Die Band Kalush Orchestra aus der Ukraine sang "Stefania" in Turin. Sie gewann den ESC, vor allem das Voting des Publikums brachte der Band den Sieg. AP/Luca Bruno

Das erste Mal überhaupt hat mit der Ukraine ein Land mitten im Krieg den ESC gewonnen. 25 Länder hatten es ins Finale geschafft: Es war die 66ste Ausgabe des Wettbewerbs, der früher einmal Grand Prix de la Chanson hieß und seit Langem ein breites Spektrum an Genres abdeckt. Vergangenes Jahr brachte die Glamrock-Band Måneskin den Sieg aus dem holländischen Rotterdam ins italienische Turin. Nun ist in der norditalienischen Industriestadt die Sensation wahr geworden: Die Ukraine hat mit dem Song „Stefania“ des Kalush Orchestras einen Sieg eingefahren, allerdings erst im letzten Augenblick. Malik Harris hat eine neue Blamage Deutschlands nicht verhindern können. Der ESC 2022 zum Nachlesen!

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1.02 Uhr: Ukraine gewinnt den ESC 2022

Das Publikumsvoting hat erneut alles durcheinander gewürfelt: Das Kalush Orchestra hat dank der überwältigen Solidarität der ESC-Zuschauer sensationell gewonnen.

0.56 Uhr: 439 Punkte für die Ukraine: Ukraine schießt auf Platz 1

Unfassbar große Publikums-Solidarität mit Ukraine, das Land schießt auf Platz 1, doch noch sind nicht alle Stimmen ausgewertet.

0.44 Uhr: 6 Punkte für Deutschland, letzter Platz

Immerhin noch sechs Punkte aus der Publikumsabstimmung gegen an Deutschland, das damit allerdings auf dem letzten Platz bleibt.

0.42 Uhr: Publikumsabstimmung kann alles verändern

Schafft es die Ukraine doch noch, erhält Deutschland doch noch Punkte? Die Spannung steigt!

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00.35 Uhr: Alle Jurys haben abgestimmt, Deutschland hat immer noch 0 Punkte

Bei Twitter gibt es Solidaritätsbekundungen für Malik Harris.

0.30 Uhr: Ukraine arbeitet sich weiter vor

Das dürfte viele vermeintliche ESC-Experten überraschen: Der Sieg der Ukraine beim European Song Contest ist alles andere als sicher. Uneingeschränkte Solidarität bekommt das Land von den Nachbarn, aber auch zahlreiche osteuropäische Länder scheren sich nicht darum. Zwar liegt die Ukraine im oberen Feld, doch vorne liegen bislang Großbritannien, Schweden und Spanien.

0.21 Uhr: Nochmal 12 Punkte für die Ukraine

Auch Litauen zeigt Solidarität mit der Ukraine und vergibt 12 Punkte an die Ukraine, die sich nun langsam in das Spitzenfeld vorarbeitet.

0.18 Uhr: Immer noch null Punkte für Deutschland

Ein neues Debakel kündigt sich nach knapp der Hälfte der Jury-Votings an: null Punkte für Deutschland.

0.15 Uhr: 12 Punkte aus Polen und Moldau für die Ukraine

Riesenzeichen der Solidarität von den Nachbarn Polen und Moldau: 12 Punkte für die Ukraine. Ist das Rennen nun doch wieder offen? Noch fehlen die Publikums-Abstimmungen, die alle Rankings auf den Kopf stellen können.

0.10 Uhr: Jury-Voting mit Riesen-Überraschung: Verliert die Ukraine?

Die nationalen Jurys wollen sich nicht reinreden lassen, und so gehen die Punkte vor allem an die Kandidaten aus Spanien, Großbritannien und Schweden. Deutschland liegt bislang hinten, aber auch die Ukraine schneidet schlechter ab als von vielen erwartet.

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0.02 Uhr: Publikumsvoting beendet: Jetzt wird ausgewertet!

Die ersten Votings der Jurys laufen ein: Die Niederlande machen den Anfang. Überraschung: 12 Punkte gehen nach Griechenland!

23.49 Uhr: Popstar Mika und seine größten Hits

Einer der Stargäste des italienischen Gastgeber-Teams ist der Sänger Mika, der nach seinen größten Erfolgen unter anderem Juror der italienischen Ausgabe von X-Faktor wurde. Mit einem Medley seiner größten Hits ruft er sich bei seinen Fans in Erinnerung.

