Günther Jauch moderiert die RTL-Show "Wer wird Millionär?".  Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Millionen TV-Zuschauer rätseln jede Woche bei „Wer wird Millionär?“ mit. Und wer hat sich nicht schon einmal gefragt, wie es wohl sein muss, auf dem Stuhl gegenüber von Günther Jauch zu sitzen?

Einer, der es beurteilen kann, ist Professor Eckhard Freise. Als Erster knackte er am 2. Dezember 2000 den Jackpot der Show und gewann eine Million D-Mark. Dem „Stern“ gab der Quiz-Champion jetzt ein Interview - und lüftete dabei auch ein paar Geheimnisse. Vor allem zum Telefonjoker hat der Professor eine ganz eindeutige Meinung.

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Seit der ersten Sendung am 3. September 1999 gab es bei „Wer wird Millionär?“ 16 Millionen-Gewinner, drei davon bei Prominenten-Specials (wie Dienstagabend wieder um 20.15 Uhr bei RTL). 

Prof. Dr. Eckhard Freise. 
Foto: imago images/Rainer Unkel

Der Triumph des gebürtigen Erfurters Freise war kein Zufall. Der damals 56-Jährige ist Rätselprofi und besiegte 2001 bei einem Simultan-Schach-Turnier den damals amtierenden Weltmeister. Nach seinem Gewinn zahlte er bescheiden lediglich seine Doppelhaushälfte ab und spendete einen großen Teil seiner Million. 

Bis heute bliebt der Universitätsprofessor a.D. dem Umfeld der Show verbunden. Nicht mehr vor, sondern hinter den Kameras. Doch damit ist er nicht immer glücklich.

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„Die Telefonjoker sind die ärmsten Säue“

Wie Freise dem "Stern" erzählt, werde er von vielen Kandidaten noch immer gern als Telefonjoker angefragt. Auch in weiteren Quiz-Sendungen ist er regelmäßig zu Gast  - bei „Die Weisheit der Vielen“, „Wer weiß denn sowas?“ oder „Quizduell“. Speziell zur Rolle als Telefonjoker hat er aber ein gespaltenes Verhältnis. 

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„Nun ja, die Telefonjoker sind die ärmsten Säue. Die sitzen drei Stunden rum und dann kommt kein Anruf, weil die Kandidaten einen ihrer anderen drei Experten nehmen. Ich könnte ein Buch darüber schreiben: Mein Warten als Telefonjoker“, witzelte Freise gegenüber „Stern“.

Aber Freises Rätsel-Wissen ist eben legendär. Ganz sicher werden weiter Kandidaten um seine Hilfe bitten.