Volksmusik-Häuptling Rainald Grebe Jim Rakete-Photoselection/zVg

Halleluja, jetzt ist es also doch passiert. Rainald Grebe (50) muss sein für den 31. Juli geplantes Mega-Waldbühnenkonzert auf den 29. Juli 2023 verlegen. Trotz der Pandemie-Lockerungen ist die Show zurzeit nicht durchführbar.

„Liebe Freundinnen, liebe Freunde, liebes Volk, wir hatten bis zuletzt gehofft, gebangt, dass das Konzert doch stattfinden kann. Aber 6 Wochen vorher war die letzte Deadline für das Spektakel, und auch jetzt können wir nicht planen. Wir können nur hoffen, dass wir 2023 aus dem Vollen schöpfen können, und dann kommen wir mit 800 Gästen. Ich bin untröstlich, ich bin tröstlich, einen schönen Sommer und am 31.07. stoß ich in Gedanken mit Euch an. Euer Rainald.“ Mit diesen Worten versuchte der Häuptling der Volksmusikanten, seine zahlreichen Fans zu trösten.

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Offenbar ist das Projekt an einem Hygienekonzept gescheitert. Grebes Management teilte mit, dass „trotz aktuell stabiler Infektionslage und trotz der positiven Signale, die der vom Berliner Senat vorgelegte Stufenplan für die Veranstaltungsbranche aussendet“, man leider keine Möglichkeit sehe, „in naher Zukunft eine derart spektakuläre Show durchzuführen, wie wir sie zusammen mit Rainald Grebe anlässlich seines 50. Geburtstags geplant hatten“.

Grebe wollte sein Geburtstagkonzert mit bis zu 400 Beteiligten auf und hinter der Bühne feiern. Gäste wie Kurt Krömer und Thomas Quasthoff sollten mit ihm zusammen auftreten.

Ein Ersatztermin in 2022 war trotz aller Bemühungen nicht zu finden

Sein Management: „Selbst bei einer Sondergenehmigung für ein Waldbühnen-Konzert für einige Tausend Zuschauer:innen unter Einhaltung eines durchdachten Hygiene-Konzepts würden uns der gebotene Infektionsschutz auf und hinter der Bühne sowie die betriebswirtschaftlich sinnvolle Durchführung einer Veranstaltung dieser Größe vor unlösbare Aufgaben stellen.“ Ein Ersatztermin im Jahr 2022 war trotz aller Bemühungen nicht zu finden.

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Noch im April hatte Grebe wehmütig in Richtung Sommer geblickt. Dem KURIER sagte der schwer kranke Entertainer damals: „Ich habe noch Rücklagen, aber die schmelzen dahin. Dabei ist das Finanzielle nicht mal das eigentliche Problem, sondern der Energieverlust. Früher, als wir noch berufstätig waren, hieß es: Man nimmt sich was vor und führt es dann aus. Eine Idee entsteht und man muss es irgendwie umsetzen, das war bisher immer das Problem. Seit einem Jahr geht das Spiel anders: Man denkt sich was aus und dann wird das ausradiert. Das macht natürlich irgendwann keine Laune mehr. Wenn ich heute Kollegen treffe, dann reden wir über unseren Beruf wie etwas, das schon lange vorbei ist. Und das ist wirklich komisch.“ 

Der Liedermacher ist unheilbar krank, hatte bereits mehrere Schlaganfälle. „Ich schreibe meine Autobiografie“, so Grebe zum KURIER. „Aufgrund meiner Krankheit, weil ich sozusagen hirnkrank bin, habe ich meine Krankengeschichte aufgeschrieben. Es ist ein Erinnerungsbuch, das gewisse Erinnerungslücken hat, bei dem man also nicht mehr weiß, stimmt das Erzählte oder stimmt es nicht, und das passt ja.“

Rainald Grebe – „Halleluja Berlin“ – Das Konzertspektakel, Samstag, 29.07.2023 (verlegt vom 31.07.2021) - Waldbühne Berlin. Einlass: ab 17 Uhr / Beginn: 19 Uhr. Tickets: www.d2mberlin.de / www.eventim.de / Tel. 030 – 755 492 560