23.37 Uhr: ESC-Legende Gigliola Cinquetti mit sensationellem Auftritt

Sie ist die erste italienische Gewinnerin des ESC überhaupt: 1964 gewann Gigliola Cinquetti den Eurovision Song Contest mit dem Song „Non ho l'età“. Nun steht die 74-Jährige auf der Bühne, als wären die Jahrzehnte ohne Spuren an ihr vorbeigezogen. Sensationell.

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23.26 Uhr: ESC-Gewinner von 2021 Måneskin mit neuem Song „Supermodel“

Die Sensations-Sieger des Vorjahres-ESC Måneskin machen Druck mit ihrer neuen Singe „Supermodel“. Band-Sänger Damiano David zeigt sich wieder im androgynen Outfit und offenbart viel Haut. Bei der Generalprobe hatte es Buhrufe gegeben, weil statt der Band nur Tänzer aufgetreten waren.

23.15 Uhr: Im Gal0pp mit Estland – TV-Publikum stimmt ab

Zumindest ein wenig Hoffnung gibt es im letzten Beitrag des Wettbewerbs „Hope“ von Stefan aus Estland im Galopp-Rhythmus. Nun geht es ans TV-Publikumsvoting. Wie Sie am ESC-Voting teilnehmen können, lesen Sie hier auf der Eurovisions-Seite.

23.12 Uhr: Gegen den Gesundheitswahn aus Serbien

„Eine traurige Seele in einem gesunden Körper“ – so heißt es in Konstruktas dramatischem Beitrag für Serbien, zum Teil auf Lateinisch vorgetragen und so melancholisch wie ein Song an diesem Abend nur sein kann.

23.03 Uhr: Flußabwärts aus Polen

Mit einer englischsprachigen, dramatischen Ballade aus Polen neigt sich der erste Teil des ESC dem Ende zu. Beifall auch für Ochman, aber am Ende entscheiden die Jurys und das TV-Publikum.

23.01 Uhr: Auch Großbritannien will nicht verlieren

Großbritannien liefert sich gerne mit Deutschland einen Wettbewerb um die schlechtesten Plätze beim ESC. Doch Finalist Sam Ryder liefert mit „Space Man“ ein kraftvoll vorgetragenen Song, der allzu sehr an David Bowie erinnert. Die Stimme wiederum erinnert an Queen-Sänger Freddie Mercury. Doch Sänger Sam Ryder ist eine ganz eigene Erscheinung.

22.55 Uhr: Laura Pausini bringt das Publikum zum Fliegen

Kleines Zwischenspiel mit Moderatorin Laura Pausini: Zusammen mit dem Publikum performt sie den italienischen Klassiker „Volare“ (fliegen). Peter Urban erinnert daran, dass der Song 1959 nur auf Platz 3 des Festivals gelandet war.

22.53 Uhr: Tränen aus Australien

Natürlich darf auch Australien bei einem ESC nicht fehlen, denn am anderen Ende des Planeten sitzt mehr oder weniger die ganze Nation an den TV-Geräten und fiebert mit dem Finalisten Sheldon Riley im androgynen Outfit mit. „Not the same“ knüpft perfekt an den melancholischen Grundton dieses Festivals an. Am Ende des Auftritts fließen beim Sänger die Tränen.

Sheldon Riley aus Australien singt den Song «Not The Same» beim Finale des Eurovision Song Contest (ESC). dpa/Jens Büttner

22.50 Uhr: Schwedischer Barfuß-Rock

Und jetzt kommt auch noch Schweden mit einer Pop-Sensation um die Ecke: „Hold me Closer“ von der bezaubernden Cornelia Jakobs, die barfuß mit Pailletten-Überwurf über die Bühne huscht. Sensationell!

22.44 Uhr: Folkrocker aus Moldau begeistern

Viel Begeisterung im Saal, als die Folkrocker Zdob și Zdub auftreten. Sie sind schon das dritte Mal beim ESC dabei. Gemeinsam mit Fraţii Advahov sangen sie den Song „Trenuleţul“. Der Bandname ist so etwas wie die lautmalerische Nachahmung eines Trommelschlags.

22.37 Uhr: Melancholischer Feenzauber aus Island

Noch mehr Feenzauber bringen Systur aus Island zum ESC. „Með hækkandi sól“: Ein melancholischer Unterstrom durchzieht den Wettbewerb in diesen Zeiten des Krieges. Nur ein Zufall, oder ist es der Sound dieser Zeit?

22.33 Uhr: Griechenland mit Hit-Potenzial

Schon wieder ein Song mit enormen Chart-Potenzial, diesmal aus Griechenland: Sehr zart vorgetragen von der feenhaften Amanda Georgiadi Tenfjord, und dann doch bombastisch orchestriert. „Die together“: todtraurig und sehr intensiv!

