Kim Kardashian und Kanye West sind nun endlich geschieden. Evan Agostini/Invision/AP

Diesen Tag hatte sie sich seit über einem Jahr herbeigesehnt: Kim Kardashian ist 13 Monate nach dem Einreichen des Scheidungsantrags jetzt offiziell wieder single. Der Richter in Los Angeles gab dem Antrag der 41-Jährigen statt und entschied, dass ihre Ehe mit Kanye West ab sofort als geschieden gilt.

Die Scheidungsmodalitäten von Gütertrennung bis Sorgerecht um die vier Kinder soll separat vom Beziehungsstatus entschieden werden. Diese sogenannte „legale Zweiteilung“ ist nach kalifornischen Recht zulässig, weil es den Ehepartnern die Möglichkeit gibt, wieder zu heiraten – ohne dass die Streitigkeiten mit dem Ex-Partner beigelegt sein müssen. Kanye hatte sich gegen den Antrag seiner Ex-Frau gestellt – in der Hoffnung, sie noch überzeugen zu können, wieder zu ihm zurückzukommen.

Kim Kardashian und Kanye West sind offiziell geschieden

Kardashian war konservativ mit schwarzer Bluse und mit zurückgebundenem Haar per Videoschaltung im Gerichtssaal von Steve Cochran erschienen. Ihre Star-Anwältin Laura Wasser war vor Ort. West, der auf einen virtuellen Auftritt verzichtete, ließ sich durch seine neue (und bereits 4.) Anwältin Samantha Spector vertreten.

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Kanye West mit seiner Tochter North West imago images/Matrix

Die Anhörung begann damit, dass der Richter sich bei Kardashian erkundigte, wie es North (8), Saint (6), Chicago (4) und Psalm (2) geht. Kim antwortete: „Ihnen geht es allen gut. Wir haben viel Spaß mit einander.“ Kardashian lächelte dankbar, als ihr Cochran sagte, dass er aus Schutz der Privatsphäre darauf verzichtet hatte, sich Bilder von den Kindern zeigen zu lassen. Dann schwor Kim noch einmal unter Eid, dass alle ihre Angaben in den Gerichtsdokumenten wahrheitsgetreu sind, ihre Ehe „unwiderruflich zerbrochen“ ist, Ehetherapie die Beziehung nicht retten kann und dass sie den Wunsch hat, wieder Single-Status zu bekommen.

Ihre Anwältin Laura Wasser informierte das Gericht, dass „ich nicht davon ausgehe, dass es beim Sorgerecht zu Meinungsverschiedenheiten kommen wird“.

Streit gab es dann aber um zwei Anträge von West. Dieser verlangte zu einem, dass Kardashian bis zu einer Einigung der Zugriff auf Treuhandfonds verweigert wird, die während der Ehe angelegt wurden. Zudem forderte er durch Spector, dass das „eheliche Privileg“ gestrichen wird. Das bedeutet, dass alle Gespräche der Ex-Ehepartner in Gerichtsdokumenten offiziell aufgeführt werden dürfen. Wasser legte Einspruch ein: „Für solch einen Antrag gibt es keinen Präzedenzfall. West versucht nur, es für Ms Kardashian schwieriger zu machen, in Zukunft noch einmal heiraten zu können.“

Am Ende wurde es für Kardashian ein Sieg auf ganzer Linie

Am Ende wurde es für Kardashian ein Sieg auf ganzer Linie. Richter Cochran willigte ihrem Single-Status zu und erlaubte, dass sie den Zweitnamen West ab sofort amtlich ablegen darf. Dazu verbot der Richter der West-Seite, Ehepartner-Gespräche in Anträgen offen zu legen – weil sie damit auch öffentlich werden würden. Zudem darf sich Kardarshian Gelder aus den Treuhandfonds abzweigen, da die Verteilung des Geldes im Vor-Ehevertrag der Beiden schon festgelegt sei.

Die nächste Anhörung findet am 5. August statt, bei der Anträge von beiden Seiten zur finanziellen Einigung und Sorgerecht eingebracht werden sollen.