Mit Dr. Delgado (Collien Ulmen-Fernandes) bekommen Kapitän Max Parger (Florian Silbereisen, r.) und Staffkapitän Martin Grimm (Daniel Morgenroth) Verstärkung an Bord des TV-„Traumschiffs“. Foto: dpa/Dirk Bartling/ZDF

Am Ostersonntag (20.15 Uhr) schippert Florian Silbereisen im ZDF als Kapitän Max Parger auf dem „Traumschiff“ durch den Indischen Ozean – in Wahrheit aber waren er und die Crew wegen der Corona-Pandemie ganz woanders: Gedreht wurde teils im winterlichen Emden – mit ein paar Tricks, wie Silbereisen im Interview verrät.

Haben Sie sich inzwischen an Dreharbeiten unter Corona-Bedingungen gewöhnt?

Erst mal bin ich dankbar, dass wir überhaupt ein bisschen arbeiten und für das „Traumschiff“ wieder eine neue Folge drehen durften. Dafür nimmt man gerne erschwerte Bedingungen und Regeln in Kauf. Gewöhnen möchte ich mich aber nicht daran, weil ich hoffe und fest daran glaube, dass wir in ein paar Monaten wieder bessere Zeiten erleben werden.

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Was war die größte Herausforderung dieses Mal?

Wir haben alle Schiffsszenen im Dezember in Emden gedreht. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt ist es nicht angenehm, im kurzen Hemd so zu tun, als wäre man auf den Malediven. Damit diese Szenen im kalten Winter so wirken wie im tropischen Süden, musste man etwas tricksen: Unter unseren Kostümen hatten wir überall Wärmepacks versteckt und verklebt – sogar in den Schuhen. Und damit man den Atem in der Kälte nicht sieht, hilft es, kurz vorm Dreh Eiswürfel zu lutschen. Es hat am Ende Spaß gemacht und wir sind alle glücklich, dass wir diese Folge drehen konnten.

Als Sascha Hehn damals die Kapitänsmütze von Siegfried Rauch übernahm, sagte Wolfgang Rademann, bei einem jüngeren Kapitän könne man „noch was mit den Frauen machen“. Hoffen Sie auf Liebesgeschichten für Kapitän Parger?

Also hoffen wäre jetzt übertrieben. Mal schauen, vielleicht verliebt sich der Kapitän irgendwann. Aber bitte erst nach Corona, wenn man wieder richtig küssen darf. Jetzt freue ich mich erst mal, dass wir für die aktuelle Folge schon einmal an Frauenpower zulegen konnten. Wir bemühen uns ja immer extrem darum, immer wieder neue, überraschende Stars zu verpflichten: Neben Collien Ulmen-Fernandes als neue Schiffsärztin konnten wir für diese Folge auch die „Let’s Dance“-Moderatorin Victoria Swarovski als Tanzlehrerin gewinnen! Und sie kann nicht nur tanzen, sondern auch flirten! Aber sie hat ein Auge auf einen charmanten Gast geworfen und verdreht ihm den Kopf – nicht dem Kapitän.

Wären Liebesszenen für Sie ein Problem?

Keine Ahnung ... Ich hab noch nie eine Liebesszene gespielt. Aber alle erzählen ja immer, dass das vor der Kamera alles andere als romantisch sein soll.

Apropos Liebe: Wie sieht es denn bei Ihnen privat eigentlich aus?

Danke der Nachfrage, aber sie verstehen sicher, dass ich über mein Privatleben lieber mit meinen Freunden rede. Vielleicht werden wir ja mal dicke Freunde ...

Wenn Sie wieder privat reisen dürfen – wohin geht es dann?

Ich hoffe, dass ich im Sommer mit Kumpels eine schöne Motorradtour machen kann. Ein bisschen baden im See, gut essen, trinken und gesellig beisammen sein. Das wäre perfekt. Früher wollte ich immer möglichst weit weg, irgendwohin in die Ferne, aber mittlerweile bin ich auch gern in den Bergen wandern. Da findet man wirklich seinen Ausgleich.

Was war der schönste Urlaub, den Sie jemals verbracht haben?

Ich durfte im Urlaub schon viele Länder und Kulturen kennenlernen, auf Bergtouren einmalig schöne Blicke über die Gipfel genießen und, und, und ... Aber irgendwie hofft man doch, dass der schönste Urlaub noch vor einem liegt.

Und mit wem waren Sie damals unterwegs?

Ich hatte immer viel Spaß im Urlaub, egal mit wem ich unterwegs war.

Wenn Sie sich selbst im Fernsehen entdecken – schalten Sie dann weg oder schauen Sie sich das interessiert an?

Normalerweise senden wir unsere Shows live und somit kann ich da ja gar nicht zuschauen. Das „Traumschiff“ wird aber immer geschaut. Ich mach es mir dann im Bademantel bequem und lasse mich von nichts und niemandem stören.

Stört Sie etwas an sich, wenn Sie sich auf dem Bildschirm sehen?

Ich werde mich wohl nie ganz daran gewöhnen, dass ich selbst aus dem Bildschirm schaue. Wenn man selbstkritisch ist, findet man immer etwas, was einem nicht gefällt und was man beim nächsten Mal anders angehen würde.

Die Corona-Krise hat die Unterhaltungsbranche mit unglaublicher Wucht getroffen. Wird sie sich davon erholen?

Unterhaltung und Kultur hat es schon immer gegeben und wird es auch immer geben. Wir alle sehnen uns doch nach Konzerten, Theater, Festivals und Partys. Wir sind gesellige Menschen, und deshalb bin ich überzeugt davon, dass wir bald wieder Konzerte genießen und zusammen feiern werden.

Welche Pläne haben Sie für das Jahr 2021 – beruflich wie privat?

Ich habe mittlerweile aufgehört, Pläne zu machen, da es mehr Arbeit macht, ständig umzuplanen, als gleich kurzfristig zu schauen, was möglich ist. Ich hoffe einfach, dass wir im Sommer wieder mit mehreren Leuten zusammenkommen können. Das wäre sowohl beruflich als auch privat mein Wunsch.