Auch Janine Kunze steht in der Show auf der Bühne - ihr Duett-Partner ist eine Zottel-Puppe namens Werner Edel. Foto: dpa/ProSieben/Willi Weber

Am Freitag legte die Sat.1-Show „Pretty in Plüsch“ einen absoluten Fehlstart hin (KURIER berichtete), entpuppte sich als Flop, nur wenig Menschen sahen zu – und nun soll mittendrin sogar ein Kandidaten-Tausch stattfinden. Wie jetzt vermeldet wurde, verlässt Schauspieler Hardy Krüger Jr. vorzeitig das Puppen-Spektakel.

Wie der Sender berichtete, muss er aufgrund einer Verletzung das Handtuch werfen. Er habe sich am Knie verletzt, hieß es bei Sat.1. Unklar ist, wie er sich die Blessur zugezogen hat. Bereits in der vergangenen Woche war Teilnehmerin Janine Kunze bei einer Probe in ein Loch auf der Bühne gestürzt, der Zwischenfall ging aber gut aus.

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Der 52-Jährige Hardy Krüger Jr. war an der Seite von Plüsch-Puppe „Polly“ in der ersten Sendung am vergangenen Freitag aufgetreten, gemeinsam hatten sie, in einem Bett unter Sternen sitzend, das Lied „Kleine Taschenlampe brenn“ gesungen – während Polly, eine gelbe Affen-Dame, stabil ablieferte, war die Gesangseinlage von Hardy Krüger Jr. eher zum Fremdschämen gedacht.

Moderatorin Michelle Hunziker spricht mit Schauspieler Hardy Krüger Jr., der mit Primaten-Puppe Polly auftrat.  Foto: dpa/ProSieben/Willi Weber

Doch genau das gehört zum Konzept von „Pretty in Plüsch“: Promis ohne Gesangstalent treten hier in Duetten mit Plüsch-Puppen auf, denen stimmgewaltige Sänger und Sängerinnen ihre Stimmen leihen. Wer dahintersteckt, erfahren die Zuschauer erst, wenn eine Promi-Puppen-Kombi aus der Show ausgeschieden ist. Damit die Show weitergeht, wird ein neuer Star für Hardy Krüger Jr. einspringen: Jimi Blue Ochsenknecht (28) ist der neue Duett-Partner des Affen-Püppchens.

Die Premiere der Show am Freitag scheiterte kläglich

Die Show, beworben als „schrägste Gesangsshow Deutschlands“, scheiterte am Freitag im Vergleich zur Inspiration „The Masked Singer“ kläglich. Nicht einmal eine Million Zuschauer schauten zu: Nur 940.000 Zuschauer sahen sich die dreistündige Premiere am Freitagabend ein, 420.000 davon kamen aus der werberelevanten Zielgruppe. Das lag, wenn man auf die Zuschauer hört, zum einen am undurchsichtigen Konzept – zwar verbergen sich prominente Stimmen hinter den Puppen, „Pretty in Plüsch“ soll aber keine Rate-Show sein.

Ebenfalls im Kreuzfeuer: Moderatorin Michelle Hunziker. Ihr Auftritt hinterließ bei vielen Zuschauern ein ungutes Gefühl – sie wirkte nicht souverän, ihre Witze teilweise wenig komisch – stattdessen betonte sie immer wieder, wie viel Spaß in der Show alle hätten und wie toll alles sei. „Habe nur die letzten 10min gesehen und direkt das Gefühl bekommen, dass Michelle Hunziker noch nie eine Show moderiert hätte“, heißt es unter anderem in einen Beitrag auf Twitter.