22.29 Uhr: Peter Urban fühlt sich an „Dirty Diana“ erinnert

Für Belgien ist mit großartiger Stimme Jérémie Makiese am Start. Der Song „Miss you“ erinnert Kommentator Peter Urban allerdings allzu sehr an Michael Jacksons „Dirty Diana“. Plagiats-Skandal beim ESC oder purer Zufall?

22.25 Uhr: Emotionale Stärke aus Aserbaidschan

Es fällt auf: Selten konkurrierten bei einem ESC so viele eigenständige, gut geschriebene Songs miteinander. Auch Fade to Black von Nadir Rustami aus Aserbaidschan gehört dazu: Emotional stark vorgetragen, aber dennoch voraussichtlich ohne Aussicht auf einen Spitzenplatz.

22.18 Uhr: Mireille Mathieu aus Litauen

Optisch ist Monika Liu die Wiedergeburt der französischen Sängerin Mireille Mathieu. Der Song „Sentimentai“ kommt auf leisen Pfoten daher und ist nicht ohne Charme.

22.12 Uhr: Malik Harris, die Stunde der Wahrheit

AFP
Sänger Malik Harris traf in Turin auf Begeisterung.

Die Stunde der Wahrheit ist gekommen. „Rockstar“ heißt der deutsche Beitrag, hierzulande bereits ein Top-10-Hit, sehr sympathisch solo vorgetragen vom 24-jährigen Malik Harris. Ansteigender Jubel: Unter anderen Umständen hätte dieser Song vielleicht sogar gute Chancen gehabt. Aber die Konkurrenz ist stark. Gelingt ihm doch die Sensation?

22.08 Uhr: Kalush Orchestra: Ist das schon die Entscheidung?

Folk, Rap und beinharte elektronische Beats von der ukrainischen Band Kalush Orchestra: Ein einzigartiger Mix, der auch im Publikum großartig ankommt. Dazu noch ein Song, der besser nicht in die fürchterlichen Zeiten passen könnte: „Ich werde immer zu Dir zurück kehren, auch wenn alle Straßen zerstört sind“, so die von Peter Urban vorgetragene Übersetzung. Die Halle tobt.

22.05 Uhr: Niederlande ganz authentisch

Mit brillant produzierten internationalen Popsongs kennen sich die Niederlande aus, aber dieses Jahr gibt es tatsächlich mal einen authentischen Song auf Niederländisch, sehr eindringlich, gut geschrieben und von S10 eindringlich vorgetragen: „De Diepte“, traurig, eindringlich, interessant.

22.01 Uhr: Chanel und noch mehr Toreros

War das abgesprochen oder purer Zufall: Nach dem rumänischen Latin-Anklang wird bei der kubanischstämmigen spanischen Sängerin der Torero-Look zur lasziven Sensation. „SloMo“ passt eigentlich nicht zu dem pulsierenden Titel. Reichlich übertrieben, aber nicht ohne Chancen.

21.51 Uhr: Riesenapplaus für Italien

Bleibt der ESC in Italien? Riesen-Applaus braust auf, noch bevor das italienische Duo Mahmood & Blanco auf der Bühne steht. Gewagtes Glitter-Outfit, dazu mit „Brividi“ – Gänsehaut – ein Song aus der besten Canzone-Tradition mit Rap-Einlage.

21.48 Uhr: Armenien begeistert mit „Snap“

Wer hatte eigentlich Armenien auf dem Schirm? Rosa Linn singt trotz eines unspektakulären Auftritts den bisher wohl schönsten Song des Abends: „Snap“. Gibt es doch noch eine Überraschung?

21.42 Uhr: Norwegen gibt dem Wolf eine Banane

Gaga-Auftritt aus Skandinavien mit dem bislang ausgefallensten Auftritt: Wer tatsächlich hinter dem norwegische Duo Subwoolfer steckt, ist völlig unklar. Aber der Publikums-Applaus für „Give That Wolf A Banana“ ist echt.

Die Band Subwoolfer aus Norwegen. Sie legte einen ausgefallenen und maskierter Auftritt in Turin hin. AP/Luca Bruno

21.39 Uhr: Drama-Pop aus Frankreich

Arabeske Einflüsse und elektronische Beats treiben den französischen Beitrag „Fuleen“ von Alvan & Ahez an. Die Bühne brennt in grünen Flammen. Unterhaltsam.

