Darfs ein bisschen mehr sein? Im Video zur neuen Single umgibt sich Frank Schöbel mit den Raritäten dieser Tage. Foto: privat

Was kommt eigentlich dabei heraus, wenn der Sänger Frank Schöbel sich wegen des allgemeinen Corona-Hausarrests langweilt? Eine neue Fassung seines Liedes „Pass auf Dich auf!“

Wenn man hört, wie Frank Schöbel dabei das Wort „Klopapier“ singt, merkt man, dass ihm diese Bastelei im Mahlsdorfer Heimstudio Spaß gemacht hat. Es gibt sogar ein kleines Video, in dem Schöbel den Song inmitten von Klopa- pierrollen und mit einer Nudelkette um den Hals vorträgt. Die Aufnahme entstand mit dem Handy und ich durfte Schöbel bei der Bearbeitung des Films mit meinem Computer Hilfe leisten. Da wanderten 300 MB Daten flott hin und her.

Schöbel hätte ohne Corona gerade gar keine Zeit für solche Spielereien: „Mein Theaterstück ,Die Frank Schöbel Story‘ in Dresden stand kurz vor der Premiere. Die Schauspieler, meine Musiker und das Publikum trifft das schon ziemlich hart.“ Auch als absehbar war, dass es zunächst keine Vorstellungen geben kann, wurde nicht sofort die Notbremse gezogen: „Wir haben trotzdem geprobt und eine Generalprobe ohne Publikum gemacht, alles
aufgezeichnet, damit wir lernen können und, wenn es wieder los geht, fit sind.“ Aber Schöbel will sich nicht klagen:
„Ich sehe das alles ziemlich lo- cker, weil ich in meinem Leben schon viele Rückschläge verkraften musste.“

Ihn irritiert, wie er seine Mitmenschen in diesen speziellen Wochen kennenlernt: „Dass Menschen Klopapierwie irre kaufen, ist schon ziemlich schräg.“ Der Sänger versteht das dahintersteckende Problem nicht, denn falls man wirklich mal kein Papier für hinterlistige Zwecke mehr hätte, gäbe es aus seiner Sicht eine simple Notlösung: „Man könnte sich doch einfach nur waschen ...“