. Und ich habe auch keine Ahnung, auf welche Kandidaten oder Gäste ich treffe. Das wird spannend“, verrät er im Interview mit dem Sender. „Man muss auf alles gefasst sein oder sogar damit rechnen, dass einem die peinlichsten Szenen aus 21 Jahren WWM noch einmal vorgeführt werden.“

Günther Jauch erklärt das Erfolgsgeheimnis von „Wer wird Millionär“

Denn spannende Momente gab es einige, schließlich wird das Format schon seit September 1999 gesendet. Und ein Ende der Erfolgsgeschichte ist nicht in Sicht! Woran liegt’s, dass die Quizshow so viele TV-Zuschauer begeistert? „Das Konzept ist simpel und für jeden verständlich. Man kann sich in der Sendung auch jederzeit ein- und wieder ausschalten“, sagt Jauch. „Jeder kann sein eigenes Wissen überprüfen und bekommt ein Gefühl für die Wertigkeit der richtigen Antwort. Ganz konkret: Wer zu Hause die 500.000-Euro-Frage beantworten kann, geht mit einem anderen Gefühl ins Bett, als wenn er oder sie schon bei 500 Euro scheitert.“

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Und: Es liegt auch an den Kandidaten, die es spannend machen – und den verschiedensten Typen. „Es gibt weiterhin die Sicherheitsfanatiker. Die wollen mit 16.000 Euro aus der Sendung rausgehen, weil Mama eine neue Küche braucht“, sagt Jauch. „Diesem Ziel ordnen sie alles, insbesondere die jeweilige Jokerwahl, unter. Die Zocker greifen hingegen nach den Sternen, durchaus auch in dem Bewusstsein, auf halber Strecke abzustürzen. An diesen zwei Spielertypen hat sich in den Jahren wenig geändert.“

„Wer wird Millionär“ läuft seit 1999 – und das Konzept ist heute noch erfolgreich. Imago/teutopress

Besonders gern erinnere er sich an Kandidaten wie Aaron Troschke, „der es nach der Sendung vom Brötchenverkäufer zum namhaften Influencer gebracht hat“, sagt er – aber auch an Promis wie Hape Kerkeling, der in seiner Rolle als Horst Schlämmer das Konzept der Show umdrehte, den Moderationsstuhl enterte und Jauch zum Kandidaten machte. Aber: Es sind viele Geschichten, die für Jauch den Reiz der Sendung ausmachen. „Alle, die mit großen Emotionen verbunden waren. Mit Tränen des Glücks über sensationelle Gewinne und tiefer Verzweiflung, weil alles schiefgegangen ist.“

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Ob dem sonst so sachlichen Quizmaster in der Jubiläumsshow auch Tränen des Glücks kommen – oder doch eher jene der Verzweiflung? Das werden die TV-Zuschauer am Donnerstag um 20.15 Uhr bei RTL sehen können.