Günther Jauch setzt sich für die Impfkampagne ein - und wird dafür öffentlich beschimpft.  dpa/Henning Kaiser

Günther Jauch (64) ist wieder da. Nach überstandener Corona-Infektion kehrt er zurück vor die Kamera – und freut sich sehr darüber.  Dieser Tage wurde die Show „5 gegen Jauch“ aufgezeichnet, die am Samstag (20.15 Uhr, RTL) ausgestrahlt wurde. 

„Für mich war die Auszeit schon sehr ungewohnt“, sagt Jauch. In den vergangenen 45 Jahren sei bei ihm nie eine Sendung wegen Krankheit ausgefallen - nun seien es gleich drei gewesen. „Da war ich schon erleichtert, als ich wieder in den Normalmodus schalten konnte“, so Jauch über sein Comeback.

Auf die Frage, ob die Aufzeichnung nun anstrengender als früher war, sagt Jauch, er habe die Infektion selbst nicht als „so dramatisch erlebt. Dagegen habe ich die Hartnäckigkeit des Virus unterschätzt“, räumt er ein. „Coronatest-Verkäufer hatten an mir viele Wochen lang große Freude. Man testet und testet und ist nach jedem positiven Ergebnis immer wieder neu frustriert.“

Es gebe allerdings härtere Schicksale, als mal drei Wochen zu Hause nicht gerade viel zu tun zu haben. „Ich habe viel gelesen, aufgeräumt und tatsächlich auch deutlich mehr ferngesehen als sonst“, sagt Jauch. „Außerdem hört man mehr in seinen Körper hinein, um nicht doch von ernsteren Corona-Nebenwirkungen überrascht zu werden.“

Günther Jauch zugeschaltet bei „Stern TV “

Für die TV-Zuschauer war sichtbar: Jauch konnte auch während seiner Erkrankung nicht völlig von seinem Fernsehjob lassen und ließ sich sich zum Beispiel bei der RTL-Sendung „Stern TV“ per Video zuschalten. Dort überraschte er mit einem erschreckenden Geständnis. 

Jauch berichtete live über etwas, das sogar „Stern TV“-Moderator Steffen Hallaschka sichtlich schockierte. Dabei ging es nur indirekt um seine Erkrankung. 

Der „Wer wird Millionär“-Moderator gehört eigentlich zu den beliebtesten Deutschen. Trotzdem sieht er sich aktuell einem unfassbaren Shitstorm ausgesetzt. Ihn erreichen Beleidigungen, Beschimpfungen,  ja sogar Morddrohungen. Bei „Stern TV“ zitierte der 64-Jährige aus einigen der schockierenden Nachrichten.

Impfgegner gehen auf Jauch los

Hintergrund der wüsten Beschimpfungen:  Jauch engagiert sich für die Impfkampagne der Bundesregierung. Das ist für einige offenbar Grund genug, ihn auf widerliche Art und Weise anzugreifen. „Damit bin ich jetzt freiwillig ein Systemling, der sich bei Frau Merkel und ihren Schergen andient“, las Jauch aus seiner „Fanpost“ vor. Und das ist lange nicht alles. 

„Ich stifte zur Körperverletzung und zum Mord an“, „Ich mache mich mitschuldig am größten Verbrechen an der Menschheit, das je stattgefunden hat“, „In spätestens einem Jahr werde ich verbrannt sein und angeklagt werden“.

Es stapeln sich die Briefe von militanten Impfgegnern, die ihm alle nur Böses unterstellen. „Was hier stattfindet, ist Euthanasie zum Aufbau eines zionistisch geführten totalitären Systems“, zitierte  Jauch weiter.

„Stern TV“-Moderator Steffen Hallaschka mochte nicht glauben, was er da hörte: „Das ist aber krass.“

Günther Jauch: Wie geht er mit dem Shitstorm um?

Jauch selbst geht mit dem Hass gelassen um. Wenngleich er zugeben muss: „Ich wundere mich, dass es so viele sind. Ich wundere mich, dass die im glasklaren Deutsch mit Subjekt, Prädikat, Objekt das alles formulieren können und dass sie sich vor allem überhaupt nicht scheuen, das mit vollem Namen zu machen.“

Erst seit kurzen wirbt Günther Jauch für die Corona-Schutzimpfung. Auch Schauspielerin Uschi Glas und Ex-Fußballprofi Sepp Maier machen sich für die Sache stark - und sind vermutlich ähnlichen Beschimpfungen ausgesetzt. 

Jauch ist und bleibt „Impfluencer“

Das Motto der Kampagne lautet #ÄrmelHoch. Im Netz etablierte sich bereits das Wort „Impfluencer“, das vom Begriff Influencer abgeleitet ist und für Promis steht, die öffentlich fürs Impfen werben.

Jauch kündigte an, der Kampagne treu zu bleiben.