Günther Jauch moderiert seit Jahren die Quizshow „Wer wird Millionär“. Foto: TVNOW/Stefan Gregorowius

Millionen Menschen in ganz Deutschland schauen gern „Wer wird Millionär“, raten mit – und schütteln oft genug auch erstaunt mit dem Kopf, wenn die Kandidaten auf dem Ratestuhl bei vermeintlich einfachen Fragen ins Straucheln geraten. So erging es in der vergangenen Woche erst Jonni di Sante, der sich Jauchs Fragen stellte. Schon bei den wirklich simplen Aufgaben hatte er Schwierigkeiten, zögerte. Doch jetzt verrät Jauch, warm gerade die einfachen Fragen für die Kandidaten die schwersten sind!

Jonni di Sante brauchte mehrmals Hilfe von Jauch – der Quizmaster boxte den Kandidaten unter anderem mit viel Geduld durch die 4000-Euro-Frage. Doch schon vorher hatte der „Wer wird Millionär“-Teilnehmer große Schwierigkeiten.

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Etwa bei der 50-Euro-Frage. Sie lautete: „Qualitätsprüfer testen Waren in Hinblick auf ihre…“ – die Antworten: A) Milde, B) Nachsicht, C) Güte, D) Barmherzigkeit. Es scheint offensichtlich zu sein, dass „Güte“ die richtige Antwort ist. Doch di Sante strauchelte, antwortete erst nach langem Zögern. „Ich bin nur so nervös“, sagte er Jauch danach. Der Quizmaster: „Das macht nichts, das kriegen wir hin.“

Die Angst, sich bei „Wer wird Millionär“ zu blamieren, ist einfach zu groß

Auch bei den folgenden Fragen hatte er Probleme. Im Interview mit RTL verriet er nach der Show, er sei sehr aufgeregt gewesen. „Ich bin aus diesem Anfangpool rausgekommen und dann habe ich mir gedacht: Oh Gott, jetzt hast du den Salat“, sagt er. Natürlich habe er die Antworten auf die Fragen gewusst, aber die Angst, sich zu blamieren, sei zu groß. „Ich habe dann so eine Art Blackout gehabt.“

Jauch und Kandidat Jonni di Santi bei „Wer wird Millionär“. Foto: TVNOW/Stefan Gregorowius

Aber: Günther Jauch habe ihn beruhigen können. „Über seine Augen hat er gesagt: Komm, wir kriegen das schon hin. Und ich meine, mit seiner Stimme ist er auch ruhiger geworden, das hat mir dann geholfen.“

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Der Quizmaster hat Erfahrung mit dem Phänomen, das er im Interview mit RTL sogar erklärte. „Die Leute gehen natürlich mit einem gewaltigen Adrenalinspiegel auf den Stuhl. Einerseits mit Erleichterung, dass sie die Auswahlfrage überstanden haben, das ist ja für meine Begriffe tatsächlich die größte Hürde“, sagt Jauch. „Und dann sitzen sie da und dann steigt natürlich der Puls. Dann geht das los bei Fragen, bei denen sie wissen, dass sie sie eigentlich wissen müssten. Dann kommt der übliche Abgleich: Zu Hause hätte ich die Frage gewusst. Und dann kommt schließlich und endlich noch das finale Brett vorm Kopf – und dann ist alles aus.“

Jonni di Santi kam immerhin bis zur 8000-Euro-Frage – dann schied er aus der Show aus.