Die amerikanisch-kubanische Pop-Sängerin Gloria Estefan.  Foto: Foto: Francisco Seco/AP/dpa

Tränen in Gloria Estefans (63) neuer Facebook-Talkshow. In „Red Table Talk: The Estefans“ unterhielten sich die Sängerin, ihre Nichte Lili (53) und ihre Tochter Emily (25) über ein schmerzhaftes Thema, das seit Jahren die Familie belastet: Die alles andere als perfekte Reaktion der Mutter, als ihr ihre Tochter mitteilte, dass sie lesbisch war.

Laut Emily hatte sie mit 21 ihr erstes sexuelles Erlebnis mit einer Frau und probierte zwei Wochen später auch Sex mit einem Mann aus. Als sie dann ihre heutige Partnerin Gemeny Hernandez traf, „wusste ich, was ich wollte.“ Und sie war bereit, sich vor ihrer Mutter und dem Rest der Familie zu outen. Auf ihr „Hey Mama, ich habe mich in dieses Girl verliebt“, erwiderte Gloria nur: „Wenn du das deiner Oma sagt, stirbt sie und du hast ihr Blut an den Händen.“

Bei der Erinnerung daran kamen Emily in der Sendung die Tränen: „Ich war nicht bereit für diese Reaktion. Ich verstehe, meine Oma war alt, aber warum soll ich es verstecken? Das hat mir sehr weh getan, und ich werde das niemals vergessen.“

Lesen Sie auch: Dramatische Beichte: Tommy Lee trank über sieben Liter Wodka täglich >>

Gloria verteidigte sie damit, dass sie das Verhältnis ihrer Tochter mit der ultrakonservativen Oma schützen wollte: „Meine Mutter war sehr krank. Und in meinem Kopf habe ich gedacht ‚Wenn Emily ihr das jetzt sagt und sie stirbt, dann mach sich Emily vielleicht für immer Vorwürfe.‘“

Das wollte Emily nicht gelten lassen: „Du wolltest noch nicht einmal, dass ich in der Öffentlichkeit mit Gemeny Händchen halte. Mir war es egal, ob es raus kommt!“

Glorias Sorge galt allerdings dem Debütalbum ihrer Tochter, das sie zu der Zeit herausbringen wollte: „Ich wollte nicht, dass jemand in einem Restaurant ein Bild macht. Du bist nun mal die Tochter von einem Promi. Und das hätte dann deine Musik überschattet.“ Emily war empört: „Du redest über meine Karriere, und ich war suizidal!“ Da traten auch Tränen in Glorias Augen: „Das wusste ich ja nicht. Ich konnte es nicht wissen. Wir lieben dich ohne Auflagen und wollten dich immer nur schützen. Dass ich dir dadurch weh getan habe, macht mich krank!“

Mehr aktuelle Nachrichten und Geschichten aus dem Ressort Show finden Sie hier >>

Besonders traurig war für Emily, dass ihre Großmutter starb, ehe sie ihr die Wahrheit erzählen konnte. Immerhin hat die 25-Jährige ihrer Mutter vergeben – auch dank einer Familientherapie: „Ich hatte nie die Angst, dass du mich verstoßen könntest. Du hattest leider nur als aller Erstes das total Falsche gesagt.“