Prinzessin Eugenie fällt nicht wegen Skandalen auf, sondern eher durch ungewöhnliche Hutkreationen. Wobei dieser hier eher brav ist. Foto: Gareth Fuller/PA Wire/dpa

London Sie liebt Hotdogs, Computerspiele, Fußball – und bizarre Hutkreationen. Eugenie ist keine typische Prinzessin. Selbst eine große Narbe zeigt sie mit Stolz, um Mut zu machen. Jetzt, am 23. März, wird die britische Prinzessin Eugenie 30 Jahre alt.

Die Tochter von Prinz Andrew und Sarah Ferguson (Fergie) ist bislang skandalfrei, bodenständig und im Hauptberuf nicht Prinzessin, sondern Kunstexpertin. Eugenie studierte unter anderem Kunstgeschichte im nordostenglischen Newcastle, arbeitete zwei Jahre in einem Auktionshaus in New York und ist nun Direktorin bei der Londoner Kunstgalerie Hauser & Wirth.

Seit Oktober 2018 ist sie mit dem Geschäftsmann Jack Brooksbank (33) verheiratet, der früher einmal Manager in einer Nobeldisco war. Die beiden haben sich im Skiurlaub in der Schweiz kennengelernt. Das Paar heiratete in der St.-Georgs-Kirche auf dem Gelände von Schloss Windsor. Zu ihren Hochzeitsgästen zählten unter anderem Top-Model Kate Moss, die Schauspielerin Demi Moore und Musiker James Blunt.

Eugenie heiratet im Oktober 2018 den Geschäftsmann Jack Brooksbank. Hier sieht man die beiden noch als Verlobte. Foto: Joel Ryan/Invision/dpa

Die „Daily Mail“ kritisierte die Hochzeit als viel zu pompös: „Sie (Eugenie) ist nicht gerade ein großer Stern am Firmament der königlichen Familie.“ Die Prinzessin habe Hunger nach Glamour und Glitzer, sei aber für den Staat „so wichtig wie einer der Corgis der Queen“. Eugenie mag Hotdogs, Netflix-Serien, Computerspiele und Fußball, wie sie in Interviews erzählte. Dass sie im Schatten ihrer Cousins William (37) und Harry (35) steht, scheint sie nicht zu ärgern. Sie ist die Zehnte in der Thronfolge.

 Eine große Belastung dürften aber für Eugenie und ihre Schwester Beatrice (31) die Missbrauchsvorwürfe gegen ihren Vater sein. Eine US-Amerikanerin behauptet, der Prinz habe sie als Minderjährige missbraucht. Der 60-Jährige lässt daher vorerst alle royalen Pflichten ruhen. In der Öffentlichkeit ist Andrew, früher als „Randy Andy“ (geiler Andy) verspottet, gar nicht mehr zu sehen.

Nach einer Wirbelsäulen-Operation ziert eine große Narbe Eugenies Rücken. Die zeigte sie bei ihrer Hochzeit 2018. Foto: Toby Melville/PA Wire/dpa

Trotz ihres Berufs erfüllt Eugenie einige royale Pflichten. So hat sie auch die Schirmherrschaft für mehrere Gesundheitsorganisationen übernommen. Das hat einen besonderen Grund: Eugenie litt unter einer Wirbelsäulenverkrümmung (Skoliose) und musste sich als Zwölfjährige einer OP unterziehen. Seitdem halten Titanstäbe ihren Rücken gerade. Bei ihrer Hochzeit begeisterte Eugenie mit einem am Rücken ausgeschnittenen Kleid, so dass ihre Narbe zu sehen war. Die Queen-Enkelin wollte damit anderen Skoliose-Patienten Mut machen. (dpa)