21.38 Uhr: Der Schweizer Bär weint

Marius Bear vertritt die Schweiz mit der Ballade „Boys Do Cry“: Jungen weinen also doch, anders als es früher bei The Cure hieß: Boys don’t Cry hatten die Depri-Rocker gesungen. Sehr zärtlich!

21.30 Uhr: Oliver Kalkofe spottet über ESC-Künstler

Im Netz werden die Beiträge und Künstler emsig und teils bissig kommentiert: Ein Beispiel:

21.29 Uhr: The Rasmus rocken im Ostfriesennerz

Im Ostfriesennerz und nacktem Oberkörper präsentiert sich der Sänger der finnischen Rockband The Rasmus. Jezebel ist ein Midtempo Rocksong. Die exaltierte Show wirkt arg überzogen.

21.25 Uhr: Schöner Weltschmerz aus Portugal

Bei Sängerin Maro gibt es das kaum übersetzbare Wort „Saudade“ gleich doppelt: Weltschmerz, Traurigkeit, Melancholie... ein wunderschöner Song, sympathische Sängerin. Peter Urban fühlt sich an Sade erinnert.

21.23 Uhr: Latin Beats aus Rumänien

Rumänien versucht's mit einem geschickten Trick: Der Tänzer und Sängesr WRS liefert einen lupenreinen Latin Song mit Torero-Hüftschwung. Ob's damit klappt?

21.16 Uhr: Tschechisches Trio We are Domi eröffnet das Rennen

Tanzbare Beats mit eingängiger Melodie zu minimalistischer Bühnenshow gibt es aus Tschechien: „Lights Off“ ist ein sympathischer Eröffnungs-Track des ESC 2022.

21.10 Uhr: Norwegen stiehlt allen die Show, wenig Applaus für Deutschland

AFP
Blickfang: Die norwegischen Kandidaten Subwoolfer

Die 25 ESC-Finalisten stellen sich vor. Auffallend wenig Applaus bekommt Deutschlands Sänger Malik Harris, der nach dem ukrainischen Kalush Orchestra einläuft. Ein Hingucker sind die norwegischen Subwoolfer im außerirdisch-durchgeknallten Outfit.

21.00 Uhr: Countdown beendet, ESC startet mit Eurovisions-Hymne und Give „Peace a Chance“

Die sonore Stimme von Peter Urban führt wieder durch den European Song Contest, die Show beginnt mit einer öffentlichen Massen-Performance des John Lennon-Klassikers Give „Peace a Chance“. Die eigentliche Show eröffnet die italienische Pop-Sängerin Laura Pausini mit kraftvoller Stimme und einer oppulenten Bühnenshow.

20.41 Uhr: Jury-Präsidentin Michelle bringt ESC-Countdown im Glitzer-Overall in Schwung

Schlagersängerin Michelle besticht beim Countdown zum Eurovision Song Contest mit einer druckvollen Disco-Gesangsnummer. An ihrer Tanz-Performance scheiden sich im Netz allerdings die Geister. 2001 gewann Michelle den ESC-Vorentscheid und kam in Kopenhagen auf einen achten Platz. In diesem Jahr ist sie Vorsitzende der deutschen Eurovision-Jury.

20.15 Uhr: Countdown zum Eurovision Song Contest

Der traditionelle Countdown für den ESC aus Hamburg, moderiert wieder von Barbara Schöneberger, ist gestartet. Die mutige Entertainerin hat sich auch dieses Jahr wieder in ein extravagantes Kleid geworfen, in grünem Satin und rosa. Der Twitter-Spott folgt auf dem Fuß.

20.12 Uhr: Deutschland mit ungünstigem Startplatz direkt hinter der Ukraine

Deutschlands ESC-Kandidat Malik Harris tritt direkt nach als Favorit gehandelten Beitrag der Ukraine auf: Startplatz 13, eine Unglückszahl?

19.36 Uhr: Wenn man die ESC-Tabelle umdreht, stehen Deutschland und Großbritannien immer vorne

Blogger und Politikberater Erik Flügge nimmt die drohende Niederlage Deutschlands beim ESC 2022 mit Ironie: Einfach die Tabelle umdrehen, dann stehen wir ganz weit oben!

19.13 Uhr: Buhrufe bei ESC-Generalprobe - Gewinner-Band Måneskin nicht auf Bühne

dpa/Jens Büttner
Ein Aufnahmeleiter entschuldig sich für den Ersatzauftritt bei der dritten Generalprobe für das Finale des Eurovision Song Contest (ESC). Geplant war die italienische Gewinnerband Måneskin von 2021, stattdessen wurde ihr neuer Song «Supermodel» zwar eingespielt, auf der Bühne standen jedoch statt der Bandmitglieder ersatzweise Tänzer.

