Marilyn Monroe mit President John F. Kennedy und seinem Bruder Robert F. Kennedy. imago/Cinema Publishers Collection

Marilyn Monroe beging keinen Selbstmord, sie wurde vergiftet. Und der Name ihres Killers ist: Bobby Kennedy. Die Behauptungen klingen fantastisch bis höchst unglaubwürdig. Doch sie stammen aus einer glaubwürdigen Quelle. Ein ehemaliger Polizist enthüllt jetzt in einem neuen Buch (erscheint am 7. Juli), dass er Einsicht in eine streng geheime Akte des Los Angeles Police Departments bekam, wodurch Mike Rothmiller dann die Bestätigung für den Mord von einem Tatzeugen bekommen haben will. Genauer gesagt von Peter Lawford, dem Schwager der Kennedys.

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Streng geheime Akte des Los Angeles Police Departments enthält brisante Informationen

In „Bombshell: The Night Bobby Kennedy Killed Marilyn Monroe“ beschreibt der Autor, wie er Lawford Anfang der 80er mit den Fakten aus der Geheimermittler-Akte konfrontiert hatte. Auf diese war der junge Polizist nach seiner Versetzung in die Abteilung für die Bekämpfung von Organisierten Verbrechen (Ocid) gestoßen. Sie lagerte in einem bombensicheren Raum im Keller der Wache: „Die Akte von Robert F. Kennedy enthielt Verweise auf die Akte der Monroe. In deren Akte lag auch eine Kopie ihres geheimen Tagebuchs.“ Darin habe Marilyn laut Rothmiller ihre tiefen Gefühle für den Bruder des Präsidenten enthüllt: „Bobby ist so zärtlich. Er hört mir zu und ist so viel liebenswerter als John. Bobby sagt, dass er mich liebt und mich heiraten will. Ich liebe ihn. John ruft nicht mehr an, dafür aber Bobby.“

Der letzte Eintrag vom 3. August 1963 lautete: „Peter sagt, dass Robert morgen vorbeikommen wird. Ich weiß aber nicht, ob er es wirklich tut.“ Mit Peter war Peter Lawford gemeint, der der Verbindungsmann zwischen der Hollywood-Sexbombe und den Kennedys war. Rothmiller suchte den schwer alkoholkranken Lawford im Juni 1982 auf und verhörte ihn noch einmal zu Monroes Tod. Er konfrontierte den Schauspieler mit Beweisen aus der Akte (die Aussage eines Streifenpolizisten), dass sich Bobby Kennedy zur Tatzeit in Los Angeles aufgehalten hatte. Nach längerem Dementi beschloss Lawford schließlich, sich das schlechte Gewissen von der Seele zu reden.

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Ein Verbindungsmann zwischen Marilyn Monroe und den Kennedys brachte Licht ins Dunkel

Laut Lawford war er mit Bobby am 4. August 1962 zur Villa von Monroe in Hollywood gefahren. Dort habe Kennedy verlangt, dass Marilyn ihr Tagebuch aushändigt – weil dieses viele kompromittierende Einträge über ihn, seinen Bruder und weitere mächtige Männer enthielt. Die Schauspielerin bekam einen Wutanfall und fuchtelte mit einem Küchenmesser vor den Männern herum. Lawford und Kennedy verschwanden aus dem Haus, seien laut Rothmillers Buch später am Abend noch einmal zurückgekommen: „Marilyn schien unter dem Einfluss von Drogen oder Alkohol zu stehen. Sie hat Bobby angebrüllt, dass sie nicht wie eine verdammte Hure behandelt und ignoriert werden will. Bobby ist vor Wut rot angelaufen, hat geflucht und Marilyns Armgelenke gepackt. Die hat sich losgerissen und ihm eine gescheuert.“

Die Umstände des Todes von Marilyn Monroe sind bis heute offiziell ungeklärt.  imago images/glasshouseimages

Kennedy habe daraufhin das Haus auf dem Kopf gestellt, um das Tagebuch zu finden. „Er hat ihr abwechselnd gedroht und ihr dann viel Geld versprochen, wenn sie es ihm aushändigt.“ Dann sei Bobby in die Küche gegangen. Als Lawford kurz darauf nachkam, habe er gesehen, wie Kennedy ein Glas Wasser mit einem Löffel umgerührt habe: „Er hat Bobby gefragt, was der tue. Und der habe ihn daraufhin angefahren und ‚Nichts‘ gezischt. Dann ist er wieder ins Wohnzimmer und hat Marilyn das Wasserglas gegeben und gesagt ‚Trink, dann fühlst du dich besser!‘“ Marilyn habe sich zwar beschwert, dass das Wasser komisch schmecken würde, es aber ganz getrunken.

Lawford verriet Rothmiller, dass Monroe kurze Zeit später nur noch gelallt und dann sogar das Bewusstsein verloren habe. Laut Lawford habe die Monroe dann aufgehört zu atmen: „Ich habe Bobby gefragt, was wir tun sollen. Er meinte nur: ‚Lass sie hier‘, und ist nach draußen gegangen, wo zwei Männer des Secret Service Wache standen.“

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Bobby Kennedy soll Marilyn Monroe mit einem Drink vergiftet haben

Für den Rest seines Lebens habe Bobby Kennedy dementiert, am Tag von Monroes Tod in Los Angeles gewesen zu sein. Laut Rothmiller gab es aber einen Streifenpolizisten namens Lynn Franklin, der morgens um 0.10 Uhr am 5. August 1962 die Limousine von Lawford wegen zu schnellen Fahrens gestoppt hatte. Franklin hat das auch in seiner Autobiografie 1999 bestätigt: „Ich habe Lawford erkannt und gefragt, warum er so schnell fährt. Er zeigte nach hinten und sagte: ‚Ich muss den Justizminister zum Flughafen bringen.‘ Hinten saß tatsächlich Kennedy und ich habe nur gesagt, dass sie in die falsche Richtung fuhren.“

Warum Rothmiller 40 Jahre wartete, bis er jetzt mit einem Buch über den angeblichen Mord an die Öffentlichkeit ging? Der Daily News verriet er dazu, dass er lange um sein Leben gefürchtet habe, weil viele der in den Monroe-Fall verwickelten Cops noch lebten. Der inzwischen pensionierte Polizist wurde zudem im August 1982, nur wenige Wochen nach seinem Gespräch mit Lawford, Opfer eines Attentats-Versuchs. Ein Motorradfahrer hielt neben seinem Wagen – einem Undercover-Streifenwagen – und eröffnete das Feuer mit einer halb automatischen Pistole. Rothmiller überlebte schwer verletzt.

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Die Entscheidung, an die Öffentlichkeit zu treten, hat Rothmiller zusammen mit seiner Frau Nancy getroffen: „Sie hat mir ihren Segen gegeben, weil es wirklich an der Zeit ist, die Wahrheit ans Licht zu bringen. Ich habe noch immer Angst, aber ich habe Vorkehrungen getroffen.“