Während der letzten Generalprobe beim Eurovision Song Contest (ESC) vor dem großen Finale am Samstag in Turin ist die italienische Gewinnerband Måneskin von 2021 anders als erwartet nicht aufgetreten. Stattdessen wurde ihr neuer Song „Supermodel“ zwar eingespielt, auf der Bühne standen jedoch statt der Bandmitglieder ersatzweise Tänzer. Die ESC-Generalprobe fand vor Publikum statt, das daraufhin buhte und protestierte. Ein Aufnahmeleiter bat auf der Bühne um Verständnis für den Ausfall. Unfälle passierten, sagte er zur Begründung. Sänger Damiano David ging am Freitag noch an einer Krücke, weil er sich am Bein verletzt hatte.

Die Europäische Rundfunkunion (EBU) erklärte auf Nachfrage, Måneskin würden am Nachmittag noch eine nicht-öffentliche Probe haben und im Finale auftreten. Der Auftritt der vierköpfigen Band ist für den späten Samstagabend vorgesehen. Sie sollen spielen, nachdem die 25 Kandidaten bei der 66. Ausgabe des internationalen Musikwettbewerbs ihre Lieder sangen. Måneskin gewannen im vergangenen Jahr im niederländischen Rotterdam den ESC mit dem Rocktitel „Zitti e buoni“.

18.53 Uhr: Malik Harris hofft auf Sieg der Ukraine beim ESC

Der deutsche Kandidat beim Eurovision Song Contest (ESC), Malik Harris, wünscht der Ukraine einen Sieg im Finale. „Ich hoffe es sehr!“, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND, Samstagsausgaben). „Ich wäre froh und stolz, wenn das Kalush Orchestra in diesem Jahr gewinnen würde.“ Die ukrainische Band gilt als klarer Favorit beim Finale des ESC am Samstag im italienischen Turin.

„Es wäre doch ein sehr starkes Zeichen, wenn Europa die Ukraine zum Sieger erklären würde“, sagte Harris. „Und darüber hinaus finde ich den Titel ‚Stefania‘ auch echt mega.“ Harris selbst war mit seinem Song „Rockstars“ am Freitag in den Wettbüros auf den letzten Platz abgerutscht.

Den 24-Jährigen stört das nach eigenen Angaben nicht. „Das ist für mich wirklich vollkommen irrelevant. Im Licht der Politik rückt alles andere in den Hintergrund“, sagte er. „Ich habe hier zwei Ziele: Ich will mein Bestes geben, und ich will es genießen. Und wenn mir diese beiden Dinge gelingen, bin ich glücklich.“

18.03 Uhr: Buchmacher sehen Ukraine als klaren Favoriten

Bei den Buchmachern steht der ukrainische Beitrag „Stefania“ des Kalush Orchestras seit Wochen als klarer Favorit auf Platz eins. Das Lied ist eine Mischung aus Rap und ukrainischer Volksmusik. Gewidmet hat es Frontmann Oleh Psjuk seiner Mutter. Die Band kündigte in sozialen Medien an, die Gewinner-Trophäe bei einem Sieg für wohltätige Zwecke versteigern zu wollen. Die sechs Musiker aus dem Westen der Ukraine dürften viele solidarische Stimmen des Publikums erhalten. Bereits am Dienstag qualifizierten sie sich im ersten Halbfinale - ihr Weiterkommen galt als recht sicher.

17.59 Uhr: Deutschland droht neue Blamage, doch Malik Harris bleibt gelassen

Deutschlands Vertreter Malik Harris wird als 13. im Anschluss an die Ukrainer auf der Bühne stehen und sein Lied „Rockstars“ singen. Der Platz im Ablauf direkt nach dem Favoriten gilt als unvorteilhaft. Der 24-Jährige sah das gelassen. „Für mich ist der ESC überhaupt nicht so ein Wettbewerb“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Für ihn gehe es mehr darum, auf der Bühne zu spielen, als um die Platzierung.

Die Buchmacher rechnen seinem Popsong, in dem es um die Kindheit geht, als alle noch kleine „Rockstars“ waren, kaum Chancen aus. Am Freitag lag er bei internationalen Wettanbietern auf dem letzten Platz. Im Vorjahr belegte Deutschland mit Jendrik und „I Don't Feel Hate“ schon den vorletzten Platz. Schlechter schnitten damals nur die Briten ab, die in diesem Jahr mit Sam Ryder und „Space Man“ zu den Kandidaten für die Top Fünf zählen.